Energy Challenge

13. August 2019 15:35; Akt: 14.08.2019 17:00 Print

So können Sie im Alltag das Klima schützen

Abfallreduktion, Energiesparen und Schonung von Ressourcen: Hier gibt es Tipps, wie Sie Ihren ökologischen Fussabdruck reduzieren können.

Bildstrecke im Grossformat »
Die Entsorgung von Abfall hat ökologische und ökonomische Auswirkungen. Neben dem Verbrauch von knappen Rohstoffen kostet die Müllentsorgung inklusive der notwendigen Infrastruktur viel Geld. Deswegen sollten Sie so wenig Abfall wie möglich produzieren und zum Beispiel beim Einkaufen auf rezyklierbare Verpackungen setzen. Ob beim morgendlichen Kaffee, dem Mittagessen oder einer spontanen Zwischenmahlzeit: Wiederverwendbare Becher, Teller, Schüsseln oder Besteck mitzubringen, sorgt für einen signifikant kleineren Plastikverbrauch. Das Schälen von Früchten und Gemüsen produziert in vielen Fällen bloss unnötigen Abfall – und reduziert zudem den Vitaminanteil des Lebensmittels. Essen Sie Äpfel, Birnen oder Gurken in Zukunft mit der Schale. Sorgen Sie dafür, dass keine Lebensmittel im Abfall landen. Aus Essensresten lassen sich mit etwas Fantasie neue Gerichte zubereiten. Die Erwärmung von Speisen im Mikrowellenofen gelingt deutlich schneller als im Backofen oder in der Pfanne. Da der Mikrowellenofen auch noch eine geringere Leistung hat, ist der Energieaufwand zur Erwärmung von Speisen signifikant geringer als auf dem Herd. Eine Alternative zum Einmachen, Einfrieren und der Resteverwertung stellt Foodsharing dar. In den meisten Städten gibt es inzwischen Initiativen gegen Food-Waste. Vorwäsche ist mit aktuellen Waschmaschinen und einem guten Waschmittel nicht nötig. Flecken sollten allerdings sofort vorbehandelt und das Kleidungsstück so bald wie möglich gewaschen werden. Mit modernen Waschmitteln genügt für leicht bis mittelmässig verschmutzte Wäsche in vielen Fällen eine Waschtemperatur von 30 Grad. Bei tiefen Temperaturen wird zudem das Gewebe geschont. Mit 30 Grad lässt sich bis 70 Prozent Strom sparen gegenüber einer 90-Grad-Wäsche und bis 20 Prozent gegenüber einer 40-Grad-Wäsche. Anstelle im Tumbler kann Wäsche an sonnigen Tagen auch im Freien trocknen. Das spart Energie. : Da beim Kochen fast immer Wasser erwärmt wird, kann der Energieverbrauch der verschiedenen Kochmethoden gut illustriert werden, indem man die zum Erhitzen von einem Liter Wasser bis zum Siedepunkt benötigte Energie misst und vergleicht. Wassersieden im Wasserkocher ist die umweltfreundlichste, günstigste und schnellste Methode. Im Oktober 1988 demonstrierte der damalige Bundesrat Ogi (im Bild) vor laufender Kamera, wie er energieefzient Eier kocht, und erhitzte lediglich ein Fingerbreit Wasser in einer Pfanne mit Deckel. Im mit Dampf gefüllten Behälter wird das Ei in der gleichen Zeit mit nur 0,1 Kilowattstunden Strom hart gekocht. Der Energieverbrauch ist somit dreimal niedriger als in einer voll mit Heisswasser gefüllten Pfanne. : Mit der Spülmaschine wird für den Abwasch deutlich weniger Energie verbraucht als für das Spülen von Hand – sofern man für den Vergleich einen Handabwasch unter iessendem Warmwasser annimmt. Ein aktueller Geschirrspüler der Effizienzklasse A+++ benötigt für einen Abwasch 0,7 bis 0,9 Kilowattstunden Strom.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der ökologische Fussabdruck misst den Verbrauch natürlicher Ressourcen und drückt die Fläche aus, die für die Produktion dieser Ressourcen notwendig wäre. Der ökologische Fussabdruck zeigt auf, welche Produktionsfläche erforderlich wäre, damit eine Region, ein Land oder die gesamte Menschheit die eigenen Bedürfnisse decken und die Abfälle neutralisieren kann. Der ökologische Fussabdruck erlaubt eine Aussage darüber, ob die Nutzung des Umweltkapitals nachhaltig ist oder nicht. Würde die ganze Menschheit auf so grossem Fuss leben wie die Schweizer, wären knapp drei Erden nötig. Das Ungleichgewicht zwischen dem ökologischen Fussabdruck der Schweiz und der weltweiten Biokapazität besteht seit Jahrzehnten. Dieser Konsum ist nur dank des Imports von natürlichen Ressourcen und der Übernutzung der globalen Güter wie etwa der Atmosphäre möglich.

Umfrage
Wie viele der Tipps befolgen Sie bereits?

Die meisten Industrieländer verbrauchen dem Bundesamt für Statistik zufolge mehr als zwei Planeten Erde. Der schweizerische Pro-Kopf-Fussabdruck liegt im Durchschnitt der westeuropäischen Länder. Katar, Luxemburg, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Mongolei, Bahrain, die USA, Kanada, Kuwait, Dänemark, Estland, Australien, Neuseeland und Bermuda haben über viermal mehr Ressourcen verbraucht, als weltweit an Biokapazität verfügbar ist. Einige Länder des indischen Subkontinents, Südostasiens und Afrikas hingegen verbrauchen weniger als einen Planeten Erde. Der Druck auf die natürlichen Ressourcen dürfte sich gemäss dem Bundesamt für Umwelt künftig noch verschärfen, da das Wirtschaftsvolumen und die Weltbevölkerung weiterwachsen werden.

In der obigen Bildstrecke gibt es zwölf Tipps, wie Sie im Alltag mit einfachen Massnahmen zum Klima- und Umweltschutz beitragen und Ihren ökologischen Fussabdruck verringern können. Nächste Woche geht es weiter mit Klimaschutz- und Energiespartipps rund um das Thema Wohnen.

(sts)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ironischer Fröögli am 13.08.2019 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso?

    werden bei all den Tipps grosse Verbraucher und CO2 Produzenten nicht erwähnt, nämlich unnötige Handy-Benutzung, Internet, Streaming, alle Server Farmen auf der Welt? wie steht es den mit unnötigen Zeitungsartikeln?

    einklappen einklappen
  • Querli am 14.08.2019 03:24 Report Diesen Beitrag melden

    Hysterie - es reicht langsam

    Angstmacherei. Mache mein mögliches, die Hysterie ändert gar nichts.

    einklappen einklappen
  • Clynt am 13.08.2019 22:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Theater

    Solange es die Erde gibt hat sich das Klima verändert! Solange Menschen verhungern mag ich diesen Gretas gar nicht zuhören! Alles künstlich aufgebauscht um von primären Problemen abzulenken!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Iten Walter am 17.08.2019 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    Witz

    Ich warte nur bis die grüne Partei eine Co2 Abgabe auf Zwiebeln einführen.

  • der seher am 17.08.2019 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Problemlösung

    Ich schlage eine einmalige, freiwillige Klimaspende vor. Der Vorteil wäre: Der Bund hätte genug Geld, alle Spender hätten ein reines Gewissen und als wichtigstes wäre das Weltklima gerettet und die Klimaerwärmung gestoppt. Ablasshandel würde man das dann nennen.

    • Betroffener Mensch am 17.08.2019 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @der seher

      Frage wurde bitte spenden oder mit Steuern schon jemals irgendetwas verändert wie Abschaffung der Sklaverei und so weiter nein nur Verbote können irgendetwas bewirken nicht Spenden und Steuern. Spenden und steuern kommen eh nie dort an wo sie gebraucht werden das verschwindet und versickert überall

    einklappen einklappen
  • Mensch am 17.08.2019 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Frage

    An die Die sich lustig machen über den Klimawandel denkt Ihr auch an eure Nachkommen?

    • Igel am 17.08.2019 14:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mensch

      Haben die Nachkommen, vor uns auch an Uns gedacht. Also unsere Urgrossväter und Grossväter gemeint?

    • Idi Ott am 17.08.2019 15:15 Report Diesen Beitrag melden

      Egos gab es immer

      Ich denke einige schon. allerdings wusste man vieles nicht so wie heute. Es gab auch noch nicht so viele Menschen auf der Erde. Was meinen sie und spielt es überhaupt eine Rolle?

    einklappen einklappen
  • Titi am 17.08.2019 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Mikrowelle

    Die Mikrowelle nimmt die Nährstoffe aus der Nahrung, die Strahlen sind ungesund! Dann lieber die Speisen kalt geniessen. Ansonsten alles super tipps!

  • Igel am 17.08.2019 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Weg

    Wenn ich noch mehr für Umwelt/ Klima Abgaben bezahlen muss, wandern meine Petflaschen, Batterien, Akkus, und Büchsen wieder im Abfallsack. Ganz klare Sache. Mein Protest wird sich so Outen. Solange grosse Länder sich wie die Säue, aufführen dürfen, und nur noch auf den kleinen herumgehackt wird, wegen einer Pubertierenden Göre bekommt ihr meine Rechnung. Ich habe so genug von dieser Kranken Hype. Bis jetzt alles Vorbildlich gemacht. Aber nur noch Knechten, nein Danke. Wie alle müssen wieder Aufstehen wie am Rütli. gegen diese Politikknechter. Der Gessler steckt im Parlament.