Solothurn

28. Januar 2014 09:51; Akt: 28.01.2014 18:27 Print

28-Jähriger stirbt nach Sturz beim Stagediving

Ein Konzertbesucher sprang im Solothurner Lokal Kofmehl von der Bühne ins Publikum. Dabei verletzte er sich so schwer, dass er später im Spital starb.

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Beim Stagediving im Solothurner Konzertlokal Kofmehl landete ein Besucher derart hart auf dem Boden, dass er zwei Tage danach an seinen Verletzungen starb. Die Solothurner Polizei und die Staatsanwaltschaft untersuchen nun den Vorfall.

Der 28-Jährige sprang, wie bei gewissen Rockkonzerten üblich, von der Bühne ins Publikum. Doch wurde er vom Publikum offensichtlich zu wenig gut aufgefangen und schlug auf dem Boden auf. Er rappelte sich auf, wurde dann vom Sanitätsteam des Konzertlokals betreut und schliesslich ins Spital gebracht.

Die Polizei sei erst am Tag nach dem Unfall informiert worden, sagte eine Sprecherin der Solothurner Kantonspolizei am Dienstag zu einer Meldung der «Solothurner Zeitung». Das Spital habe der Polizei gemeldet, dass sich der Gesundheitszustand des Mannes verschlechtert habe und dass eine Verlegung ins Berner Inselspital notwendig sei.

«Es herrscht riesige Betroffenheit»

In Bern verstarb der Konzertbesucher zwei Tage nach seinem verhängnisvollen Sprung. Die Solothurner Polizei und die Staatsanwaltschaft leiteten eine Untersuchung ein. Dabei steht gemäss Angaben der Polizeisprecherin ein Unfall im Vordergrund. Dritteinwirkung werde momentan ausgeschlossen. Der Vorfall hatte sich vergangene Woche abgespielt. «Es herrscht eine riesige Betroffenheit bei uns. Das Ganze ist sehr, sehr tragisch», sagt Kofmehl-Betreiber Pippo Kofmehl.


Terror, die Lieblingsband des Opfers, bei einem Auftritt ihrer Persistence-Tour in Berlin

(Quelle: YouTube/Maciek Rossa)

(dos/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Metal Head am 28.01.2014 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Verbote...

    ... nutzen nichts., ich spreche aus Erfahrung. Diverse Festivals haben Stagediving bereits verboten. Ergebnis: Interessiert keinen.

  • HC am 28.01.2014 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hardcore is more than life

    Ich war dabei und hab gesehen wie er rausgetragen wurde. Traurig sowas :-(( der Familie alles gute

  • Reto Bieri am 28.01.2014 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Tragisch. Trotzdem schleierhaft wie man sich in die Menge werfen kann. Ich würde den jedenfalls auch nicht auffangen. Ich geh ans Konzert um Musik zu hören und nicht um Leichtsinnige aufzufangen...in Anbetracht dass bei solch einem "Fallen lassen" ein Schuh oder Ellbogen im Gesicht auch für Unbeteiligte äusserst schmerzhaft und Gefährlich sein kann...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pete am 29.01.2014 01:27 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Erfahrungen mit der Szene.

    Bitte nicht die Hardcoreszene und die Metalszene durcheinandermischen. An Metalkonzerten erlebe ich immer rücksichtsvolle Leute, die bei Pits und Walls die nötige Vorsicht walten lassen. An Hardcorekonzerten hingegen treffe ich Leute, die gezielt mit Anlauf in Unbeteiligte hineinpreschen und blindlings nach allen Seiten austreten. Wenn mich ein Metalhead in einer Wall grob erwischt, entschuldigt er sich und fragt ob alles in Ordnung ist. Als ich mal einen wuchtigen Rippentritt von einem "Violent Dancer" abbekommen habe interessierte den das keine mikrosekunde lang. Von wegen Rücksichtsvoll.

    • sandro am 29.01.2014 07:15 Report Diesen Beitrag melden

      Meine Erfahrung

      Kann Pete absolut zustimmen!

    • HC4Life am 29.01.2014 11:02 Report Diesen Beitrag melden

      Verallgemeinerung

      Ich hab über 20 Jahre Erfahrung in der HC - und Metal-Szene. Ich kann Deine Schilderung nicht bestätigen. Meiner Erfahrung nach, steigt der idiotenquotient mit der Grösse der Konzerte. - Sowohl bei Metal als auch bei HC. Klar, Violent Dancer sind etwas anderes als Headbanger. Dafür sind die HC-Leute meistens sehr kontrolliert, die wissen, bei welchen Rhythmen was zu tun ist. Bei Metal ist es dafür mehr unkontrolliertes Rempeln, stossen und Hopsen. Grundsätzlich gilt aber: Verallgemeinerungen sind blöd. Der allergrösste Teil der Leute ist absolut in Ordnung, sowohl bei Metal, als auch HC.

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  • keepers of the faith am 28.01.2014 19:39 Report Diesen Beitrag melden

    HC-Scene

    Schon krass und traurig wie schnell solcher Spass todernst werden kann. Da kann bei Tausend Beatdown Konzerte nichts schlimmes passieren und dann plötzlich, bei einem eigentlich relativ rücksichtsvollem Konzert, eine solche Tragödie. Ich bin überzeugt das dieser tragischer Unfall in der Scene nicht vergessen geht und gegenwärtig bleibt. Wünsche den Angehörigen viel Kraft und alles Gute.

  • On Kelz am 28.01.2014 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konzert

    Auch so schlimm find ich dieses pogen. Dieses absichtlich wilde "Anrempeln". Gibt auch immer wieder Verletzte.

    • Teledän am 28.01.2014 23:43 Report Diesen Beitrag melden

      keine verletzte

      Da gibts hoffentlich keine verletzte

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  • Frogy am 28.01.2014 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muss das sein...

    Es ist jeder selbst verantwortlich. Wenn Mann nicht mit Drogen voll gedröhnt wäre kann er die Situation abschätzen und entscheiden ob er springen will. Ich habe da kein Mitleid dafür. Und meine Einstellung ist: es ist einem in die Wiege gelegt wann man die schöne Welt wieder verlassen muss. Schlimm ist dass solche Zwischenfälle keinen Einfluss auf andere junge Personen hat. Leid tun mir nur die Familienangehörigen und Freunde die den Schmerz der Trauer haben.

  • Gabe am 28.01.2014 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach Mist

    RIP. Frag mich was da genau passiert ist, Stagediving und dann einen eplileptischen Anfall? HC - leider haben viele Ulknudeln keine Ahnung von VD und Respekt. Passt mal ein bisschen aufeinander auf, ist bei uns Metalköpfen auch kein Problem.