Energy Challenge

27. September 2019 15:43; Akt: 17.10.2019 10:59 Print

Was Sie beim Heizen beachten müssen

In der Schweiz wird am meisten Energie für Raumwärme verbraucht. Hier gibt es Tipps, wie Sie die Heizkosten senken können.

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Die richtige Temperatur für Wohnräume beträgt laut Mieter- und Eigentümerverbänden 20 Grad Celsius. Die Stellung 3 an Heizkörperthermostaten entspricht etwa einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Was halten Schweizer von erneuerbaren Energien? Unternimmt die Schweiz genug, um dem Klimawandel entgegenzuwirken? Wie sollen wir unsere CO2-Emissionen reduzieren? Der Lehrstuhl für das Management erneuerbarer Energien der Universität St. Gallen geht diesen Fragen in Kooperation mit Raiffeisen Schweiz und Energie Schweiz nach und fasst die Ergebnisse jeweils im Kundenbarometer erneuerbare Energien zusammen. Seit 2011 untersucht das Kundenbarometer mithilfe einer repräsentativen Befragung jährlich die Präferenzen der Schweizer Bevölkerung in Energiefragen. Es zeigt, was Schweizer über erneuerbare Energien denken und wie sie diese nutzen.

Umfrage
Welche Temperatur herrscht im Herbst und Winter in Ihrem Schlafzimmer?

Bei der diesjährigen Befragung gaben 37 Prozent der Haus- und Wohnungseigentümer an, in den nächsten Jahren die Energieeffizienz ihres Hauses oder ihrer Wohnung verbessern zu wollen. Grosses Verbesserungspotenzial bietet sich beim Heizen: Der inländische Gesamtverbrauch wird in der Schweiz fast jedes Jahr durch den Verwendungszweck Raumwärme dominiert. «Nach einer Anfangsinvestition lässt sich mit einer Energiesanierung aufgrund tieferer Heizkosten mittelfristig Geld sparen», sagte Christian Hofer, Leiter Corporate Social Responsability (CSR) bei Raiffeisen Schweiz, anlässlich der Präsentation des Kundenbarometers 2019 in Bern.

In Wohnräumen sollte es ungefähr 20 Grad Celsius warm sein

In einem Schweizer Durchschnittshaushalt sind etwa 60 Prozent des Energieverbrauchs auf das Heizen zurückzuführen. Wird die Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius gesenkt, können rund sechs Prozent an Heizenergie und -kosten eingespart werden. Die richtige Temperatur für Wohnräume beträgt laut Mieter- und Eigentümerverbänden 20 Grad Celsius. Die Stellung 3 an Heizkörperthermostaten entspricht etwa einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius. Im Badezimmer ist eine höhere Temperatur und Einstellung 5 bis 6 empfehlenswert. In nicht benutzten Räumen wie leerstehenden Gästezimmern, ehemaligen Kinderzimmern oder Abstellräumen sollte der Thermostat auf das Sternchen «*» gestellt werden.

Neben der korrekten Temperatureinstellung sollten an der Heizungssteuerung zudem die Ein- und Ausschaltzeiten der Heizung festgelegt werden. In der Regel kann die Heizung bis zu zwei Stunden vor Nutzungsende ausgeschaltet werden. Umgekehrt sollte sie ein bis zwei Stunden vor Nutzungsbeginn starten, so dass sich die Räume wieder aufheizen können. Eine Reduktion der Heizleistung während der Nacht lohnt sich – auch für Fussbodenheizungen.

Mit der richtigen Wärmedämmung geht weniger Heizenergie verloren

Gute Gebäudeisolationen und Dämmungen sind zentral, um Energieverluste beim Heizen zu vermeiden: «Mit einer qualitativ hochstehenden Wärmedämmung lassen sich bis zu 70 Prozent des Heizbedarfs sparen. Somit ist die Wärmedämmung nach einer bis zwei Heizperioden ökologisch amortisiert», erklärt Roland Altwegg, Experte im Bereich Wohnen bei Raiffeisen Schweiz. Die Dämmung kann bei Aussenwänden, Dächern, Böden, Decken, Trennwänden oder bei technischen Installationen erfolgen.

(sts)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Benno am 27.09.2019 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witz des Jahrhunderts

    Steht im Titel: Heizkosten sparen? Ist wohl Witz des Jahrhunderts, wenn die Politik die Heizbrennstoffe verteufelt und massiv verteuert und alles daran setzt, dass das Heizen nur noch mit Elektrizität salon-fähig ist. Saniert man trotzdem das Haus energetisch (Isolieren, und Radiatoren durch Fussbodenheizug ersetzen), so spare ich tatsächlich Energie, aber nicht Kosten! Wieso? Das Haus wird nach der Sanierung von den Steuerbehörden neu eingeschätzt mit dem Ergebniss, dass der Eigenmietwert massiv steigt. Diese Steuererhöhungen sind grösser als die Einsparungen der Heizkosten

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  • Charles Barkley am 27.09.2019 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu kalt

    20 Grad? Im Schlafzimmer ja, aber bestimmt nicht im Wohnzimmer. Zum Glück darf ich meinen vier Wänden noch selber entscheiden, wie ich heize.

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  • Sara am 27.09.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    alle Jahre wieder

    .. liest und hört man dieses Thema. Und alle Jahre wieder wird gesagt, dass während der Heizperiode bitte keine Kippfenster offen gelassen werden sollen wegen dem hohen Energieverlust, sondern mehrmals pro Tag querlüften. Und jeden Winter sieht man x offene Kippfenster, was mich sehr ärgert. Individuelle Heizkostenabrechnungen würden davielleicht helfen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gerry am 17.10.2019 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen für wen denn?

    Ich zahlte überteuerte Heizkosten. Schlichtungsstelle und Gericht hatten es gemerkt, dass ich es herausgefunden hatte. Das Gericht entschied sich doch für den Heizungsanbieter. Für was braucht es da noch Mieterverbände. Die Schweiz ist nur noch ein haufen voller Mafiosi. Alles wird teurer und kann man es nicht mehr bezahlen ist man noch selber Schuld. Dass ist die Beachtung die man am Schluss erhält.

  • Ganjaflash am 17.10.2019 05:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Igel am 17.10.2019 04:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hinterletzte

    Was für ein Witz, ein Haus elektrisch Ökologisch zu betreiben. Ein Freund von mir hatte ein neues Haus gekauft. Mit Elektrobodenheizung, nun sollte vor ca Zehn Jahren die Heizung ersetzt werden. Es wurde Ihm verboten. Er musste alles, auf Öl Ausbauen. Das wurde gestattet. Und jetzt kommen die Klimaaktivisten mit Streik und Heisser Bla bla Luft. Machen Alle Verrückt, und in Ländern wo es am meisten Nötig wäre passiert gar nichts. Da werden sogar noch mehr Regenwälder abgeholzt und die kl. CH und Andere schauen einfach zu. Aber bei uns Herumgröölen das ist OK.

  • Familie Madera am 17.10.2019 02:57 Report Diesen Beitrag melden

    Weil die menschliche Kälte zu gross ist

    Wollen wir es wenigstens körperlich genug warm haben.

  • Tropennacht am 17.10.2019 02:40 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist schön warm

    in meiner Wohnung.