Energy Challenge

23. August 2019 09:29; Akt: 23.08.2019 09:29 Print

Verändern diese Projekte die Welt?

Hier gibt es einen Einblick in spannende Innovationen rund um Solarenergie, umweltschonende Ernährung und die Reduktion von CO2-Emissionen

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Zu den wichtigsten Waffen im Kampf gegen den Klimawandel gehören die Förderung von erneuerbaren Energien, ein Umdenken in der weltweiten Nahrungsindustrie sowie die Reduktion von Treibhausgasen in der Atmosphäre. Nachfolgend werden drei Projekte vorgestellt, die das Potenzial haben, den Klimawandel aufzuhalten.

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Smartflower: Die Sonne ist eine unerschöpfliche Energiequelle und die Nutzung der Kraft des Himmelskörpers mittels Photovoltaik-Modulen oder Sonnenkollektoren schafft eine Unabhängigkeit von externen Stromanbietern. Wie alle erneuerbaren Energieformen ist Solarenergie deutlich umwelt- und klimaschonender als fossile Brennstoffe. Das Bundesamt für Energie schätzt das Produktionspotenzial auf Schweizer Dächern und Fassaden auf 67 Terawattstunden pro Jahr. Dies bedeutet, dass eine 40-mal höhere Solarstromproduktion als heute möglich wäre. Mietern sind in Bezug auf Solaranlagen vielfach die Hände gebunden, da die Installation von Photovoltaik-Modulen oder Sonnenkollektoren die Entscheidung des Hausbesitzers ist. Auch auf historisch bedeutenden Bauten können oftmals keine Solaranlagen installiert werden. Das österreichische Start-up Smartflower entwickelte die gleichnamige mobile Solaranlage in Form einer Blume, die neben Gebäuden aufgestellt wird. Je nach Sonneneinstrahlung positioniert sich die Smartflower so, dass möglichst viel Energie produziert werden kann. Sensoren überwachen das Wetter, und bei starkem Wind sowie nach Sonnenuntergang faltet sich die Blume zusammen. Nicht nur das Aufstellen der mobilen Solaranlage, sondern auch die Reinigung derselben ist einfach: Integrierte Bürsten reinigen die Smartflower automatisch von Ablagerungen.

Eaternity: Ein Drittel der konsumbedingten Umweltbelastungen in Europa wird laut WWF durch die Ernährung verursacht. Die Produktion macht den Hauptanteil aus. Verpackung, Transport, Lagerung, Zubereitung und Entsorgung fallen in der Regel deutlich weniger ins Gewicht. Besonders umweltbelastend ist die Tierhaltung: Sie ist sehr ressourcenintensiv und verursacht signifikant mehr Treibhausgas-Emissionen als der Anbau von pflanzlichen Nahrungsmitteln. Tierische Proteine sind gemäss WWF im Schnitt für die Hälfte der ernährungsbedingten Umweltbelastungen verantwortlich. Es ist allerdings schwierig, die graue Energie oder die Umweltbilanz von Lebensmitteln mit einer genauen Kennzahl anzugeben. Für die Berechnung von Umweltaspekten auf dem gesamten Lebensweg werden oft sehr viele Zahlen und Informationen benötigt, die nicht auf der Packung stehen und nur schwer zurückverfolgt werden können. Das Start-up Eaternity will Grossverbrauchern einen Anhaltspunkt bieten. Mithilfe der Eaternity-App können Kantinen und Restaurants die Ökobilanz ihrer Menüs sowie die bei der Herstellung verursachten CO2-Emissionen berechnen. Zudem wird der Wasserverbrauch angegeben und der Faktor des Tierwohls berücksichtigt.

Climeworks: 195 Länder – darunter auch die Schweiz – haben 2015 das Pariser Abkommen unterzeichnet. Es zielt darauf ab, gemeinsam Treibhausgasemissionen zu senken und die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Im Rahmen dieses Abkommens hat sich die Schweiz verpflichtet, ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 50 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Das Zürcher Start-up Climeworks hat eine Lösung entwickelt, wie der Kohlendioxid-Anteil in der Atmosphäre reduziert werden kann: CO2 wird aus der Umgebungsluft herausgefiltert, anschliessend abgeschieden und für industrielle Zwecke verwendet.

Kennen Sie ebenfalls innovative Projekte, die zum Energiesparen und Umweltschutz beitragen? Erzählen Sie uns in den Kommentaren davon.

(sts)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MG am 23.08.2019 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schutz

    Überall den Urwald besser Schützen und Ilegal gewonnene Flächen wieder Aufforsten. Ev. müsste man Brasilien Boykottieren oder Sanktionen ergreiffen.

  • Fix the problem am 23.08.2019 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hätten schon lange eine Lösung auf der Erde

    Wasserstoff ist der Schlüssel zum Erfolg. Gibt es mehr als genug und man könnte diese Energie in allen Bereiche nutzen. Ist halt weniger profitabel wie das Öl

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  • Herjemine am 23.08.2019 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach Gott gibt mir die Kraft

    Es ist inzwischen sogar eine richtige Challenge diesem ganzen PR-Klima-Geschreibsel zu entgehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rudi am 26.08.2019 09:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Challenge

    Was darf man dann noch essen? Dann hat man schon ein schlechtes gewissen, wenn man Hunger hat! In Filmserien gibt's doch genug Ansätze, sich mal sowas zu erfinden! Essen aus einem Apperat, der aus Aromen oder irgendwelchen Elementen auf Befehl Essen und Trinken herstellt! Wäre was doch für die Grünen, hier anzusetzen! Und dann die Befölkerung! Jeder nur ein Kind, biss man das Klima in den Griff bekommt. Und dann alle Glaubensrichtungen abschaffen! Das und noch viel mehr!

  • Peter am 24.08.2019 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Lösung

    Unsere Klimaprobleme (wenn es denn solche sind oder ist es doch Klimapopolisnus?) werden erst gelöst sein, wenn: 1. Der Fluxkompensator erfunden oder 2. Weltweit die Einkind Politik eingeführt ist

  • M.h. am 24.08.2019 20:20 Report Diesen Beitrag melden

    Klima ist nicht das einzige

    Und wann lernen all diese Grünen, dass wir keine grüne Energie haben sondern nur grünere Energie? Solarzellen haben ihren Einfluss auf die Umwelt und brauchen bei der Herstellung immer noch zuviel Energie

  • Ava am 24.08.2019 18:09 Report Diesen Beitrag melden

    ........

    Aufhören mit dem Klimagblödsinn und sich um die Umwelt kümmern. Damit wäre dem Planeten mehr gedient.

  • Peter Fidler am 24.08.2019 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Projekt Nr. 4

    Da wäre noch ein Projekt, das wohl am wirkungsvollsten wäre: nicht mehr so viele Kinder in die Welt setzen, weltweit! Ich weiss: utopisch. Na dann halt .