Energy Challenge

14. Juni 2019 10:06; Akt: 14.06.2019 14:32 Print

So viel CO2 lässt sich mit Homeoffice sparen

Gut für die Umwelt und die Motivation: Arbeiten Büroangestellte vermehrt von zu Hause aus, sinken die CO2-Emissionen und die Produktivität steigt.

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Kaffee trinken, Mails checken und bei schönem Wetter in die Badi? Mit diesem Vorurteil kämpfen Befürworter von Tele-Heimarbeit nach wie vor. Menschen, die ab und zu von zu Hause aus arbeiten können, sind jedoch produktiver, wie zahlreiche Untersuchungen belegen. In der Schweiz ist Homeoffice im Gegensatz zum angelsächsischen Raum in vielen Firmen noch nicht so stark verankert.

Umfrage
Arbeiten Sie im Homeoffice?

Dennoch hat sich zwischen 2001 und 2018 gemäss dem Bundesamt für Statistik die Zahl der Erwerbstätigen, die zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiten, mehr als vervierfacht und ist von 250'000 auf über eine Million Angestellte und Selbstständigerwerbende angestiegen. Die Zahl der Personen, die während 50 Prozent der Arbeitszeit oder mehr Tele-Heimarbeit leisten, steigerte sich von rund 30 000 im Jahr 2001 auf zurzeit 138'000 Personen.

Wann macht es Sinn, von zu Hause aus zu arbeiten?

Es könnten jedoch noch mehr Büroangestellte mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause aus arbeiten: Projektbezogene Arbeit, bei der nur wenige persönliche Interaktionen mit den Teamkollegen notwendig sind, und Arbeiten, für deren Erledigung höchste Konzentration notwendig ist, können im Homeoffice öfters effizienter erledigt werden.

Würden zusätzlich 450'000 Berufstätige in der Schweiz einmal pro Woche im Homeoffice statt im Büro arbeiten, müssten sie auf diese Weise laut einer Berechnung der Klimaschutzstiftung My Climate wöchentlich rund 4,5 Millionen Kilometer weniger mit dem Auto und 2,6 Millionen Kilometer weniger im öffentlichen Verkehr zurücklegen. Insgesamt könnten so jede Woche 1400 Tonnen CO2 gespart werden. Bei durchschnittlich gut 47 Arbeitswochen pro Jahr würde die jährliche Ersparnis knapp 67'000 Tonnen CO2 entsprechen. Die Zahlen wurden 2010 berechnet. Da die Arbeitswege der Schweizer tendenziell immer länger werden, dürfte das Einsparungspotenzial zurzeit also noch grösser sein.

Arbeitszufriedenheit und Motivation steigern sich

Die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, senkt nicht nur die schweizweiten CO2-Emissionen und spart Energie, sondern erhöht auch die Arbeitszufriedenheit und Motivation der Angestellten. Sie werden weniger abgelenkt durch redselige Kollegen oder lautstarke Telefongespräche des Büronachbarn, es muss kein Dresscode befolgt werden und der oftmals als Belastung empfundene Arbeitsweg entfällt.

(sts)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • PeterU am 14.06.2019 12:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wäre eine gute Sache wen....

    Uns wurde in der Abteilung Homeoffice versprochen. Eine gute Sache, die Leute sind produktiver und motivierter. Nach gut 3 Monaten wollte sich ein junger Interimschef profilieren und hat Homeoffice verboten. Jetzt hat er einen Haufen demotivierte Mitarbeiter. Das macht aber nichts, hauptsache der junge Chef konnte sich profilieren.

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  • bf am 14.06.2019 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja der öv

    dr hinweis man könne ÖV km einsparen und dadurch CO2 ist gelinde ausgedrückt gaga !!! der ÖV muss fahren , da gibt es einen fahrplan ! und rs interessiert nicht ob das tram , der bus oder der zug leer oder voll ist !

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  • Laura am 15.06.2019 23:31 Report Diesen Beitrag melden

    Es muss etwas geschehen

    Homeoffis ist gut, aber das löst das Problem nicht Warum will der Bundesrat eine 10 Millionen Schweiz? Die Schweiz ist zu klein für so viele Menschen.Züge sind überfüllt, Strassen verstopft. Viele Leute könnten wieder in ihre Heimat zurück kehren.Es wird immer enger in unserer kleinen Schweiz,doch der Bundesrat kümmert sich nicht.Er müsste sich doch um unsere Leute und um unser Land kümmern.Warum intressiert er sich nicht?Das alles macht nicht nur mir angst.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aussendienstlerin am 17.06.2019 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    100% HomeOffice

    Ich arbeite seit 1 Jahr 100% von zu Hause aus. Das Beste was mir je passieren konnte. Aufgrund meines Aussendienst-Jobs geht dabei auch das Zwischenmenschliche nicht verloren und ich bin viel effizienter beim Administrativen.

  • Laura am 15.06.2019 23:31 Report Diesen Beitrag melden

    Es muss etwas geschehen

    Homeoffis ist gut, aber das löst das Problem nicht Warum will der Bundesrat eine 10 Millionen Schweiz? Die Schweiz ist zu klein für so viele Menschen.Züge sind überfüllt, Strassen verstopft. Viele Leute könnten wieder in ihre Heimat zurück kehren.Es wird immer enger in unserer kleinen Schweiz,doch der Bundesrat kümmert sich nicht.Er müsste sich doch um unsere Leute und um unser Land kümmern.Warum intressiert er sich nicht?Das alles macht nicht nur mir angst.

  • Jupiter82 am 15.06.2019 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Home Office ist ein Witz

    Home Office schont die nerven der anderen richtigen Mitarbeiter, die richtig arbeiten. Dann werden sie nicht von denen zugelabert

    • max62 am 18.06.2019 09:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jupiter82

      Besser kann man es mit wenigen Worten garnicht ausdrücken.

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  • Globichöpf am 15.06.2019 20:04 Report Diesen Beitrag melden

    Option fehlt

    Es fehlt die Option: "Ja, ich arbeite im Homeoffice" in der Umfrage!

    • Plauderi am 18.06.2019 09:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Globichöpf

      Fehlt, weil es das nicht gibt, Homeoffice und auch noch arbeiten.

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  • CO2 Braucht es am 15.06.2019 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn

    Hört auf mit dieser CO2 Angstmache bitte! Ist alles nur Geldmacherei. Die neusten Auswertungen zeigen, dass die Gletscher in Grönland wieder mächtig zulegen. Wir können dieses Jahr auch nicht von warm oder heiss reden. Viel zu kalt war es bis jetzt. Also, alles nur Propaganda, damit wieder Geld in die Kassen fliesst und der normale Bürger kann ein Teil von seinem schwer verdienten Geld abliefern an die Institutionen. Hat jemand schon mal sein Flugticket genau betrachtet? Unglaublich was da an CO2 Abgaben verrechnet werden!

    • hemmli am 15.06.2019 19:47 Report Diesen Beitrag melden

      Sie wollen

      nur nicht zugeben dass wie hier wieder vereisen. Wie auch schon mal. Wir haben Juni und ich habe gerade an einem Tag ein Kurzärmliges Shirt getragen. Sonst nur langarm. Ich bin erkältet. Viel zu kalt!

    • Noch Fragen? am 15.06.2019 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @CO2 Braucht es

      Also 0,038 Prozent CO2 sind in der Luft; davon produziert die Natur 96 Prozent, den Rest, also vier Prozent, der Mensch. Das sind dann vier Prozent von 0,038 Prozent also 0,00152 Prozent. Der Anteil Deutschlands hieran ist 3,1 Prozent. Damit beeinflusst Deutschland 0,0004712 Prozent des CO2 in der Luft und die Schweiz 1/10 davon.

    • Fredy Roth am 16.06.2019 00:27 Report Diesen Beitrag melden

      CO2 schadet nicht!

      Abgesehen davon, dass CO2 physikalisch nachgewiesen keinen Einfluss auf das Klima hat!

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