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21. Dezember 2011 17:22; Akt: 21.12.2011 17:22 Print

«Arena» zur «BaZ» wegen Somm geplatzt

Das Schweizer Fernsehen sagt eine auf Freitag geplante «Arena» zum Thema «Basler Zeitung» ab. BaZ-Chefredaktor Markus Somm wollte nur teilnehmen, wenn er nicht mit ehemaligen BaZ-Angestellten sprechen müsse.

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Fürchtet sich davor, dass Ex-BaZ-Leute Interna ausplaudern: Markus Somm, Chefredaktor der Basler Zeitung. (Bild: Keystone)

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Eine am Freitag geplante «Arena»- Diskussionssendung zur Situation der Schweizer Medien und speziell der «Basler Zeitung» (BaZ) kommt nicht zustande. BaZ-Chefredaktor Markus Somm mag nicht mit Ex-BaZ-Leuten debattieren, da keine Interna ausgeplaudert werden sollten.

Somm verbreitete am Mittwochnachmittag eine entsprechende «Persönliche Erklärung» per Communiqué, «um Missverständnisse zu vermeiden»: Er stelle sich Kritik, wann immer er sich frei äussern könne, müsse aber aus juristischen Gründen Geschäftsgeheimnisse schützen. Für Rückfragen war er nicht erreichbar.

Inakzeptable Bedingungen gestellt

Somm hatte seine Teilnahme zunächst zugesagt, wie er weiter mitteilte. Erst nachträglich habe er erfahren, dass ehemalige Mitarbeitende ebenfalls teilnehmen sollten.

Das Schweizer Fernsehen (SF) erklärt seinerseits die Absage - respektive den Wechsel des Sendungsthemas - in einem Communiqué damit, dass Somm seine Teilnahme an inakzeptable Bedingungen geknüpft habe: Er habe mit drei prominenten BaZ-Ehemaligen nicht diskutieren wollen, die in der ersten Reihe vorgesehen gewesen seien.

Die «Arena»-Redaktion gebe keinem Druckversuch nach und bestimme selber, wer mitdiskutiere, hiess es; «die journalistische Unabhängigkeit der 'Arena' hat oberste Priorität». Zu weiteren Auskünften war die SF-Medienstelle auf Anfrage nicht bereit.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • B. Kerzenmacher am 21.12.2011 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    Schade!

    Das wäre bestimmt eine interessante Arena geworden. Denn sowohl Hr. Somm, wie auch Herr Buess und Herr Leupin sind nicht aufs Maul gefallen. Hier hat sich Somm und seine "neue" BaZ offenbar keinen Gefallen getan. Der Konsument hat es nach wie vor in der Hand zu entscheiden (Abo).

  • Benny Toggbühler am 21.12.2011 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    Schuss ins eigene Bein

    Herr Somms Verhalten sagt doch schon alles zum Thema...

  • Basti vo Rotchrüz am 22.12.2011 06:19 Report Diesen Beitrag melden

    Oefentliche Austrittsgespräche?

    Klar, solche Gespräche mit ehemaligen Mitarbeitern werden unter vier Augen geführt. Die Entscheidung von Herrn Somm ist völlig richtig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Textableiter am 22.12.2011 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Die früheren Mitarbeiter

    kämpfen um Marktanteile für ihre neuen Arbeitgeber. Der Kampf findet nicht in der Arena statt.

    • Lorenz am 23.12.2011 13:21 Report Diesen Beitrag melden

      Geld regiert die Welt + nicht umgekehrt

      Ohne Geld gibts auch keine Arbeitsplätze, so einfach ist die Sache. Das Wettern gegen Geld + Macht ist ein Schuss ins eigene Bein.

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  • emmeli am 22.12.2011 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Negative Kommentare

    Es ist schon verwunderlich wie viele einen negativen Kommentar auf die Führung der BAZ abgeben. Warum hat kein Basler diese Zeitung übernommen und die Arbeitsplätze gesichert? Nur weil mal eine Zeitung nicht links ausgerichtet ist, schiesst man auf den "Chef". Ausser der WW gibt es in der Schweiz keine Zeitung die Miss- stände derart gut recherchiert und aufdeckt und links ist.

    • daren am 22.12.2011 14:45 Report Diesen Beitrag melden

      @emmeli

      Ich frag mich manchmal ob es überhaupt so viele Miss-stände gibt bei uns , oder man Sie einfach herbei redet resp schreibt! Ansonsten bin ich Ihrer Meinung

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  • Markus am 22.12.2011 08:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Theater

    Alles ein grosses Theater um die BaZ. Die Basler sollten doch dankbar sein, dass noch Leute in diese Zeitung investieren. Eine Arena-Sendung mit diesem Thema? Was interessiert mich die BaZ als Nich-Basler!? Vielleicht hat Blocher seine Verbindung zur BaZ nicht offengelegt, weil er wusste, dass die Basler dann unsachlich und emotional geprägt aufschreien.

  • Fritz Blaser am 22.12.2011 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Herr Somm

    Dieses Basler Theaterstück hat keinen Anspruch, dass sich die ganze Schweiz dafür interessieren müsste.

  • Theo Erni am 22.12.2011 06:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Links recht

    Gemäss den kommentaren sind linke medien gut und rechte böse?? Neutrale habe ich noch keine gesehen in der schweiz!