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Energy Challenge

14. August 2018 16:24; Akt: 16.08.2018 15:54 Print

Mit diesen 12 Tipps sparen Sie Benzin

Auf Schweizer Strassen sind nach wie vor mehrheitlich Autos mit Verbrennungsmotor unterwegs. So können Sie den Spritverbrauch senken.

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Die Art der Motorisierung bestimmt neben dem Fahrzeuggewicht in erster Linie die Höhe des Treibstoffverbrauchs und des CO2-Ausstosses. Mit einem Fahrzeug-Check, dem richtigen Einsatz der Autotechnik und einer ökologischen Fahrweise lassen sich zwischen 10 und 15 Prozent Sprit sparen. Im Fahrzeug-Handbuch oder im Tankdeckel ist der empfohlene Reifendruck angegeben. Die Allianz Eco Drive empfiehlt, die Zahl um bis zu 0,5 Bar zu erhöhen. Diese Massnahme spare ungefähr drei Prozent Treibstoff. Prüfen Sie den Druck monatlich an kalten Reifen, denn pro Monat gehen rund 0,1 bar verloren. «Vergessen Sie das Reserverad nicht, auch ungebraucht verliert es Luft», so Eco Drive. Entrümpeln Sie das Auto. Denn Ballast verursacht vor allem eines: mehr Treibstoffverbrauch. Pro 20 Kilogramm Zusatzgewicht benötigen Sie laut Eco Drive rund 1 Prozent zusätzlichen Sprit. Durch den höheren Luftwiderstand verbrauchen Fahrzeuge mit beladenen Dachträgern massiv mehr Treibstoff – bei 120 km/h bis zu 39 Prozent. Selbst Dachträger ohne Transportgut erhöhen den Spritverbrauch. Bei 120 km/h sind es immer noch rund 7,5 Prozent. Montieren Sie den Dachträger deshalb nur, wenn es nicht anders geht. Falls das Auto überhitzt ist, lüften Sie es vor dem Losfahren gut durch. Danach hilft es, zwei Minuten mit offenem Fenster zu fahren – ohne Klimaanlage, aber mit eingeschalteter Lüftung. Schalten Sie anschliessend die Klimaanlage ein, falls es zu heiss wird. Bei 18 bis 25 Grad sollten innerorts die normale Lüftung oder das Öffnen der Fenster reichen. Ausserorts können Sie bei diesen Temperaturen Lüftung und Klimaanlage nutzen, empfiehlt Eco Drive. Sicherheit – und somit ein kühler Kopf – geht beim Autofahren vor. Steigt das Thermometer über 25 Grad, schliessen Sie alle Fenster und schalten Sie die Klimaanlage auch innerorts ein. Ideal sind 23 Grad im Kopfbereich. Mit Tempomat fahren Sie gleichmässiger und ruhiger. Dadurch wird Benzin gespart. Ausserdem müssen Sie zur Kontrolle der Höchstgeschwindigkeit nicht immer wieder auf das Tachometer schauen. Mit der Start-Stopp-Automatik lohnt sich das Abschalten des Motors sogar bei jedem noch so kurzen Halt. Experten schätzen, dass im Stadtverkehr bis zu 10 Prozent Treibstoff eingespart werden, wenn der Motor bei allen Stopps ausgeschaltet wird. Im Gesamtdurchschnitt sind es laut Eco Drive immer noch stolze 3 bis 6 Prozent. Heizungen für Sitze, Seitenspiegel und Heckscheiben verbrauchen Eco Drive zufolge bis zu 7 Prozent zusätzlichen Treibstoff. Setzen Sie elektrische Verbraucher also nur ein, wenn es wirklich nötig ist. Früh hochzuschalten und stets im höchstmöglichen Gang zu fahren, bietet grosses Sparpotenzial. Der Tourenzähler ist ein wichtiger Hinweis für den Spritverbrauch: Je mehr Umdrehungen pro Minute, desto höher ist automatisch der Treibstoffverbrauch. Fahren Sie daher nur eine Wagenlänge im ersten Gang und schalten Sie bei 2000 Touren hoch, Diesler bei 1500 Touren. Wer vorausschauend und mit Abstand fährt, muss weniger bremsen. Wird es doch einmal nötig, gehen Sie zuerst vom Gas weg. Danach bremsen Sie und schalten erst dann zurück, falls nötig. Sobald wieder freie Fahrt ist, können Sie Gas geben und zügig wieder hochschalten. So verbrauchen Sie nicht nur weniger Treibstoff, Sie schonen auch Kupplung und Bremsbeläge. Lassen Sie Ihr Auto vor Kreuzungen, Stopps oder Hindernissen im eingelegten Gang rollen. Das Auto fährt so mit Schubabschaltung und benötigt keinerlei Treibstoff mehr. Die einzige Ausnahme sollten Sie bei Kindern machen: Diese können Abstände und Geschwindigkeiten nicht gut abschätzen und daher erhöht sich die Verkehrssicherheit, wenn Autos vor Fussgängern im Vor- und Primarschulalter komplett anhalten. Auch bergauf gilt das Prinzip: je höher der Gang, desto kleiner die Drehzahl und desto geringer der Spritbedarf. Nehmen Sie den Schwung aus der Ebene mit in die Steigung, rät Eco Drive. Fahren Sie am Berg im höchstmöglichen Gang. Das braucht weniger Treibstoff als im kleineren Gang mit weniger Gas zu fahren. Bergab können Sie den Spritverbrauch sogar auf null senken, indem der Fuss vom Gas genommen und somit die Treibstoffzufuhr unterbrochen wird.

Zum Thema
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Der Motorisierungsgrad – die Anzahl Personenwagen pro 1000 Einwohner – stieg dem Bundesamt für Statistik zufolge hierzulande zwischen 1970 und 2016 von 221 auf 543. Die Schweiz liegt damit im Durchschnitt ihrer Nachbarländer, so zählt Deutschland 550 Fahrzeuge je 1000 Einwohner, Frankreich 483 und Italien 610. Der kantonale Vergleich des Motorisierungsgrads zeigt, dass die urbanen Kantone Basel-Stadt und Genf mit 344 respektive 457 Fahrzeugen pro 1000 Einwohner im Jahr 2016 die tiefsten Werte der Schweiz aufweisen. Den höchsten Motorisierungsgrad registrierten Zug (648), Schwyz (639), das Tessin (638) und das Wallis (636).

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2017 wurden in der Schweiz gemäss dem Bundesamt für Statistik 315'032 Personenwagen eingelöst, sprich neu in Verkehr gesetzt. Verglichen mit 2016 entspricht das einer Abnahme um 1,3 Prozent. Gesunken ist in erster Linie die Anzahl neu zugelassener Dieselautos – und zwar um knapp ein Zehntel (minus 9,4 Prozent). Zugelegt haben dagegen die vergleichsweise noch immer kleinen Sparten der Hybrid- und der Elektroautos mit einem Plus von 11,9 Prozent beziehungsweise 39,8 Prozent. Schweizweit waren Ende letzten Jahres total 67'661 Hybrid- und 14'539 Elektrofahrzeuge im Verkehr. Dennoch ist noch immer der Grossteil der neu eingelösten Autos mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet und die inländische Mobilität hat den grössten Anteil am gesamtschweizerischen Energieverbrauch.

Die Art der Motorisierung bestimmt neben dem Fahrzeuggewicht in erster Linie die Höhe des Treibstoffverbrauchs und des CO2-Ausstosses. Die Grösse des Autos spielt eine untergeordnete Rolle. Mit einem Fahrzeug-Check, dem richtigen Einsatz der Auto-Technik und einer ökologischen Fahrweise lassen sich zwischen 10 und 15 Prozent Sprit sparen. In der obigen Bildstrecke sind zwölf Tipps für einen tieferen Benzinverbrauch aufgelistet.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eric S. am 14.08.2018 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    ICH soll sparen........?!?

    Irgendwie fühlt es sich doch total verlogen an: während mein "Most" satt besteuert wird (mit ca. 75 Rp. pro Liter!) und ich Tipps bekomme, wie ich sparsam fahren soll, wird die gesamte Flugbranche subventioniert und Steuer-befreit (1 Liter Kerosin kostet ca. 45 Cents und wird nicht besteuert)......haha, da soll einer noch die Politik für glaubwürdig halten!!

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  • Markuss 1855 am 14.08.2018 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen

    Am meisten Sparen wir, wenn wir unseren Benzintank in Österreich füllen. ca. 25 -30 Rp.

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  • John s. am 14.08.2018 16:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sparsames fahren

    Aber ich möchte gar kein Sprit sparen! ich fahr gern, viel.. das fahren soll doch auch spass machen !

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tanja vobärn am 25.08.2018 21:52 Report Diesen Beitrag melden

    Anspannen

    Bin beruflich auf einen SUV angewiesen zum anhänger ziehen. Aber evtl. Könnte man 30 grüne anspannen, ein umweltfreundlicher antrieb ! Bekanntlich haben grüne nur eine hirnzelle und wären mit dieser aufgabe überfordert

  • Elektro Car Driver am 20.08.2018 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    Verbot der Umwelt zu Liebe

    Verbietet SUV Autos wo über 7 Liter pro 100 km verbrauchen , der Umwelt zu liebe

  • cassis am 20.08.2018 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    steuer

    im grund gewesen nicht benzin preise sondern steuer und krankenkasse macht uns fertig.

    • Peter Baumann am 20.08.2018 16:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @cassis

      Noch nicht! Aber kommt bestimmt noch!

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  • swissbird am 19.08.2018 23:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jobwechsel

    Diese Öko-Diktatur ist einer der Gründe, welche dieses Land zur Qual machen. Bin derzeit in den USA und weiss schon jetzt, dass ich vor der Rückreise mein Jahrestief haben werde. Wäre es legal, könnte ich mich in Vollzeit mit Grünen beschäftigen, soviel wäre sicher.

    • Peter Baumann am 20.08.2018 16:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @swissbird

      Wieso? In den USA müssen Sie ja zumeist langsamer fahren. Und dann wissen Sie ja auch, dass der Verkehr in den USA auch ruhiger läuft, oder?

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  • Rico Schenk am 19.08.2018 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    72%?

    Wenn ich als Beifahrer unterwegs bin, habe ich noch selten jemanden ökologisch fahren sehen. Also stimmen die 72% Angaben wohl kaum.

    • Peter Baumann am 20.08.2018 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rico Schenk

      Da haben Sie völlig Recht. Als Fahrlehrer und Ecodrive-Trainer stelle ich genau dasselbe fest. Insgesamt beisst man da auf Granit, zumal die Meisten sich nichts sagen lassen und denken, sie seien eh schon die Besten und wüssten schon alles.

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