Nach dem Unwetter

14. Juli 2011 14:56; Akt: 14.07.2011 16:11 Print

Zofingen räumt auf

Sie waren 24 Stunden auf den Beinen, dann durften die Feuerwehrleute endlich nach Hause. Die dringendsten Schäden in Zofingen AG sind nach dem schweren Gewitter behoben.

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Schwer erwischt hat es die Heitere-Wiese in Zofingen AG, wo Anfang August das Openair über die Bühne gehen soll. Am Tag nach dem schweren Gewitter sind in Zofingen eindrückliche Spuren zurückgeblieben. Das Gewitter entwickelte eine gewaltige Kraft, wie dieses Bild aus zeigt. Der Sturm von der Nacht auf Mittwoch zerfetzte einen Garten-Pavillon in In wurden die Wegweiser in Mitleidenschaft gezogen. Spektakulärer Blick vom Pilatus auf Das Unwetter richtete grosse Schäden an: Beim Obi-Markt in wurde das 1.-August-Feuerwerk durchnässt. Hier ein Eindruck aus Das Unwetter richtete Schäden im ganzen Land an, so auch an diesem Fenster in Die Scheiben sind glatt zerdeppert. Der Hagel bedeckt den Boden. «Wie im Winter», meldete die Leser-Reporterin dazu. Der Hagelschaden bei der Weinkellerei der Gebrüder Nauer in Glasschaden in Ein umgestürzter Baum in Schäden auf einer Terrasse in Ein Donnerwetter in Gespenstische Stimmung am ... in ... und in Das Maisfeld liegt flach. In Lutry VD liegt ein Baum quer über der Strasse. Diese Autoscheibe in Hirschthal AG hielt dem Hagel nicht stand. Blitze in Basel. Beromünster LU. An vielen Orten knickten Bäume um. Dadurch kam es zu Behinderungen im Strassen- und im Bahnverkehr. So präsentierte sich die Lage am Mittwochmorgen in der Nähe eines Kindergartens in Dietikon. Durch die starken Winde fiel, was nicht festgebunden war. Riesige Hagelkörner fielen vom Himmel. Weisser Rasen im Sommer. Der Hagel richtete Schaden an. Mehrere Leser-Reporter berichten von ungewöhnlich langen Blitzen. Dramatische Wolkenbilder erreichen uns am 12. Juli aus dem bernischen Steffisburg. Der Blick von Unterseen BE Richtung Niesen. Kurze Zeit später ist der Niesen nicht mehr zu sehen. «Weltuntergangsstimmung im Haslital», schreibt dieser Leser-Reporter Ganze sieben Zentimeter misst dieses Hagelkorn aus Läufelfingen BL. Gross wie Baumnüsse: Weitere Hagelkörner aus Läufelfingen. Riesenhagel hat auch dieser Leser-Reporter zu vermelden. Auch das jurassische Delemont wurde vom Hagel nicht verschont.

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Nach dem schweren Unwetter in der Nacht auf Mittwoch hat die Stadt Zofingen AG bis am Donnerstag die dringendsten Schäden behoben. Nun werden Bäume und kritische Häuser auf ihre Stabilität geprüft. Die Feuerwehrleute durften nach einer 24-Stunden-Schicht nach Hause.

Die Feuerwehr stand ab 1 Uhr in der Nacht auf Mittwoch 24 Stunden im Einsatz, wie die zuständige Stadträtin Christiane Guyer auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Bis um 21 Uhr am Mittwoch gingen noch Schadenmeldungen ein.

Am Donnerstag unterstützten rund 30 Einsatzkräfte des Zivilschutzes den Werkhof und den Forstwart. Bäume mussten kontrolliert und das Dach der Stadtkirche ausgebessert werden, wie Guyer festhielt. Das Unwetter hatte Ziegel vom Kirchendach gerissen.

Auch das Gebäude der Landwirtschaftlichen Genossenschaft befindet sich weiterhin in einem kritischen Zustand. Die Landi bleibt deshalb geschlossen. Vor dem starken Regen am Donnerstagabend wurden zudem sämtliche Schachtdeckel gereinigt, damit das Wasser gut abfliessen konnte.

Heitere Openair findet voraussichtlich statt

Auf dem Zofinger Hausberg Heitern haben Einsatzkräfte begonnen, entwurzelte Bäume und heruntergefallene Äste wegzuräumen. Diese Arbeiten dauern gemäss Guyer bis zu zwei Wochen. Ziel sei es, den Platz möglichst bald für Fussgänger wieder freizugeben.

Trotz des Verbots kämen zahlreiche Schaulustige auf den Heitern. Die Stadt gehe nach einer ersten Beurteilung des Platzes davon aus, dass das Heitere Openair wie geplant vom 12. bis am 14. August über die Bühne gehen kann.

Die Stadt habe sich bei der Entscheidung nicht unter Druck setzen lassen, sagte Guyer. Bis zum Openair sei das Lindengeviert jedoch erst grob geräumt. Die langfristige Pflege der Bäume beginne erst nach dem Festival und werde noch lange dauern.

Kleinere Erdrutsche blockieren Lukmanierpass

Starke Niederschläge haben am Mittwochabend im Bündner Oberland Erdrutsche auf dem Lukmanierpass und auf der Strasse nach Vals ausgelöst. Die Lukmanierstrasse wurde von mehreren kleinen Rüfen verschüttet.

Der grösste Rüfenniedergang war lediglich mehrere Meter breit, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Verbindung ins Tessin konnte dennoch erst am späten Donnerstagmorgen wieder freigegeben werden.

Ein weiterer Erdrutsch ging bei St. Martin im Lugnez nieder und verschüttete die Strasse nach Vals auf einer Länge von rund 30 Metern. Die Räumungsequipe konnte die Valserstrasse aber innert zwei Stunden wieder freiräumen.

An mehreren Orten im Bündner Oberland, etwa in Disentis und in Trun, mussten die Feuerwehren ausrücken, weil Erde, Steine und Holz Bäche oder Schächte verstopften und das Wasser nicht mehr abfliessen konnte. Personen kamen nicht zu Schaden und auch Meldungen über grössere Sachschäden liegen gemäss Polizei keine vor.

Bei den Versicherungen gehen immer mehr Schadensmeldungen ein. Eine Zwischenbilanz:

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simone Stressgner am 12.07.2011 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    übertrieben

    glut hitze? lächerlich ....endlich wird es einiger massen angenehm warm, und schon spricht die schweiz von hitze? alles unter 25 ist halt eher kühl ab 25 angenehm....

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  • Fabian am 13.07.2011 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Sicht: 0%

    Ich bin gestern mit dem Auto auf der Hauptstrasse zwischen Selzach und Bettlach nach Hause gefahren. Keine Chance. ca. 10 Minuten am Rand gestanden weil es so dermassen auf die Windschutzscheibe geregnet hat das nichts mehr zu sehen war.

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  • Elijah am 13.07.2011 02:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zürich

    Also das Geblitze am Himmel war übel, fast ne Raveparty und eine sache ist ja das mab das Donnern nicht hörte, es war einfach dauerhell. Sind ja schon fast Apokalyptische zustände die wir kurze Zeit zu gesicht bekommen haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dominik Gloor am 13.07.2011 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Olten SO

    Seit längerem das schlimmste Unwetter, dass durch Olten gefegt war. Im Wald tönte es, als würde ein Panzer durchfahren. Die Strassen wurden zu Flüssen. Hagel zerschlug Autoscheiben, Hausdächer. Gerüste fielen wie Dominosteine. War Krass!

  • Marco am 13.07.2011 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo???

    Ich finde es einfach primitiv wie einige meinen sie hätten keine Angst von Stürmen und Gewittern. Bei unserem Nachbarn hat es einen grossen Esstisch über das Geländer gekippt und der fiel dann auf ein Auto das unten drann parkiert war! (Ergebnis=Auto geschrottet)! Und bei uns hats den den Storen durch die Luft geschleudert und unten hats dann auch noch einen VOLLEN Müllcontainer umgekippt!! Stellt mal vor, was mit euch passiert wäre wenn ihr da gestanden wärt! Viele Grüsse aus Interlaken!

    • Melly aus Wetzikon am 14.07.2011 07:15 Report Diesen Beitrag melden

      jaaja...

      Ich würde mal sagen: Zur falschen Zeit am falschen Ort... Für sowas braucht es kein Sturm...

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  • SayB am 13.07.2011 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Bern

    Bei un in Bern war das ganze schön anzusehen! Ich verstehe, wenn das für andere eine Horrornacht war. Ich kam jedoch glücklich davon. War gerade noch auf dem Weg für in die Aare... Dann begann es zu blitzen, nur blitze... sonst nichts, und diese waren ganz schön weit entfernt. Ich hab mir dann einen warmen Tee gemacht bin ans Fenster gesessen und habe das Spektakel angeschaut. Mein Mitleid jedoch für die anderen, für welche dieses Unwetter nicht auf eine schöne Art vorbeizog.

  • Maya am 13.07.2011 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Bevor ihr andere belächelt...

    Jooo, ist ja kein Ding wenn da son paar Dachziegel und Bäume durch die Luft fliegen. Eingeschlagene Fenster sind nach einer Regennacht auch nix ungewöhnliches. Ist ja nur ein Sommergewitter. Diejenigen, die letzte Nacht leichten Niederschlag erlebt haben, sollten sich erst besser informieren bevor sie hier gross mit "War ja gar nich so schlimm" kommen ;-) Ich fürchte mich normalerweise auch nicht vor Gewittern, aber als es letzte Nacht mein Fenster eindrückte fand ich's auch nicht mehr so lustig.

  • Meier am 13.07.2011 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wohlen (AG)

    Bei uns wars wirklich Horror, bin gerade durchs Dorf gelaufen. Bei manchen Häusern (vor allem älteren) fehlen teilweise alle Scheiben. Bei Manor hat es eine ganze Klimaanlage vom Dach gerissen. Die Leute stehen auf der Strasse und trauern um ihre Autos, weil sie teilweise nur noch Wellblech sind. Da bin ich schon fast froh, dass es bei mir (nur) alle Storen verbeult und eingedrückt hat.