Energy Challenge

12. Juli 2019 17:00; Akt: 12.07.2019 18:56 Print

Wie viel CO2 wird durch Ihre Reise verursacht?

Die Umweltbelastungen von Reisen unterscheiden sich je nach Transportmittel massiv. Hier gibt es einen Vergleich.

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Ein Grossteil der Reiseziele in der Nähe ist auch bequem mit dem Zug erreichbar, was deutlich besser für die Umwelt ist als ein Flug oder eine Autofahrt. Nachfolgend werden die Transportmittel Flugzeug, Zug und Auto in Bezug auf ihren CO2-Ausstoss verglichen. Ab Zürich: 189 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 202 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 12 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Basel: 179 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 200 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 11 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Genf: 185 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 213 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 12 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Zürich: 145 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 129 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 8 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Basel: 133 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 112 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 7 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Genf: 135 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 116 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 7 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Zürich: 174 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 180 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 10 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Basel: 178 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 185 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 11 Kilogramm CO2 Ab Genf: 207 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 238 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 14 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Zürich: 162 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 159 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 10 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Basel: 173 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 176 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 10 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Genf: 196 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 219 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 13 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Zürich: 179 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 183 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 10 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Basel: 187 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 195 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 11 Kilogramm CO2 mit dem Zug Ab Genf: 179 Kilogramm CO2 mit dem Flugzeug, 191 Kilogramm CO2 mit dem Auto, 11 Kilogramm CO2 mit dem Zug

Zum Thema
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Um dem Klimawandel und seinen Auswirkungen zu begegnen, haben 195 Länder – darunter auch die Schweiz – im Jahr 2015 das Pariser Abkommen unterzeichnet. Es zielt darauf ab, gemeinsam Treibhausgasemissionen zu senken und die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Im Rahmen dieses Abkommens hat sich die Schweiz verpflichtet, ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 50 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

Umfrage
Welches ist Ihr Haupttransportmittel während der Sommerferien?

Dem Bundesamt für Umwelt zufolge verursachen Schweizer jedes Jahr CO2-Ausstösse von 4.5 Tonnen pro Kopf. Dabei ist der internationale Flugverkehr nicht eingerechnet. Insbesondere während der Sommerferien belasten Ferienflüge und Autofahrten quer durch Europa die Umwelt jedoch massiv. «Schweizer sind extreme Vielflieger. Im Vergleich zu unseren Nachbarländern besteigen wir doppelt so häufig ein Flugzeug», heisst es bei WWF Schweiz.

Vielfliegerei beschleunigt den Klimawandel

«Für das Klima hat diese Art der Mobilität einen sehr hohen Preis. Die Fliegerei ist weltweit für knapp fünf Prozent des menschengemachten Klimaeffekts verantwortlich, in der Schweiz sogar für über 18 Prozent. Geht die Entwicklung so weiter wie bisher, wird dieser Anteil bis 2020 auf fast 22 Prozent anwachsen», schreibt WWF Schweiz weiter.

Die Klimawirksamkeit von Flugreisen beschränkt sich nicht auf CO2-Emissionen. Bei der Verbrennung von Kerosin entstehen Substanzen wie Stickoxide, Aerosole und Wasserdampf. Diese Stoffe werden in der Reiseflughöhe langsamer abgebaut als am Boden und verstärken so den Treibhauseffekt. Stickoxide bauen unter Sonneneinstrahlung Ozon auf, das in luftigen Höhen als starkes Treibhausgas wirkt, während der Ausstoss von Aerosolen und Wasserdampf die natürliche Wolkenbildung verändert. Diese Effekte sorgen kumuliert dafür, dass der Treibhauseffekt von Flugreisen durchschnittlich zwei- bis fünfmal höher ist als der blosse Ausstoss von Kohlenstoffdioxid.

Das sind die umweltfreundlicheren Alternativen zum Flug

Ein Grossteil der Reiseziele in der Nähe ist auch bequem mit dem Zug erreichbar, was deutlich besser für die Umwelt ist als ein Flug oder eine Autofahrt. Beliebte Städtetrip-Destinationen wie London, Paris oder Berlin können per Bahn in weniger als einem halben Tag erreicht werden, vielfach gibt es auch Nachtzüge.
In der obigen Bildstrecke werden die Transportmittel Flugzeug, Zug und Auto in Bezug auf ihren CO2-Ausstoss verglichen. Die Zahlen für Flugreisen und Autofahrten stammen von der Klimaschutzstiftung Myclimate. Mittels Flugrechner wird die Menge an CO2-Emissionen berechnet, die ein Flugzeug über die zurückgelegte Distanz pro Passagier ausstösst. Zusätzlich fliessen Stickstoffe und Aerosole in die Berechnung ein und werden in CO2 umgerechnet. Der Flugrechner basiert auf durchschnittlichen Verbrauchsdaten und es wurde von einem einfachen Direktflug in der Economy-Klasse ausgegangen.

Hohe Auto-Auslastung senkt die Pro-Kopf-Emissionen

Bei der Berechnung der CO2-Emissionen von Autofahrten mithilfe des Myclimate-Rechners werden nicht nur die durch die Verbrennung des Treibstoffes entstehenden direkten Emissionen berücksichtigt, sondern auch sogenannte graue Emissionen. Diese entstehen bei der Herstellung des Fahrzeugs, bei der Bereitstellung der Strasseninfrastruktur und durch die Förderung, den Transport und die Verarbeitung des Rohöls. Als Durchschnittsverbrauch pro 100 Kilometer wurde von 5.9 Litern Benzin ausgegangen. Im Falle des Autos sind die Pro-Kopf-Emissionen von der Auslastung abhängig: Sitzen mehrere Personen im Wagen, werden pro Fahrzeug-Insasse weniger CO2- und Schadstoss-Ausstösse verursacht. Reisen drei Personen mit dem Auto von Zürich nach Wien, entstehen rund dreimal weniger CO2-Emissionen als wenn diese Gruppe in die österreichische Hauptstadt fliegen würde.

Die Berechnung der durch Zugfahrten verursachten CO2-Emissionen ist schwieriger, weil sich das Rollmaterial in Bezug auf Antriebsart und Energiemix europaweit stark unterscheidet. Die Zahlen für die Zugfahrten stammen vom Berechnungstool Carbon Footprint, der mit Durchschnittswerten arbeitet.

(sts)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Samu am 12.07.2019 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte beginnt zu denken und zu ralisieren.

    Nicht relevante Umfrage. Die Pflanzen brauchen und lieben das Co2. So kann ich gar nicht verstehen, dass die Vegetarier, Linken und Grünen den Pflanzen das Co2 entziehen wollen. Die sollen schauen das Weltweit die Wälder nicht weiter abgeholzt werden und das Aufgeforstet wird. Schon 1890 wurde ein Co2 von 0.04% gemessen, nur war damals die Natur ein Stück beser unterwegs. Nun klingelt was, dort korrigieren woher es kommt. Zumal von denn 0.04% Co2 lediglich 4% vom Mensch gemacht sind. Ach ja wo ist eigentlich der Klima Gott Al Gore, nicht mehr gehört von im.

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  • Marcel Tischler am 12.07.2019 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irrelevant

    Alles gut und recht. Nur ist das Co2 nicht schädlich, weder für den Menschen noch für den Klima. Darum isz diese Info völlig irrelevant.

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  • Christoph am 13.07.2019 00:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    No Profit Mainstream

    Alle reden vom Klimawandel. Habe mich kürzlich über das Thema informiert. Alles Fachlich angeschaut mit einem Kollegen der sich in dieser Thematik auskennt. Fazit ein rieser Schwindel. Vorallem wird mega viel verdient mit diesem Klimawandel sprich Banken Co2 Zertifikate.. usw.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Swissgirl am 18.07.2019 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldmaschine, mit Angst angetrieben!

    Was für eine Umfrage! Jedesmal wenn ich in den Artikel einsteige, muss ich erneut angeben, mit was ich in den Ferien herumreise. Wie viele dieser 11'100 Umfrageteilnehmer wurden zig-mal gezählt? Was mich an all diesen Themen massiv stört ist die Geldmaschinerie, die jeweils in Gang gesetzt wird. Jedes politisch bedeutende Thema kostet jeweils Milliarden, weil sich die Industrie eine goldene Nase daran verdienen will. Der absolute Beschiss sind die CO2-Zertifikate, mit welchen Überschüsse kompensiert werden, haha, Selbstbetrug! Geldumverteilung pur! Politische Spiele auf unsere Kosten!

  • urschweizer am 17.07.2019 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist bei Umfrage die Antwort ...

    ... Flussschiff. Nicht die Dreckschleudern auf den Weltmeeren, sondern die kleineren auf der Wolga... Und das mit Zuganreise und Rückfahrt per Bus.

  • Reisender am 17.07.2019 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ok, hab't endlich begriffen

    Ausser Paris sollte ich alle Ziele mit dem Flugzug ansteuern, statt mit dem Auto! Ist vermerkt! Zumal man ja dank der Bereicherer eh nicht mehr nach Endland fahren kann, ohne gesteinigt zu werden. Aus selbigen Grund fällt aber auch Paris flasch. Echt mega, was Rackete und Co da eingeschleppt haben.

  • S.gerber am 17.07.2019 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    Für meine Generation reicht es allemal. Und wer hat denn was gegen einbischen wärme? Steigt um auf elektro Auto und Velo denn das gewinnen von Lithium ist sehr nachhaltig.

  • Hs am 17.07.2019 11:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oder nicht?

    Schaut mal über den CO2 - Teller hinaus, es gibt doch auch andere Faktoren.