Solothurn

23. Februar 2011 22:46; Akt: 23.02.2011 21:06 Print

Zoff um Jäggi: Hat er Pornofilme verkauft?

von Patrick Marbach - Spott und Hohn prasseln auf den Solothurner SVP-Politiker Roman S. Jäggi: Er soll mit Porno-Artikeln gehandelt haben, bestreitet dies aber.

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Erbitterte Gegner: Boris Banga (SP) und Roman S. Jäggi (rechtes Bild) (SVP).

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«Wieder Sex mit der Ex», «Fesseln der Lust»: Pornos mit solchen Titeln sowie ein riesiges Sortiment von Erotikspielzeug und anderen Schmuddelartikeln werden über Internetseiten von Kantonsrat Roman S. Jäggi angepriesen. Das ist problematisch fürs Image des selbstständigen Kommunikationsberaters, der neben SVP-Kampagnen nach eigenen Angaben auch Prominente, Bundesämter und Departemente betreut. «Es wäre mir sogar egal, was er mit seinen Sexfilmen treibt, wenn er sich nicht dauernd als Saubermann aufspielen würde», sagt der Grench­ner Stapi Boris Banga (SP). Er hat Jäggi mit einem Hinweis in seiner Kolumne in der «Solothurner Zeitung» geoutet.

«Die Vorwürfe sind erstunken und erlogen», verteidigt sich Jäggi. Sein Anwalt prüfe bereits Schritte gegen die Rufmordkampagne. Nicht er selbst habe die Sexartikel verkauft, sondern ein Webshop, der bloss über externe Links mit seiner Website verbunden sei. «Banga verbringt offenbar viel Zeit im Internet und sucht gezielt nach Sex- oder Pornoangeboten», giftelt Jäggi, «erst vor kurzem wurde bekannt, dass von seinem Computer aus diffamierende Kommentare im Netz verbreitet wurden.» Banga, den die SVP jüngst auch im Zusammenhang mit Mobbingvorwürfen heftig attackierte, sieht seinen Coup als Retourkutsche: «Wenn mir einer dauernd an den Karren fährt, ist es doch klar, dass ich in seinem Umfeld recherchiere.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rem am 24.02.2011 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Sex ist kein Schmuddel

    Wie soll den unsere Gesellschaft lernen mit Sex umzugehen, wenn die Medien beim Thema Pornofilme, Sexartikel usw. von "Schmuddel" spricht. Kein Wunder sind immer noch so viele Personen verklemmt und können mit dem Thema Sex nicht umgehen.

  • EIDGENOSS am 24.02.2011 07:12 Report Diesen Beitrag melden

    Stadtpräsident

    Offenbar vertreibt sich der Grenchener Stapi seine Zeit auf Pornoseiten. Falls er dies während der "Arbeitszeit" mit dem amtlichen Computer macht, müsste dies geahndet werden.

  • Beobachter am 24.02.2011 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    SP = Sauberpartei / Banga = Saubermann?

    Und wenn schon - haben Sie mal was von Markt gehört , Herr Banga? Solange Käufer da sind ist auch ein Markt, ob Sex oder Drogen oder sonst was (es gibt auch 'ehrenwerte' Manager die sich im 'Sexmilieu' ein Zubrot verdienen). Und wenn Sie in der SP keine andere Möglichkeit haben auf sich aufmerksam zu machen ist das hier eher primitiv. Gehen Sie auf das gleiche Niveau wie ihre Schwesterpartei in D zurück? 20Min: wieso Schmuddelware? Weshlab eine Wertung m Artikel?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Silver am 25.02.2011 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Sex macht Spass und ist legitim

    Lieber Herr Banga, schon wieder so eine peinliche SP Attacke! Haben Sie zufällig Sextoys gesucht und daher diese ominöse Seite gefunden? Übrigens, es gibt in der Schweiz hundertausende, welche solche Shops gerne frequentieren und ihr Sexleben etwas aufpeppen. Die sind aber sicher nicht bei freudlosen SP.

  • Reto S am 24.02.2011 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wo kommen denn die Steuerzahler her?

    Also wenn ich alles richtig verstanden habe, dann braucht es erst mal S E X. Wenn es geklapp hat wächst ein neuer Steuerzahler heran. Zuerst verschlingt er zwar viel Steuersubstrat, er wird es ja zukünftig zurückzahlen. Da die saubere SP offensichtlich von Sex nichts wissen möchte, ist nun auch klar warum die SP eine grosse Zuwanderung haben möchte.Nur so kommt man auf saubere Art, ohne Sex, zu neuen Steuerzahlern. Ach ist das schön Herr Banga ;-) Eigentlich ganz einfach oder? Aber ehrlich gesagt, Sex macht halt schon Spass, darum hab ichs nicht so mit der SP. Hopp Jäggi, hopp.

  • Markus Hasler am 24.02.2011 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Neuer Slogan

    Heisst SVP neu Saubermann verkauft Pornos?

  • Richard Jones am 24.02.2011 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ramsch-Shop

    Sexshop hin oder her - aber kriegt es ein Kommunikationsfachmann und PR-Berater mit einer angestellten Webdesignerin nicht auf die Reihe, einen anständigen Shop zu erstellen? Stattdessen kauft man sich lieber in einem Ramschshop ein, platziert sein (unattraktives) Logo und darf dann auf 133 Seiten Fasnachtskostümen ohne Suchfunktion das passende Outfit suchen? Für mich ist diese Art von "Wasser predigen und Wein trinken" schlimmer als dubiose Geschäfte. "Der beliebte Trendshop" - wohl kaum. Vielmehr eine effiziente Weise, sich ins Abseits der Glaubwürdigkeit zu stellen.

    • Rolf Schweizer am 24.02.2011 22:03 Report Diesen Beitrag melden

      faule Politiker

      Boris Banga sollte sich mehr um sein Amt kümmern, anstatt sich auf Kosten der Steuerzahler im Internet um Politgegner kümmern. Solche Politiker sind nicht ausgelastet, und sollten vom Volk abgewählt werden

    einklappen einklappen
  • Wenzin am 24.02.2011 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Buga

    Mit dieser Campagne haben Sie sich bereits selbst als glaubwürdiger und enst zu nehmenden Politiker disqualifiziert. Wir brauchen Leute, die sich mit den Problemen dieses Landes beschäftigen. Der angebliche Handel mit Sex-Artikeln ist kein Problem und hat auch nichts mit einem Image als Saubermann zu tun. Gehen Sie!