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21. März 2011 20:42; Akt: 21.03.2011 23:30 Print

Tierquälerei nimmt zu

von Bigna Silberschmidt - Der Tierquälerei-Fall von Grenchen ist nur die Spitze des Eisbergs: In den Kantonen Bern und Solothurn gibt es immer mehr Fälle grauenvoller Tierhaltung.

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Abgemagerter Hund. (mark rissi, STS)

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Die Hunde und Katzen, die in einem Keller in der Region Grenchen ohne Futter und Auslauf festgehalten wurden (20 Minuten berichtete), sind mit ihrem Schicksal nicht ­allein – im Gegenteil: «Die Fälle von schlechter Heimtier­haltung haben im Kanton ­Solothurn letztes Jahr stark ­zugenommen», so Kantonstierärztin Doris Bürgi Tschan.

So sperrte etwa ein Besitzer seinen drei Monate alten Husky ohne Futter, Wasser und im eigenen Dreck im Wohnzimmer ein. Im Keller desselben Hauses fand man vier Katzenbabys, die in einem Karton in ihren Exkrementen und ohne Kontakt zur Büsimutter ausharren mussten.

Auch aus Bern gibt es Ähnliches zu berichten. Kantonstierarzt Reto Wyss: «In den letzten Jahren erhielten wir immer mehr Meldungen – 2010 Jahr waren es 350.» Die Tierschutzstraffälle von starker Vernachlässigung haben sich laut der Stiftung für das Tier im Recht im Kanton Bern von 2008 zu 2009 sogar fast verdoppelt. Hier führten etwa zu kleine Zwinger, im Dunkeln angekettete und ausgehungerte Hunde oder vernachlässigte Kaninchen zu Anzeigen. Tierschutz-Präsident Hans Siegenthaler sieht den Grund für Tierquälerei unter anderem darin, dass sich «viele Leute gar nicht informieren, wie sie mit ihren Tieren umgehen sollten».

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nicki am 22.03.2011 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Tierquälerei ist vorsätzlich

    Die Ursache liegt sicherlich nicht, wie Herr Siegenthaler denkt, an der magelden Infomation. Solche Menschen sind einfach nur daran interessiert, einem unschuldigen Wesen Leid anzutun. Solange unsere Gesetze immer nur auf der Seite der Menschen stehen, wird sich an dieser Situation auch nichts ändern. Solche Verbrecher müssten einfach sehr hart bestraft werden.

  • Hutzi am 22.03.2011 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Tiere sind die besseren Menschen

    Es ist eine Schande,dass so etwas in unserer sauberen Schweiz immer wieder passiert,wenn jemand mit dem Auto zu schnell fährt wird ihm der Führerschein entzogen aber solche Menschen können weiterwursteln und Tiere quälen.Es muss dringend etwas passieren und solche Menschen müssen härter bestraft werden und zwar nicht nur mit einer Geldbusse das bringt gar nicht's.Mir dreht sich der Magen um wenn ich solche Grausamkeiten höre.

  • Merlin am 22.03.2011 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Tier...

    ist ja vor dem Gesetz auch nur eine Sache. Schlag Dein Kind und es drohen lächerliche Strafen. Schlage ein Tier und es droht - gar nichts. Tierquäler gehören massiv bestraft.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • tierhalter am 23.03.2011 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    skandalös

    es ist eine schweinerei und niemand unternimmt irgend etwas!! es sollen endlich taten folgen, dass ist eine schande!!!

  • Peter Kuster am 23.03.2011 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetzliche Grundlagen nötig

    Solange die gesetzliche Grundlage fehlt nicht verwunderlich. Leider müssen Tiere oftmals für mangelnde soziale Kontakte, als Spielzeug oder gar noch als Geldquelle von Hobby-Züchtern herhalten.

  • Hundehalterin am 23.03.2011 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Solche Menschen sind unser Spezies nicht würdig, sofort die Namen veröffentlichen und mit einem Lebenslangen Tierhalteverbot belegen. Selbsverständlich gehört eine Horrende Geldstrafe dazu, mit dem Geld könnten Tierheime mitfinanziert werden. Aber ja da wird gewurstelt und diskutiert und die Halter kommen ungestraft davon. Hoffe es holt sie alle irgendwan mal ein.

  • V.Gautschi am 22.03.2011 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    Informieren

    Die Zeilen v.Hr.H.Siegenthaler stimmen mich nachdenklich,ich glaube jeder Mensch weiss doch das Tiere auch Nahrung brauchen,ich kann das nicht glauben,dass es an der information fehlt.Diese Menschen müssen ihre Agressieon an einem schwächeren das sich nicht wehren kann auslassen,und solche Menschen nimmt man noch in Schutz,sie wissen nicht dass ein Tier auch Nahrung braucht.Wenn es zum Lachen wäre so würde ich aber es ist schrecklich was Menschen machen!!!

  • Cerberus am 22.03.2011 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Ich hoffe nur, dass dieser Halter die ganze Strenge des Gesetzes zu spüren bekommt; ohne Ausflüchte irgend einer Art. Und dann schafft man noch Tieranwälte ab; ein Armutszeugnis! Die Lage ist an vielen Orten nicht so schlimm, aber trotzdem traurig. Hunde an der Kette (Bauernhof); Kanninchen in kleinen Etagenställen (fast überall). Aber eben, die zuständigen Veterinäre wollen es sich nicht mit ihrer Clientèle vermiesen.