Energy Challenge

16. Mai 2019 10:47; Akt: 18.05.2019 14:03 Print

So viele Ressourcen verbrauchen Schweizer

Würden alle Länder Naturgüter so stark übernutzen wie die Schweiz, wären knapp drei Erden notwendig.

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Die meisten Industrieländer verbrauchen dem Bundesamt für Statistik zufolge mehr als zwei Planeten Erde. Der ökologische Fussabdruck misst den Verbrauch natürlicher Ressourcen und drückt die Fläche aus, die für die Produktion dieser Ressourcen notwendig wäre. Der ökologische Fussabdruck zeigt auf, welche ökologische Produktionsfläche erforderlich wäre, damit eine Region, ein Land oder die gesamte Menschheit die eigenen Bedürfnisse decken und die Abfälle neutralisieren kann. Der ökologische Fussabdruck erlaubt eine Aussage darüber, ob die Nutzung des Umweltkapitals nachhaltig ist oder nicht.

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Würde die ganze Menschheit auf so grossem Fuss leben wie die Schweizer, wären knapp drei Erden nötig. Das Ungleichgewicht zwischen dem ökologischen Fussabdruck der Schweiz und der weltweiten Biokapazität besteht seit Jahrzehnten. Dieser Konsum ist nur dank des Imports von natürlichen Ressourcen und der Übernutzung der globalen Güter wie etwa der Atmosphäre möglich.

Wie schneidet die Schweiz im internationalen Vergleich ab?

Der Verbrauch fossiler Energie macht fast drei Viertel des ökologischen Fussabdrucks der Schweiz aus. Dieser Anteil ist in den vergangenen Jahrzehnten ausserdem am stärksten gewachsen. Mit rund 25 Prozent des gesamten Fussabdrucks stellt auch unser Bedarf an Ackerland, Wald und Naturwiesen einen wichtigen Anteil dar.

Der schweizerische Pro-Kopf-Fussabdruck liegt im Durchschnitt der westeuropäischen Länder. Katar, Luxemburg, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Mongolei, Bahrain, die Vereinigten Staaten, Kanada, Kuwait, Dänemark, Estland, Australien, Neuseeland und Bermuda haben über viermal mehr Ressourcen verbraucht als weltweit an Biokapazität verfügbar ist. Die Länder des indischen Subkontinents, Südostasiens und Afrikas hingegen verbrauchen weniger als einen Planeten Erde. Der Druck auf die natürlichen Ressourcen dürfte sich gemäss dem Bundesamt für Umwelt künftig noch verschärfen, da das Wirtschaftsvolumen und die Weltbevölkerung weiter wachsen werden.

So berechnet sich der ökologische Fussabdruck

Im aktualisierten Footprint-Rechner wird neu nach jeder Antwort der CO2-Ausstoss in 35-Liter Abfallsäcken angezeigt. Wer bei der ersten Frage nach dem Anteil saisonaler Produkte beim Früchte- und Gemüsekauf beispielsweise die Antwort «etwa drei Viertel» auswählt, sieht gleich, dass so pro Jahr 0,15 Tonnen CO2-Äquivalente zum persönlichen CO2-Fussabdruck dazukommen. Dies wären sieben Abfallsäcke mit je 35 Litern CO2. Wer «sozusagen nie» Lebensmittel wegwerfen muss, darf wieder sieben Müllsäcke voller CO2 vom persönlichen Fussabdruck abziehen. Nach der Beantwortung aller Fragen rund um die Themen Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum ist ersichtlich, wie viele Tonnen CO2-Äquivalente durch den Lebensstil entstehen.

«Durchschnittlich produzieren wir pro Person und Tag so viel CO2, wie 600 mit den Emissionen gefüllte Abfallsäcke fassen. In einer nachhaltigen und grünen Gesellschaft beträgt unser Budget aber nur 30 Säcke pro Kopf und Tag – also 20-mal weniger, als wir gegenwärtig verursachen», schreibt WWF Schweiz in einer Medienmitteilung im Mai dieses Jahres.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Captain Hindsight am 16.05.2019 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz oder Schweizer?

    Mich würde interesdieren, wieviel die heimische Bevölkerung davon verbraucht und wie viel die Grossfirmen und Zugezogenen.

    einklappen einklappen
  • Greg am 16.05.2019 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da hat wieder

    einmal einer auf Kosten der Steuerzahler viel Zeit verbraucht.

    einklappen einklappen
  • Marco Schüssler am 17.05.2019 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin ja so schlecht

    Ja was soll ich noch machen? Ich fahre Velo, fliege 1x in Zwei Jahren, ich esse sehr wenig Fleisch, kaufe nichts im Internet das zu mir geliefert werden muss, mein Handy ist jetzt 4 Jahre alt, meine Kleider waren sehr teuer da die meisten nicht im Ausland produziert wurden, ich benutze kein Plastik wenn es geht, Gehe immer mit meiner Stofftasche einkaufen, Recycle alles, kaufe oft Occasion, probiere Dinge zu reparieren, lösche immer das Licht und drehe die Heizung nicht voll auf. Was soll ich noch machen? Was wollt ihr eigentlich noch mehr? Soll ich sterben damit meine Leiche den Boden nährt?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heris4 am 18.05.2019 00:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CO2 Betrug

    Habe nichts gegen Umweltschutz aber CO2 ist kein giftiges Treibhausgas sondern ein lebenswichtiger Baustoff für unsere Pflanzen. Ideal währen ca. 1000ppm. In den letzten ca.20 Jahren ist das CO2 stark gestiegen und die Temp. eher leicht gefallen. Wir haben keinen Klima-Notstand sondern einen Schwachsinn- Notstand bei unseren Politiker und beim IPCC. Mit dem CO2 Betrug kann man Miliarden verdienen. Nach der CO2-Steuer kommt dann noch die Sauerstoffsteuer.

  • Marco Schüssler am 17.05.2019 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin ja so schlecht

    Ja was soll ich noch machen? Ich fahre Velo, fliege 1x in Zwei Jahren, ich esse sehr wenig Fleisch, kaufe nichts im Internet das zu mir geliefert werden muss, mein Handy ist jetzt 4 Jahre alt, meine Kleider waren sehr teuer da die meisten nicht im Ausland produziert wurden, ich benutze kein Plastik wenn es geht, Gehe immer mit meiner Stofftasche einkaufen, Recycle alles, kaufe oft Occasion, probiere Dinge zu reparieren, lösche immer das Licht und drehe die Heizung nicht voll auf. Was soll ich noch machen? Was wollt ihr eigentlich noch mehr? Soll ich sterben damit meine Leiche den Boden nährt?

  • PJ am 17.05.2019 23:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umdenken und aber auch Handeln gefragt

    All diese Studien sind für die Katz!!! Wir ALLE verbrauchen zu viele Ressourcen. Und viel zu viele Ressourcen verbrauchen wir absolut unnötig.. Ist mittlerweile jedem Kind klar. Doch die Wirtschaft und die Grosskonzerne zwingen uns dazu. Der Konsument muss ja z.b eine neue Waschmaschine kaufen, weil die Reparatur mehr kostet als ein neues Gerät.. Dann der Verpackungswahnsinn.. Etc etc.. Entweder, wir ziehen GLOBAL an einem Strang, oder aber es hat eh keinen Sinn

  • H. Meier am 17.05.2019 23:31 Report Diesen Beitrag melden

    Statistik = Basis = mögliche Lüge

    Die kleine Schweiz. An den Haaren hingezogen. Bitte die Statistik auf Städte, die, die selben oder mehr Einwohner haben beziehen. Mit dessen Umfeld eingerechnet in der Grösse der Schweiz, sieht es viel schrecklicher aus. Problem = Zu viele Einwohner, weltweit.

  • Roman am 17.05.2019 23:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dank an die Linken und Grünen

    Es ist mir schon klar, dass die Schweiz mehr Energie verbraucht als sie selber produzieren kann und sogar viel importieren muss. Die Schweiz ist auch überbevölkert, was wir unseren Grünen und Linken zu verdanken haben, jene Personen, die eine massive Reduktion vom Verbrauch der nicht erneuerbaren Energien verlangen. Was für ein Wiederspruch! Hundertausende Wirtschaftsmigranten in unser Land lassen, gleichzeitig eine massive Reduktion der nicht erneuerbaren Energie zu fordern! Logisches Denken ist wohl nicht jedermanns Sache!