Sicherheitsexperte warnt

09. Januar 2014 07:08; Akt: 09.01.2014 12:40 Print

«Al-Kaida-Kämpfer könnten in die Schweiz kommen»

von J. Büchi - Mit der Verschlimmerung der Lage in Syrien und im Irak steige die Gefahr, dass Terroristen als Flüchtlinge in die Schweiz kommen, befürchtet Sicherheitsexperte Albert A. Stahel.

storybild

Albert A. Stahel beobachtet die Situation im Nahen Osten mit Sorge. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Herr Stahel*, Sie warnen, dass Al-Kaida-Kämpfer unbemerkt nach Westeuropa einreisen könnten. Weshalb?
In Syrien und in der irakischen Provinz Anbar versuchen derzeit Bewegungen, die der Al Kaida angehören, die Herrschaft zu übernehmen. Die Situation in den betroffenen Gebieten verschlimmert sich von Tag zu Tag. Die Kämpfe dürften zur Vertreibung vieler Menschen führen. Al-Kaida-Mitglieder könnten die entstehende Flüchtlingsbewegung ausnutzen: Sie könnten sich unter die Vertriebenen mischen, um nach Europa zu kommen.

Mit welchem Ziel?

Es handelt sich um äusserst gewaltbereite Bewegungen. Es herrscht die Gefahr, dass sie sich mit bereits bestehenden Al-Kaida-Zellen in Europa verbinden. Daraus resultiert natürlich eine erhöhte Anschlagsgefahr.

Wo ist das Terror-Risiko Ihrer Einschätzung nach am höchsten?
Die Schweiz könnte genauso betroffen sein wie etwa Italien, Frankreich, Deutschland oder Schweden. Über potenzielle Anschlagsziele möchte ich derzeit nicht spekulieren.

Muss die Schweiz ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöhen?

Es ist zu hoffen, dass das Bundesamt für Polizei (Fedpol) beziehungsweise der Nachrichtendienst diese Entwicklungen auf dem Radar hat. Der Hintergrund von Flüchtlingen, die aus den betroffenen Regionen in die Schweiz kommen, muss genauestens durchleuchtet werden. Denn die Extremisten würden wohl mit Frauen und Kindern kommen – auf den ersten Blick wären sie damit kaum von echten Flüchtlingen zu unterscheiden.

*Albert A. Stahel ist Professor für Strategische Studien und Mitglied der Schweizer Demokraten.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Küsche am 09.01.2014 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Weltherrschaft

    Es ist entzetzlich zu sehen wie Al-Kaida und die extremen Islamisten auf der ganzen Welt in Ländern mit Auseinandersetzungen versuchen sich in diese Kriege einzumischen um die Macht zu übernehmen.Und dies mit äussester Brutaliät.Niemand soll vergessen!Dass Ziel der extremen Islamisten ist die Weltherrschaft!!!

    einklappen einklappen
  • kritiker am 09.01.2014 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ist das was neues?

    Der Herr Sicherheitsexperte ist erwacht, vielleicht leider zu spät. Wovor einige, oder besser gesagt eine, Partei schon seit jahren warnt, wird erst jetzt gehört. Es ist echt traurig wie unsere Politik funktioniert. Wir können nicht vorsorgen, im Voraus, kritisch und langfristig denken, unsere Politiker warten bis etwas tragisches passiert, dann erst wird gehandelt. Auch wird dann versucht den Schaden durch Massnahmen zu minimieren, obwohl man es hätte verhindern können. Ich hoffe in Bern öffnet das die Augen und jemand möge doch bitte den BR die rosarote Brille abnehmen. Danke

  • Roland Kämpe am 09.01.2014 07:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues

    Unter Flüchtlingen aus Gebieten mit Terroraktivitäten kann es auch Terroristen haben. Hätte mich das überraschen sollen? Für diese Erkenntnis brauchte es nun wirklich keinen Experten.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Liselote Meier am 09.01.2014 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    @Thommy

    Befreiungskampf ist nicht gleich Freiheitskampf. Frei ist weder der Marine noch der Al-Quaida Kämpfer. Kapital Diktatur/Glaubensdiktatur. Respekt hat weder die USA noch die Al-Quaida verdient. Ob sich jetzt einer in einem Markt in die Luft sprengt oder ob ein Stadtviertel zerbombt wird, es gehen immer Zivilisten drauf, welche von beiden Seiten wissend in Kauf genommen werden. Verschieden sind nur die Motive und Mittel welche zur Verfügung stehen. Dazu ist die Wahrnehmung sehr manipuliert, die Anzahl Toten Zivilisten im "Westen" gemessen an den Toten Zivilisten im Nahen Osten sind 1:100'000

  • Tommy am 09.01.2014 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    Definitionen

    Hier hat es wieder viele Polemiker die Al-Qaida als Freiheitskämpfer und Marines als Terroristen bezeichnen u.ä. Um das mal klar zu stellen: Freiheitskämpfer: Jemand der sein Land gegen Besatzer verteidigt. Ein Taliban der mit einem Gewehr einen US-Army-Konvoi angreift ist also ein legitimer Freiheitskämpfer (auch wenn seine Ideologie das Gegenteil von Freiheit ist) Terrorist: Jemand der gezielt wehrlose Unbeteiligte angreift. Wer sich also in einer U-Bahn oder auf einem Markt in die Luft jagt ist ein Terrorist, kein Freiheitskämper und verdient keinerlei Respekt!

  • KvB am 09.01.2014 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein lieber Herr Stahel........

    Sie argumentieren seit Jahren bei diesem Thema immer gleich. Nichts ist bis jetzt geschehen. Wir sollten erst mal das Personenfreizügigkeit- und Asylanten-Problem lösen. Saubere Bankgeschäfte betreiben und die Wirtschaftsbosse beim Geldscheffeln nicht noch mehr unterstützen. Das zieht diese Machtgierigen, nicht Gläubigen Al Khaidas an.

  • Der Neutrale am 09.01.2014 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dies...

    Ist alles eine Propaganda, denn die wahren Terroristen spielen sich im Hintergrund ab. Die angeblichen Terroristen sind afreiheitskämpfer die für ihr Land kämpfen.

  • Experten am 09.01.2014 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was bringen Warnungen?

    Dieser und jener Experte warnt.Die Warnungen kommen immer sehr bestimmt dahin betreffend gewissen Themen.Ist es neu,dass es unterschiedliche Flüchtlingsgruppen hat?