Punk-Konzert

12. März 2011 11:51; Akt: 12.03.2011 12:01 Print

Linksautonome greifen Polizei an

An einem Punk-Konzert haben in der Nacht auf Samstag in Brugg AG rund 50 Linksautonome die Polizei attackiert.

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Um die Tumulte zu beenden, setzte die Polizei Pefferspray ein. Ein 25- jähriger Schweizer wurde festgenommen.
Mehrere Patrouillen der Kantonspolizei, der Regionalpolizeien und des Grenzwachtkorps standen im Einsatz. Gegen zwei Uhr habe sich die Situation beruhigt, teilte die Kantonspolizei Aargau am Samstag mit.

Die Kantonspolizei nahm einen 25-jährigen Schweizer aus dem Kanton Zürich fest. Bei ihm wurden auch Drogen gefunden. Bei der Festnahme ist der Mann laut Polizeiangaben ausgerastet. Er habe mit den Kampfstiefeln nach den Polizisten getreten, sie bespuckt und beschimpft. Er befindet sich in Haft.

Weitere sieben Beteiligte wurden polizeilich angehalten, identifiziert und teilweise mit einer formellen Wegweisung belegt. Die Beteiligten sind gemäss Polizei mehrheitlich der linksautonomen Szene zuzuordnen. Etliche Personen waren betrunken. Es kam auch zu Sachbeschädigungen.

Das Punk-Konzert fand im Jugendhaus «Picadilly» in der Brugger Innenstadt statt. Die Polizei begleitete die mehrheitlich aus dem Kanton Zürich und der Ostschweiz angereisten Konzertbesucher zum Bahnhof. Sie bestiegen um 2.45 Uhr den Zug.

Handgemenge im Jugendhaus

Der Veranstalter des Konzerts rief die Kantonspolizei kurz vor Mitternacht um Hilfe, weil mehrere Konzertbesucher den Anlass gestört hatten. Der Sicherheitsdienst griff ein, was im Jugendhaus zu einem Handgemenge und zu Unmut unter den Besuchern führte.

Als die Polizei eintraf, stiess sie auf acht Personen, die vom Sicherheitsdienst als die fraglichen Unruhestifter bezeichnet wurden. Als die Polizisten die Personen zur näheren Überprüfung arretieren wollten, haben sich diese gemäss Polizei heftig gewehrt.

Plötzlich begannen sich laut Polizei zahlreiche Konzertbesucher mit den Betroffenen zu solidarisieren. Die wenigen Polizisten sahen sich unerwartet einer Übermacht von rund 50 Personen gegenüber.

Diese haben die Polizei offenbar immer wieder angegriffen und versucht, die Festgenommenen zu befreien. Die Polizisten wehrten die Attacken mit Pfefferspray ab und riefen Verstärkung.

(sda)