Sacha Wigdorovits

22. November 2019 21:48; Akt: 22.11.2019 21:48 Print

«Bin froh über Freispruch von schwerem Vorwurf»

Beide Parteien zeigen sich zufrieden mit dem Urteil in der Nacktselfie-Affäre um Geri Müller. Ein Punkt war PR-Berater Sacha Wigdorovits besonders wichtig.

Sehen Sie im Video, was die Parteien zum Urteil sagen. (Video: B. Zanni)
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Der Zürcher PR-Berater Sacha Wigdorovits zeigte sich nach der Urteilsbekanntgabe im Prozess um die Nacktselfie-Affäre am Freitag erleichtert. «Das Relevante ist, dass ich von dem gravierenden Vorwurf, ich hätte Beihilfe zur Nötigung begangen, freigesprochen wurde», sagte er.

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Sein Verteidiger Valentin Landmann bezeichnet das Urteil, das noch angefochten werden kann, als «sehr sorgfältig begründet». Grundsätzlich seien sie sehr zufrieden, weil sein Mandat vom schwersten Vorwurf freigesprochen wurde, sagt er. «Wir werden das Urteil aber noch sorgfältig prüfen.»

«Sicher eine gerechte Strafe»

Auch Andreas Meili, Anwalt von Geri Müller, ist zufrieden mit dem Urteil. «Aus Sicht von Geri Müller ist dies sicher eine gerechte Strafe», sagte er. Müller habe erwartet, dass das Verhalten Wigdorovits' als strafbar deklariert werde – in welchem Masse sei sekundär. «Der Grundsatz ist relevant.»

Wigdorovits machte sich in der «Nacktselfie-Affäre» rund um den früheren Aargauer Nationalrat Geri Müller nicht der versuchten Nötigung schuldig. Gemäss dem Bieler Einzelrichter Nicolas Wuillemin ist nicht erstellt, dass Wigdorovits Druck aufsetzte auf eine Frau aus dem Kanton Bern, der Geri Müller Anfang 2014 in einem Chat unter anderem Nacktbilder von sich zuschickte.

Bedingte Geldstrafe

Das Regionalgerichts Berner Jura-Seeland in Biel sprach ihn aber der Aufbewahrung und Kenntnisgabe unbefugt aufgenommener Gespräche schuldig. Am Freitag wurde Wigdorovits zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 560 Franken verurteilt, was etwas über 20'000 Franken ausmacht.

2014 brachte die «Schweiz am Sonntag» intime Text- und Bildnachrichten des damaligen Stadtpräsidenten von Baden und Grünen-Nationalrats an die Öffentlichkeit. Das Material hatte Müller aus dem Stadthaus an seine Chat-Partnerin verschickt. «Gerigate» schlug landesweit hohe Wellen und kostete ihn das Amt als Stadtpräsident. Aus dem Nationalrat trat er zurück.

(bz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolf am 22.11.2019 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unfähig

    40 Tagessätze a 560 Franken macht 22400 Franken aus und "nicht etwas über 20000 Franken" Schreiben fällt euch schon schwer, aber eine so einfache Rechnung solltet ihr doch hinbekommen.

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  • Vox populi am 22.11.2019 22:00 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder

    Bei einer Verurteilung wegen Nötigung hätten dem Herrn bis zu drei Jahre Gefängnis gedroht. Wenn er teilweise freigesprochen wurde, bedeutet dies, dass er auch teilweise schuldig gesprochen wurde?

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  • Küre am 22.11.2019 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow

    Überall nur noch Grün. Sogar bei Nacktselfies.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • noname am 23.11.2019 21:18 Report Diesen Beitrag melden

    mehr ist nicht zu sagen

    man kann es nun nal drehen wie man will. Herr Müller hat während der Arbeit Nacktselfis versendet. Das reicht. Alles Andere ist Beigemüse.

  • Fritz Döbeli am 23.11.2019 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wursthaut

    Darf Gerry das ,aus dem BadenStadthaus Selfies zu verschicken,,ich selber würde mich nie getrauen geschweige nur zu machen,und dann noch Wigdorovits noch zu klagen,es ist ja traurig das er den Lohn vom unseren Steuer hat,

  • Suellen am 23.11.2019 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hosenladen

    So was was Gerry Müller gemacht hat ,ist einfach nicht in Ordnung,dein zwei Meter bestes Stück ist einfach,Hosenladen zu,ich würde mich in den Boden schämen,

  • Politikern, tätig in der PW am 23.11.2019 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dies unterstützt von unseren

    Dieser Mann hatte in den letzten zwei Jahrzehnten soviele Stellenwechsel, wie kaum eine andere Person. Dies stets im obersten Lohnsegment.

  • beat am 23.11.2019 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    SUPERJOB als Agent?

    Kein Wort über das eigentliche Motiv oder die Auftraggeberin von PR-Berater Sacha Wigdorovits. SW machte einen Superjob: Es gelang ihm, GM - einen Kämpfer mit grossem Herz für unterdrückte Menschen im Gaza - souverän aus dem 'Verkehr' zu ziehen. An und für sich eine illegale Agententätigkeit.