Prozess in Solothurn

01. Februar 2011 22:47; Akt: 01.02.2011 20:50 Print

Zwei Betrüger ergaunerten 34 Millionen

von Alessandro Meocci - Eine Monsterermittlung geht zu Ende: Nach vier Jahren, 251 vollen Aktenordnern und über 30 Hausdurchsuchungen kommen zwei Betrüger endlich vor Gericht.

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Das Richteramt Solothurn-Lebern.

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Gewerbsmässiger Betrug, qualifizierte Veruntreuung, mehrfache Geldwäscherei: 130 Anleger aus dem In- und Ausland sind einem Treuhänder aus Solothurn und seiner deutschen Geschäftspartnerin auf den Leim gegangen. Rund 34 Mio. Franken hat das Gaunerduo insgesamt angenommen und «zweckentfremdet».

Aufgeflogen sind die Betrüger schliesslich, weil der Treuhänder an einem Postschalter in Solothurn 4,6 Mio. Franken in bar bezogen hat. «Darüber wurden wir von der Meldestelle für Geldwäscherei in Kenntnis gesetzt und haben angefangen zu ermitteln», so Staatsanwalt Domenic Fässler. Und diese Ermittlungen waren mons­trös: Seit August 2006 wurden 34 Hausdurchsuchungen durchgeführt, 42 Banken befragt und 64 Rechtshilfegesuche in acht verschiedenen Ländern gestellt. Die Untersuchungsakten füllen 251 Bundesordner.

«Ein Polizist war während vier Jahren praktisch ununterbrochen damit beschäftigt, die vielen Verknüpfungen zu entwirren», sagt Fässler.

Trotz akribischer Ermittlungen konnten nur gerade noch 640 000 Franken sichergestellt werden. Dem Betrügerpaar ­drohen nun bis zu 15 Jahre Gefängnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hochuli@sunrise.ch am 02.02.2011 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Außer Spesen nichts gewesen

    Ich nehme an, dass ein bedingter Urteilsspruch fallen wird, weil die meisten Taten verjährt sind. Es wird gelogen und vertuscht. Mit den richtigen Verteidiger wird es sind die Opfer die Täter.

Die neusten Leser-Kommentare

  • hochuli@sunrise.ch am 02.02.2011 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Außer Spesen nichts gewesen

    Ich nehme an, dass ein bedingter Urteilsspruch fallen wird, weil die meisten Taten verjährt sind. Es wird gelogen und vertuscht. Mit den richtigen Verteidiger wird es sind die Opfer die Täter.