Preisüberwacher Meierhans

24. Juli 2011 06:42; Akt: 24.07.2011 07:53 Print

«Der Bund könnte eine Milliarde sparen»

Stefan Meierhans, der Preisüberwacher der Schweiz, ist der Meinung, im Gesundheitswesen könnte viel Geld eingespart werden. Er zeigt auf, wo der Hebel angesetzt werden müsste.

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Stefan Meierhans geht in die Offensive und droht gar dem Innendepartement. (Bild: Keystone)

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Preisüberwacher Stefan Meierhans sieht beim Schweizer Gesundheitswesen noch ziemlich Luft nach oben. «Bis zu einer Milliarde» Franken könnte der Bund im Gesundheitswesen jährlich einsparen, wenn dieser seinen Empfehlungen folgen würde, sagt Meierhans. Im Interview mit der «SonntagsZeitung» zeigt er auf, wo die Summe mit dem notwendigen Willen rasch eingespart werden könnte. Allein dank dem Preisvergleich mit dem Ausland gibt man heute 550 Millionen Franken im Jahr weniger für Originalmedikamente aus.

Sparpotenzial in nochmals derselben Millionenhöhe ortet er etwa bei der Senkung der umsatzabhängigen Absatzmarge der Apotheker und der Selbstdispensationsärzte.

Meierhans droht dem Innendepartement

Und mit Festbeträgen der Kassen für Wirkstoffe liesse sich der Generika-Anteil erhöhen, sagt Meierhans. Meierhans verlangt vom zuständigen Innendepartement, nicht bis zum nächsten Prämienschub zu warten, sondern seine Empfehlungen umzusetzen.

Der Preisüberwacher droht dem Innendepartement gar, wenn es zum Handeln nicht in der Lage sei, «braucht es eben andernorts mehr Kompetenzen». Die Preisüberwachung suche diese Aufgabe zwar nicht, man wäre jedoch bereit, Einsparungen durchzusetzen.