Energy Challenge

06. April 2016 16:59; Akt: 06.04.2016 18:52 Print

Strom sparen mit Stress und Shaqiri

Der Bund lanciert eine Energiesparoffensive: Promis wie Stress, Bertrand Piccard oder Xherdan Shaqiri sollen die Schweiz auf Effizienz trimmen.

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Mit einer schweizweiten Kampagne will der Bund die Bevölkerung zum Energiesparen anhalten. Ziel der Aktion Energy Challenge 2016 ist, «der Bevölkerung aufzuzeigen, welches Potenzial in der Ressource Energie steckt und wie dieses aktiver genutzt werden kann», teilt das Bundesamt mit. Dazu setzen die Initianten des Programms Energie Schweiz auf prominente Botschafter: Fussballer Xherdan Shaqiri, Musiker Stress und Energie-Pionier Bertrand Piccard sollen die Notwendigkeit einer energieeffizienten Lebensweise aufzeigen.

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Herzstück der Kampagne ist eine App, mit der die Verbraucher einfache Energiespartipps für den Alltag erhalten oder ihr persönliches Energieverhalten auswerten können. «Mit Spass kann man mehr erreichen als durch öde Verordnungen und Gesetzesfutter», betonte Bundesrätin Doris Leuthard am Mittwoch an der Pressekonferenz. So könnten auch Junge erreicht werden, die Energieverschwendung momentan nicht als ihr dringendstes Problem betrachteten.

«Es genügt nicht, das Thema nur cool aussehen zu lassen»

Musiker Stress pflichtet der Bundesrätin bei, gibt jedoch gegenüber 20 Minuten zu bedenken: «Es darf nicht nur eine Veränderung stattfinden, wenn wir es schaffen das Thema cool aussehen zu lassen.» Trotzdem könne es helfen, mit einer App die Thematik einem jungen Publikum verständlicher zu machen. «Als bekannte Person kann ich mit meinem Namen für das Thema mehr Aufmerksamkeit generieren.» In der App können die Nutzer beispielsweise ihr Energieprofil mit jenem der Promis vergleichen.

«Mir gefällt an dieser Aktion, dass nicht mit erhobenem Zeigefinger gemahnt wird, sondern vielmehr zeigt, dass jeder einen Beitrag leisten kann», sagt Fussballer Xherdan Shaqiri, der ebenfalls als Energie-Botschafter amtet. Er gibt jedoch zu: «Ich möchte mich in Zukunft weiter verbessern und künftig mehr Energie sparen, ich möchte ein Vorbild für die Jungen sein.»

Erstes energieneutrales Konzert der Schweiz

Je mehr Personen die Tipps umsetzen, desto mehr Energie wird auf einem virtuellen Konto in der App gesammelt. Die so gesparte Energie soll Anfang Oktober ausreichen, um das «grösste energieneutrale Konzert der Schweiz» mit Stress auf dem Bundesplatz durchzuführen. Einen Anreiz, dass die Energietipps dafür auch umgesetzt werden, will die Kampagne durch Bonusprogramme in Zusammenarbeit mit Partnerfirmen schaffen.

Zudem kann an Veranstaltungen in der ganzen Schweiz – so genannten Roadshows, die ab Juni stattfinden – weitere Energie erspielt werden. Dies soll in insgesamt neun Städten – darunter etwa Zürich, Basel, Locarno und Montreux – geschehen, wobei es laut den Initianten einen Wettkampf zwischen den Städten gibt. Eine erste Demonstration der Veranstaltungen in den Städten wollen die Energie-Experten des Bundes Ende April am Zürcher Hauptbahnhof geben: Dort installieren sie eine sogenannte Wohnbox und dreissig E-Bikes. In der Box wollen dann Stress oder Shaqiri duschen oder Kaffee kochen – der Haken: Das funktioniert nur, wenn die Besucher dafür auf den Elektro-Fahrrädern strampeln.

Als Medienpartner der «Energy Challenge 2016» beleuchtet 20 Minuten den Themenschwerpunkt Energie im nächsten halben Jahr mit Grafiken, Reportagen, Interviews und einem täglichen Energietipp.

(pam/sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erik Schiegg am 06.04.2016 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Und beide haben einen Tagesverbrauch

    von ungefähr 20'000 Watt, wenn man alles, Berufs- und Privatleben, mit einberechnet. So ein Nati- oder Bundesratsjet fliegt halt nicht mit wiederaufladbaren Batterien...

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  • t.z. am 06.04.2016 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich spare strom

    in dem ich den tv ausschalte sobald ich einen von den beiden sehe.

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  • Erik Schiegg am 06.04.2016 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Bis man 50% Strom gespart hat

    sind die Stromkosten mit Leitungskosten, Energieumlage, Wasserabgabe etc. um 200% gestiegen. Strom ist nicht mehr teuer. Wir verbrauchen weniger. Aber die Rechnung steigt trotzdem wie vom Aff bisse. Und dazu lerne ich gerade, dass man mit Energiesparlampen gar kein Strom spart, da bei der Herstellung viel mehr verbraucht wird. Dazu brennen die Dinger viel weniger lang als angeschrieben. Haben Sie schon einmal die offiziellen Entsorgungsvorschriften der EU für eine zerbrochene Energiesparlampe gelesen? Eigentlich muss man das Haus für 48 Stunden räumen und mit Schutzanzug und und...

Die neusten Leser-Kommentare

  • lalala am 07.04.2016 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strom sparen

    Ich habe einfach mühe mit Stress. Er will immer und überall dabei sein. Ich brauche seine Komentare nicht.

    • Toni K. am 07.04.2016 16:17 Report Diesen Beitrag melden

      Sie werden es zu spät merken

      Geht mir auch so , ich war ein Fan von Polo Hofer bis er beim UNO Beitritt mit dem Bundesrat auftauchte . Ich hab seither keine CD mehr gekauft . Diese Leute sind nur noch peinlich und sind Treue Soldaten für die neue Weltordnung .

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  • Melanie am 07.04.2016 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nervige Oekos

    Wir haben keine Stromlücken in der Schweiz.Diese Oekos nerven nur noch.

  • Mutter am 07.04.2016 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sparsam

    Keine(r) von den 3 hat eine ahnung was sparen heisst

  • Sportfan am 07.04.2016 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kann den nicht mehr sehen.

    Was soll eigentlich dieser Hype um Shaqiri? Ein NoName im internationalem Fussball wird hier wie ein Weltstar promotet! Wie tief ist die Schweiz eigentlich gesunken dass es keine bessere Werbeträger gibt? Seine sportlichen Leistungen genügen definitiv nicht für solche Aufmerksamkeit. Bedauerlich..

  • Peter Rust am 07.04.2016 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Der Bund hat zu viel Geld

    Unglaublich die beiden Tiefflieger zu sponsern.