Energy Challenge

06. Mai 2019 08:40; Akt: 06.05.2019 08:40 Print

Dafür wird am meisten Energie verbraucht

Schweizweit werden pro Jahr rund 26,5 Milliarden Franken für Energie ausgegeben. Wofür benötigen wir diese?

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Seit 1950 hat sich der Endenergieverbrauch in der Schweiz laut dem Bundesamt für Statistik verfünffacht. Massgeblich verantwortlich dafür war die Entwicklung von Wirtschaft und Bevölkerung. Die Veränderungen in der Anzahl und Grösse der Wohnungen, der Fahrzeuge und der damit zurückgelegten Kilometer sowie im Umfang der Industrieproduktion und der Bautätigkeit erhöhten den Energiekonsum. Technischer Fortschritt bringt neue Energieanwendungen mit sich, aber auch eine höhere Energieeffizienz: Zwar ist der Energieverbrauch seit 1990 insgesamt um acht Prozent angestiegen, da jedoch die Wohnbevölkerung in derselben Zeitspanne um rund einen Viertel gewachsen ist, hat der Pro-Kopf-Verbrauch letztendlich um 14 Prozent abgenommen.

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Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie Sie Ihre Energiebilanz verbessern könnten?

Der enorme Bedarfszuwachs wurde in den 1950er- und 1960erJahren durch Erdölprodukte gedeckt. Die Erdölprodukte ersetzten nach und nach die zuvor dominierende Kohle, was schliesslich in eine einseitige Abhängigkeit des sogenannten schwarzen Goldes mündete. Diese erreichte mit einem Erdölanteil von bis zu 80 Prozent zu Beginn der 1970er-Jahre ihren Höhepunkt. Seither ist der Erdölanteil in der Schweiz wieder rückläufig. Erdöl wird energetisch in der Form von Brenn- oder Treibstoffen genutzt. Mit dem Rückgang der Erdölbrennstoffe haben neben Treibstoffen vor allem Erdgas, aber auch Elektrizität an Bedeutung gewonnen.

Treibstoffe machen über ein Drittel der verbrauchten Endenergie aus

Der Endenergieverbrauch der Schweiz ist dem Bundesamt für Energie zufolge 2017 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf 849'790 Terajoule (TJ) gesunken. Ein wichtiger Grund dafür war die im Vergleich zum Vorjahr leicht wärmere Witterung, wodurch die Anzahl der Heiztage tiefer lag als 2016. Den grössten Anteil am Endverbrauch hatten Treibstoffe mit 34,1 Prozent, danach folgten Elektrizität mit 24,8 Prozent und Gas mit 14 Prozent. Schweizweit wurden 2017 rund 26,48 Milliarden Franken für Energie ausgegeben. Die Zahlen für 2018 werden voraussichtlich diesen Sommer veröffentlicht. In der obigen Bildstrecke erfahren Sie, wofür in der Schweiz am meisten Energie benötigt wird.

Bis 2035 soll der durchschnittliche Energieverbrauch in der Schweiz pro Person um 43 Prozent gesenkt werden. Mit der Abstimmung zur Energiestrategie 2017 hat sich die Schweiz auf den Weg in eine Energiezukunft gemacht, in der Energie effizienter genutzt und nachhaltiger sowie unabhängiger vom Ausland produziert wird. Die Umsetzung dieser Energiestrategie ist nicht nur Aufgabe einiger Grossverbraucher, sondern braucht das langfristige Engagement der ganzen Bevölkerung. Im Rahmen der Energy Challenge 2019 (siehe auch Infobox) werden in den nächsten Monaten einfach umsetzbare Tipps zur Senkung des persönlichen Energieverbrauchs aufgezeigt.

(sts)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter M am 06.05.2019 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Und einmal mehr eine Ohrfeige

    Wir brauchen rund 60% der Energie für unsere Heizungen und Fortbewegungen. Nun will der Bund, dass alle schön brav Wärmepumpen installieren und auf E-Autos umsteigen. Bravo: gleichzeitig stellt man die AKW ab. Mit Solarenergie können wir den Peak im Winter NICHT bewältigen, da schlichtweg die Produktivität der PV-Anlagen in den Wintermonaten drastisch bei Sonnentagen sinkt (bis 90% weniger Strom). Zeitgleich fehlt es an Sonnentage wo die PV-Anlagen überhaupt Strom erzeugen. Gleichzeitig ist oft Flaute - also kein Wind darum oft Hochnebellage. Speichermöglichkeiten gibt höchsten für wenige Tage

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  • Grösster Energieverbrauch am 06.05.2019 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst mich raten...

    ... ja klar, für die Energy Challenge und die ewig dumpfe und öde BFE-Propaganda. Sei es um Elektromobilität, die gar nicht so sauber ist oder für Solarenergie. Die Klimahysterie macht auch vom BFE selbst nicht halt. Aber munter Ressourcen und Geld für das Energy Challenge zeugs verbraten ...

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  • piet am 06.05.2019 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    energie

    wenn immer mehr Personen ca 50000 tausend kommen ist das logisch. aber die obergescheiten reden nicht von dem.(halten alle Arbeiter für dumm)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mathilde von Arx am 08.05.2019 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Energie sparen

    Meine Erfahrung beim Energiesparen: Mit geschlossenen Fensterläden, Rollladen während den Nachtstunden spart man überraschend viel Energie. Die Räume behalten eine erhebliche Wärme und es muss weniger geheizt werden. Ausprobieren und sparen!!! Noch tun es nämlich die wenigsten.

    • Wiesel am 16.05.2019 00:02 Report Diesen Beitrag melden

      energie sparen

      am wichtigsten ist eine gute dämmung vor allem am dachboden haben wir solche trittplatten verlegt das hat ganz viel gebracht..

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  • Alternative Seite am 07.05.2019 20:19 Report Diesen Beitrag melden

    Hmmm???

    So ein Quatsch. Wir produzieren auch im Winter ordentlich Strom. Der Wirkungsgrad ist sogar besser, wenn es nicht zu heiss ist. Minergie Haus mit PV Anlage, alles auf Strom ausgerichtet und Selbstverbrauch der Produktion. Reicht sogar noch zum verkauf von Strom an das EW.

    • LLLL am 07.05.2019 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alternative Seite

      Minergie ist der falsche Ansatz. Ich habe ein Plusenergie Haus, älteren Jahrgangs. Keine grosse Aufwendungen für die Produktion von unnötige Dämmstärken, Lüftungs und andere Unnötige Geräte. Gesünderes Raumklima. Unsere Liegenschaft produziert mehr als das Doppelte als der Verbrauch ist. Mit PV und Thermianlage sowie eine Luft/Wasser-WP. Bei Minergiehäuser wird zu viel Energie für die Bausubstanz verbraucht, die zuerst wieder produziert werden muss, bis ein Plus resultiert.

    • KKK am 07.05.2019 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @LLLL

      genau richtig erkannt! Leider gibt es viel zuwenig selbstdenkende "Experten"; die meisten sog. Fachstellen legen 0815-Broschüren auf und plappern Halbwissen der Energiemafia nach

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  • Gertsch am 07.05.2019 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    Gretchenfrage

    Gretchenfrage: Angenommen wir würden von heute auf morgen nur noch 25% der energie verbrauchen die hergestellt wird. Was würde wohl mit den energiekosten passieren...??? GENAU.....

  • Besse am 07.05.2019 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Der Verbraucher

    Gut habe ich noch einen Elektrospeicher Heizung aus der Zeit der Oelkrise. Diese braucht richtig viel Power, und hat so eine grosse 25mm2 Zuleitung, dass sämtliche Neubau Einfamilienhäuser neidisch werden.

    • Dani am 07.05.2019 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Besse

      Immerhin einer der grosses Potential aufzeigt. Da könntest du 75% Energie und 3000Fr/a einspaaren mit einer modernen Wärmepumpe. Damit können gleich noch zwei Elektroautos 20000km/a fahren ohne neue AKWs... Nach 5Jahren ist die Wärmepumpe abbezahlt und weitere 5Jahre später hast du 15000Fr für eine ordentliche Solaranlage womit du lebenslänglich gratis EAuto fährst... Oder du lässt es so wie es ist un regst dich über die Stomrechnung auf... haha

    • Willi Höhener am 08.05.2019 09:41 Report Diesen Beitrag melden

      Falscher Ruhm

      Und die Luftverschmutzung durch Solarstrom, 8x mehr Treibhausgas-Ausstoss als Wasser- und Kernenergie und die hohen Speicherkosten und die Unterstützungsbeiträge für den Solarstrom übernehmen die andern Strombezüger. Müssten solche Leute alle Kosten selber übernehmen würden sie ganz anders reden.

    • Sonne pur am 08.05.2019 10:49 Report Diesen Beitrag melden

      Atom

      Und wo komm der Atommüll hin.

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  • Mutti am 07.05.2019 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Mit einer Glühlampe doppelt sparen

    Da hat man Licht und Heizung in einem. Nur falls sich jemand wundert, warum er nach Umrüstung der Beleuchtung auf LEDs mehr Heizkosten hat.

    • dodo714 am 07.05.2019 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mutti

      Stimmt nicht wir haben im ganzen Haus LED Lampen und diese werden sehr heiss. Ich würde mir wünschen wen diese Kalt bleiebn würden, vorallem im Sommer.

    • David Jones am 08.05.2019 10:37 Report Diesen Beitrag melden

      Hhmm.. Was bitte?

      Sie wissen wohl nicht das Glühbirnen, wenn Sie sagen wir 10x 75W haben, vielleicht um die 400kWh an Heizenergie zusätzlich anhand von 200 HT ausgeben und im Sommer kontraproduktiv wirken. Haushalte verbrauchen um die 100kWh pro m2. Mit diese Lichter können sie somit zirka 4m2 aufwärmen und wahrscheinlich nicht mal das da die Hitze nach oben steigt und Licht ist bereits oben installiert, die Hitze bleibt also da und Sie bleiben kalt. Eine totale Verschwendung an Energie. Sie können die Glühbirnen an ihre Heizrechnung nicht wirklich erkennen. Sicher bedecken Heizölkostenschwankingen diese 30chf

    • David Jones am 08.05.2019 10:53 Report Diesen Beitrag melden

      Dazu noch

      Übrigens, im Sommer bezahlen Sie eigentlich um die 70chf für dese zusätzliche Heizerzeugung von die 10 Glühbirnen mit 75W die ich oben erwähnt habe (anhand 3 Stunden nutzung pro Tag). Das heist, die 30chf die Sie an Heizkosten sparen begleichen Sie mit 70chf an Stromkosten (0.21chf pro kWh) im Sommer wo diese Glühbirnen dann für nichts Heizen und die Umgebung unangenehm aufwärmen.

    • David Jones am 08.05.2019 11:35 Report Diesen Beitrag melden

      Und als Krönung dieser Geschichte

      Nicht zu vergessen ist das wenn eine Wärmepumpe werwendet wird die Einspeisenergie durchschnittlich nur zirka 1/3 im Jahr beträgt. Insgesamt kosten die 10x 75W Glühbirnen um die 150chf pro Jahr (0.21chf pro kWh und 3 Stunden nutzung pro Tag) mit ihren zusätzlichen Heizenergieausgaben und bringen nur um die 400kWh an "nützliche" Heizenergie mit sich während die 200HT. Diese 400kWh (84chf Strom) produziert eine Wärmepumpe mit 28chf an Strom. Somit zahlt man 120chf extra pro Jahr und bekommt dafür durch Glühbirnen minderwertige Heizung über 200HT and unangenehme Zusatzwärme im Sommer.

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