Mündelgelder veruntreut

11. März 2011 17:02; Akt: 11.03.2011 17:14 Print

Aarwangener SVP-Gemeinderat tritt zurück

Der Aarwangener SVP-Gemeinderat, der Mündelgelder veruntreut haben soll, tritt zurück. Er verstehe, dass das Vertrauen in seine Person derart erschüttert sei, dass er das Amt nicht mehr ausüben könne, schreibt er in einer Mitteilung.

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«Mit meinem Rücktritt hoffe ich, dass zumindest auf politischer Ebene wieder Ruhe einkehren kann», heisst es in dem Schreiben weiter.

Auch die Ehefrau des SVP-Gemeinderates tritt als Mitglied der Vormundschaftskommission zurück, um allfälligen Spekulationen vorzubeugen. Seine Frau und die Familie hätten nie etwas von den Bezügen gewusst, beteuerte der SVP-Gemeinderat.

Das von den Mündelkonten abgezweigte Geld zahlte der Mann nach eigenen Angaben am Freitag zurück. Er bereue zutiefst, dass er das ihm von seinen ehemaligen Mündeln vorbehaltlos entgegengebrachte Vertrauen mit unüberlegtem Handeln zerstört habe.

Dass er nach Bekanntwerden der Vorfälle nicht sofort zurücktrat, erklärt der SVP-Gemeinderat damit, dass er gehofft habe, den Rückzug zusammen mit seiner Partei und mit Rücksicht auf die ihm obliegenden Sachgeschäfte geordnet angehen zu können.

Die Staatsanwaltschaft hat im Februar gegen den Mann eine Strafuntersuchung eingeleitet, weil er in seiner Funktion als Vormund von den Konten zweier Mündel mindestens 36'000 Franken bezogen haben soll.

Der SVP-Gemeinderat deklarierte die Bezüge als Darlehen, konnte aber die dafür nötigen Genehmigungen nicht vorweisen.

(sda)