Aarau

10. August 2010 15:30; Akt: 10.08.2010 22:14 Print

Aargauer Gemeinden leidet unter Littering

Mehr als jede zweite Aargauer Gemeinde muss sich mehrmals pro Monat mit Reklamationen wegen achtlos weggeworfenem Abfall herumschlagen.

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Als Massnahme gegen das Littering setzen die Gemeinden auf mehr Abfallkübel und Reinigungstouren statt auf Aufklärungskampagnen.

Vor allem auf dem Schulgelände, bei Bushaltestellen und im Wald werfen viele Personen den Abfall auf den Boden, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Departementes Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) ergab. Vier von fünf Gemeinden und Städten beteiligten sich an der Umfrage.

Sie machen für das Littering vor allem Jugendliche und Schüler verantwortlich. Sie sind für 72 Prozent der Gemeinden die Abfallsünder. Weitere 11 Prozent der Gemeinden nannten Autofahrer, Erwachsene und Kunden von Take-aways.

Verpackungen von Getränken und Esswaren sowie Zigarettenkippen werden gemäss Umfrage häufig weggeworfen. Besonders über die Mittagszeit und am Nachmittag würden die Abfälle liegen gelassen.

Mehr Abfallkübel montiert

Der Kanton rechnet damit, dass den Gemeinden pro Jahr zusätzliche Reinigungskosten in Millionenhöhe entstehen. Knapp drei Viertel der Gemeinden ergriffen bereits Massnahmen gegen das Littering: Sie installierten etwa mehr Abfallkübel, oder sie lassen die Plätze und Strassen häufiger reinigen.

Aus der Sicht der Gemeinden wirken Aufklärungskampagnen an den Schulen oder Jugendwettbewerbe nämlich nur «mittelmässig». Der Kanton interpretiert diese Einschätzung als «Ratlosigkeit und «Resignation».

(sda)