Keine Wiederholungsgefahr

22. Oktober 2013 18:40; Akt: 23.10.2013 08:48 Print

Killer von Scherz kommt auf freien Fuss

Der Mann, der im Mai seine Gattin auf deren Wunsch in einem Waldstück in Scherz AG getötet hatte, kommt frei. Das Aargauer Obergericht sieht keine Wiederholungsgefahr.

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Am 16. Mai bringt ein 67-jähriger Zürcher seine Ehefrau in einen Wald im aargauischen Scherz. Dort bringt er sie um. Die Tötung fand mit «stumpfer Körpergewalt» statt, befand das Rechtsmedizinische Institut Bern, eine Schuss- oder Stichwaffe sei nicht im Spiel gewesen.

Später in Untersuchungshaft gesteht der 67-Jährige, dass er seine Gattin getötet hatte, gab aber an, dass dies auf Wunsch der 65-Jährigen geschehen sei. Das Zwangsmassnahmengericht ordnete daraufhin 3 Monate Untersuchungshaft für den Rentner an. Es bestehe Wiederholungsgefahr, so die Argumentation.

Die Verteidigung des mutmasslichen Mörders akzeptierte dies jedoch nicht und zog den Fall weiter ans Obergericht. Und dieses kommt zu einem anderen Schluss: Wie Tele M1 berichtet, kommt der Mann per sofort wieder frei. Die Richter sahen keine Wiederholungsgefahr. Ob die Staatsanwaltschaft das Urteil anficht, ist noch unklar.

(bee)