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09. Mai 2012 12:05; Akt: 09.05.2012 12:57 Print

Der Panther bleibt ein Phantom

von Adrian Müller - Weder tappt er in Fotofallen noch beisst er bei Reh-Ködern an: Vom Raubtier bei Kestenholz SO fehlt seit Montagmorgen jede Spur.

Dem Panther auf der Spur: Revierförster Robert Käser führt an den Ort, wo er die Raubkatze gesehen hat, Marcel Tschan erklärt die Panther-Falle.
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Revierförster und Panther-Augenzeuge Robert Käser ist weiter auf der Pirsch und geht mit anderen Augen durch seinen Wald: «Ich schaue vermehrt in die Baumwipfel, wo sich das Raubtier verstecken könnte.»

Am Mittwochmorgen kontrollierte er eine Falle im Längwald, nachdem deren SMS-Alarmsystem ausgestiegen war. Ausser Füchsen und einem Greifvogel haben Käser und seine Kollegen in den Fallen bislang nichts vorgefunden. So lange der Panther nicht auftaucht, pflegt der stämmige Förster nun halt wie gewohnt seine Jungbäume. Ein bisschen aufgeregt bleibt Käser aber schon: «Ich würde das Tier schon sehr gerne nochmals sehen.»

Unbedingt vor die Linse kriegen möchte den Panther auch Marcel Tschan, Amtsleiter Jagd und Wald des Kantons Solothurn. «Ich hoffe, dass wir möglichst rasch einen Fotobeweis für die Existenz des Tieres erhalten.»

Die Chancen dafür stehen eigentlich nicht schlecht: Dank eines Rothirsch-Projektes sind in der Gegend um Kestenholz rund 20 Fotofallen im Forst montiert. Bislang ist das Raubtier aber nicht in die Kamera-Falle getappt. Auch bei Tschan kommen manchmal Zweifel auf, ob es sich beim gesichteten Tier tatsächlich um einen Panther handelt. «Wegen der Zeugenaussagen bin ich mir aber weiterhin zu 99 Prozent sicher», so der Amtschef. Die letzte glaubwürdige Sichtung erfolgte am frühen Montagmorgen, als der Panther einer Bäckerin beinahe in das Auto lief.

Keine Panther-Flucht in Deutschland

Woher der Panther stammen könnte, bleibt weiterhin ein Rätsel. Entgegen ersten Meldungen wird in Süddeutschland kein Panther vermisst. Die Abklärungen hätten ergeben, dass es in Süddeutschland lediglich Sichtmeldungen gegeben habe. Es lägen keine Meldungen vor, wonach das Tier in Süddeutschland oder in der Schweiz jemandem abgegangen sei.

Mit Material von SDA


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Ausgewählte Leser-Kommentare

An all diejenigen, welche hier gegen den Abschuss und für eine Betäubung sind: Was soll danach mit dem wunderschönen Tier geschehen??? Soll man ihn in einen Zoo sperren? Entweder man setzt ihn in seinem natürlichen Lebensraum (Afrika/Asien) aus oder man tötet ihn! Das schlimmste für ein jedes Tier ist nicht der Tod sondern der Freiheitsentzug! – Staibock

Falls es sich tatsächlich um einen schwarzen Panther und nicht um einen zu gross geratenen Kater handelt, stellt sich die Frage, woher das Tier kommt. Da es augenscheinlich niemandem in der Umgebung fehlt, muss davon ausgegangen werden, dass das Tier schon länger in der Wildnis überlebt hat. Dies wiederum bedeutet, dass es wohl gegenüber Menschen sehr scheu ist und somit mit höchster Wahrscheinlichkeit keine Gefahr darstellt. Bei einer Begegnung sollte es genügen, ordentlich Lärm zu machen, um das Tier zu verscheuchen. – Simon Oehy

Das ist ein brandgefährliches Raubtier und alle die es Leben lassen wollen sollen doch zuerst einmal in der freien Wildbahn einem solchen Vieh begegnen und von ihm angefallen und im besten Fall nur für's Leben entstellt werden. Das Tier gehört sofort abgeschossen. Ein Betäubungspfeil ermöglicht ihm evtl. trotzdem die Flucht. – P. Morell

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bianca Christen am 08.05.2012 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wildschäden

    Ich finde irgendwie die Aussage noch witzig, dass bisher keine Wildschäden bekannt seien. Die sind sich hoffentlich bewusst, dass die lieben Tierchen ihre Beute auf Bäumen deponieren oder wenn sie es am Boden liegen lassen, mehr als gut zu verstecken wissen. Und von hoch gefährlich zu sprechen finde ich übertrieben, Panther sind menschenscheue Tiere und ergreifen wohl eher die Flucht, vorausgesetzt sie werden nicht in die Enge getrieben oder sonst was.

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  • Thomas Minder am 09.05.2012 08:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    30km distanz

    Es ist eigentlich erstaunlich das in Kestenholz und gleichzeitig auch in Bätterkinden ein Panther gesehen worden sein soll. Dazwischen ist eine Distanz von rund 30 Km.

  • Müller Bär am 08.05.2012 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe ich nicht

    Ja und dann ist es womöglich lediglich ein grosser Kater, der abgeschossen wird. Warum werden Tiere abgeschossen und nicht nicht betäubt? Das werde ich echt nie verstehen in der Schweiz!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nature am 09.05.2012 22:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum? 

    Warum haben die Schweizer eigentlich solche Probleme mit wilden Tieren?

    • Alex am 10.05.2012 16:50 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort:

      Weil sie keine Steuern bezahlen! ;-)

    • st.gallerin am 10.05.2012 19:47 Report Diesen Beitrag melden

      genau!

      ja, das frag ich mich auch.... :-/ *augenroll*

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  • Si mon am 09.05.2012 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Diese ganze Geschichte scheint mir etwas komisch. Aus dem einfachen Grund, dass es nur eine Zeugenaussage ist und kein witklicher Beweis besteht. 2. wem gehört dieser Panther??

  • ulieni am 09.05.2012 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    was solls

    lasst ihn doch einfach leben. Sobald bei uns ein Raubtier auftaucht, sei es Wolf, Bär oder Luchs wird ein Drama gemacht. Bis jetzt wurden noch immer mehr Menschen in der Schweiz von Hunden als von Raubtieren verletzt oder getötet und man lässt die Hunde auch leben.

    • sahra schmid am 09.05.2012 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      panther

      ich finde das alles einen blözin es ist ja wirklich egal

    • Si mon am 09.05.2012 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      gehört nicht in CH

      Abrr das ist ein Panther und kein Wolf oder Bär... Ein Panther gehört einfach nicht in unsere Wälder!

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  • J. Jelly am 09.05.2012 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    armes Tier

    So ein schönes Tier, ich wünschte, ich könnte ihn sehen.. Also echt, der Bär und der Wolf, die dürfen auch bleiben, und die sind nicht weniger gefährlich !! Das arme Tier..

  • Miriam Plichta am 09.05.2012 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber P. Morell,

    das was Sie von sich geben ist brandgefährlich. Kein Raubtier in freier Wildbahn fällt ohne Grund einen Menschen an. Menschen wie Sie, sind für die Verbreitung von Ammenmärchen wie die über den Wolf verantwortlich. Wie können Sie nur soetwas behaupten. Ich habe solche Tiere erlebt, jeder Hund an der Leine ist gefährlicher. Warum hat dieses Tier wohl noch niemanden angefallen? Irgend einen armen Spatziergänger oder Jogger? Weil Ihre Behauptung schlicht und ergreifend falsch ist!!