Energy Challenge

15. Oktober 2019 15:17; Akt: 17.10.2019 12:12 Print

Schweizer setzten fast 750'000 Energietipps um

Umwelt- und Klimaschutz geht uns alle an. Die Energy Challenge 2019 regte zum sparsamen Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen an.

Auf Grossveranstaltungen besuchten mehr als 450'000 Schweizer die Stände der Energy Challenge. Hier gibt es einen Rückblick auf die Energiesparaktion. (Video: Youtube / Energy Challenge)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Bis 2035 soll der durchschnittliche Energieverbrauch in der Schweiz pro Person um 43 Prozent gesenkt werden. Mit der Abstimmung zur Energiestrategie 2050 hat sich die Schweiz auf den Weg in eine Energiezukunft gemacht, in der Energie effizienter genutzt und nachhaltiger sowie unabhängiger vom Ausland produziert wird. «Die Umsetzung dieser Energiestrategie ist nicht nur Aufgabe einiger Grossverbraucher, sondern braucht das langfristige Engagement der ganzen Bevölkerung», sagt Patrick Kutschera, Geschäftsführer von EnergieSchweiz.

Umfrage
Liegt Ihnen Umweltschutz am Herzen?

Mit einfachen Massnahmen wie Ferien in der Schweiz oder im nahen Ausland zu verbringen und auf private Flüge zu verzichten, die Raumtemperatur um ein Grad Celsius zu senken oder regelmässig mit dem Velo zur Arbeit zu fahren, können Einzelpersonen ihren Energiekonsum reduzieren und die Umwelt schonen. Die Energy Challenge 2019 regt die Schweizer auf spielerische Weise zum bewussteren Umgang mit Energie an (siehe auch Infobox). Insgesamt wurde die Energy-Challenge-App über 130'000-mal heruntergeladen und die App-Nutzer stimmten der Umsetzung von knapp 750'000 Energiespartipps zu. Auf Grossveranstaltungen besuchten mehr als 450'000 Schweizer die Stände der Energy Challenge und die Beiträge rund um die nationale Energiesparaktion wurden über 25 Millionen Mal gelesen.

Bei der Mobilität ist ein Umdenken nötig

Laut Lars Thomsen, dem weltweit führenden Zukunftsforscher, steht im Bereich Energie und Umweltschutz ein grosser Wandel bevor. «Mit Systemverständnis und einem offenen Blick für die Welt können sogenannte Umbruchpunkte berechnet werden», erklärte der Zukunftsforscher während der Abschlussveranstaltung der Energy Challenge 2019. «Die 2020er-Jahre bringen mehr Umbrüche und Opportunitäten als die letzten zehn Jahre», prophezeite Thomsen. Was heute noch utopisch scheinen möge, werde in den nächsten 10 bis 20 Jahren möglich sein. «Es wird allerdings ein arbeitsintensiver Prozess», warnte er. So müsse beispielsweise unsere Idee von Mobilität überdacht und Energiespeicher neu konzipiert werden.

Thomsen nennt Climeworks als Beispiel für eine Innovation mit dem Potenzial zur Veränderung der Welt. Das Zürcher Start-up hat eine Lösung entwickelt, wie der Kohlendioxid-Anteil in der Atmosphäre reduziert werden kann: CO₂ wird aus der Umgebungsluft herausgefiltert, anschliessend abgeschieden und für industrielle Zwecke verwendet.

(sts)