Kommunalwahlen

20. März 2011 20:44; Akt: 20.03.2011 20:56 Print

Freiburg bleibt rot

Bei den Wahlen in die Freiburger Stadtregierung haben sich die linken Parteien durchgesetzt. Eine schwere Schlappe musste hingegen die CVP hinnehmen.

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Bei den Wahlen in die Freiburger Stadtregierung hat die SP am besten abgeschnitten. (Bild: Keystone)

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In der Freiburger Stadtregierung hält die Linke auch in den kommenden Jahren eine Mehrheit. Sie bleibt nach den Gemeindewahlen vom Wochenende bei drei Sitzen in der fünfköpfigen Exekutive, während die CVP auf Kosten der FDP einen Sitz verliert.

Die neue Zusammensetzung des Freiburger Gemeinderats wird somit in der kommenden Amtsperiode wie folgt aussehen: Zwei Sitze hält die SP und einen die CSP, die zusammen mit der SP und den Grünen angetreten war. Die langjährige Dominatorin in der Stadt und dem Kanton, die CVP, hält nun noch einen Sitz, ebenso die FDP.

Gewählt sind der bisherige Ammann Pierre-Alain Clément (SP), Madeleine Genoud-Page (CSP, bisher), Thierry Steiert (SP, neu), Jean Bourgknecht (CVP, bisher) und Antoinette de Weck (FDP, neu). Abgewählt wurde Charles de Reyff (CVP).

Speziell an den Gemeinderatswahlen in Freiburg ist auch, dass mit Thierry Steiert erstmals seit vielen Jahren wieder ein Deutschfreiburger Einsitz in die Regierung der zweisprachigen Stadt nimmt. Der Bruder von SP-Nationalrat Jean-François Steiert ist Jurist und Generalsekretär der kantonalen Sicherheits- und Justizdirektion.

CVP schwer geschlagen

Die CVP hat bei den Freiburger Gemeinderatswahlen eine schwere Niederlage eingefahren, obwohl ihr Bisheriger de Reyff nur 40 Stimmen Rückstand auf die Freisinnige de Weck aufweist. Der Wähleranteil der CVP sank nämlich weiter: von 26,8 Prozent der Stimmen bei den letzten Wahlen von 2006 auf nunmehr 22 Prozent.

Damit ist in der Stadt Freiburg eingetroffen, was zu vermuten war: Die Turbulenzen der letzten Zeit innerhalb der CVP - kürzlich demissionierte Kantonalpräsident Emanuel Waeber - haben sich ausgewirkt.

Die FDP hingegen steigerte sich von 11,45 Prozent bei den Wahlen 2006 auf 15,3 Prozent am Sonntag.

Die CVP des Kantons Freiburg konnte sich am früheren Sonntagabend immerhin mit dem Resultat der Gemeinderatswahlen in der Stadt Bulle trösten: Dort luchste sie der FDP einen Sitz ab und hält nun in der neunköpfigen Exekutive wie der Freisinn und die SP drei Sitze.

Technische Probleme

Die Gemeindewahlen vom Sonntag im Kanton Freiburg waren auch von technischen Problemen geprägt. Politinteressierte fanden bis in den Abend hinein auf den dafür vorgesehenen Internetseiten keine Wahlresultate.

(sda)