Ueli Maurer

14. Dezember 2011 10:23; Akt: 14.12.2011 12:01 Print

«Die Partei wird das überleben»

Anders als seine Bundesratskollegen hat SVP-Bundesrat Ueli Maurer seine Wiederwahl zusammen mit der Parteibasis im Berner Hotel Kreuz miterlebt. Seine Anhänger feierten ihn mit einem minutenlangen Applaus.

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Ueli Maurer neben Erzfeindin Eveline Widmer-Schlumpf: Die Partei wird ihre Wahl überleben, findet er. (Bild: Keystone)

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Während die übrigen Bundesratsmitglieder im Salon du Président gemeinsam die Bundesratswahl erlebten, mischte sich der SVP-Bundesrat unters Volk. Maurer war bereits bei der Wiederwahl von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf im Hotel Kreuz anwesend. Er sprach der erzürnten SVP-Basis Mut zu. «Die Partei wird das überleben.»

«Wir sind es gewohnt zu kämpfen und das werden wir jetzt tun», sagte Maurer, begleitet von grossem Applaus. Maurer sprach sein Bedauern darüber aus, dass der Konkordanz von der Bundesversammlung nicht Rechnung getragen wurde.

Die Wiederwahl von Widmer-Schlumpf hatte bei der SVP-Basis zuvor einige empörte Reaktionen ausgelöst. Vereinzelt waren Pfiffe und wütende Ausrufe zu vernehmen. Viele hatten das Ergebnis aber schon kommen sehen.

Nicht falsch verstehen

Auch Maurer drückte sein Bedauern über die Nichtwahl der SVP-Kandidaten aus: «Das ist kein guter Tag für die Schweiz.» Denn, sagte der Verteidigungsminister in Bezug auf die nicht gewählten SVP-Kandidaten, man könne nicht einfach «Leute ausschliessen, deren politische Meinung einem nicht genehm ist».

Maurer betonte später gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, diese Aussagen seien nicht gegen Bundesrätin Widmer-Schlumpf gerichtet. «Das Kollegialitätsprinzip ist mir wichtig», liess er über seine Sprecherin Silvia Steidle ausrichten.

Resignation

Aufgrund der ungünstigen Prognosen war unter den SVP-Anhängern bereits frühmorgens eine gewisse Resignation auszumachen. «Ich befürchte, dass es keinen zweiten SVP-Sitz geben wird», sagte ein Sympathisant aus dem Emmental.

«Es ist gelaufen», meinte Manuel Brandenberg, Präsident der Zuger SVP, als sich GLP-Fraktionschefin Tiana Moser für die bisherige Regierungszusammensetzung aussprach.

In der Tat schien sich der Grossteil der Anwesenden bereits vor der Wahl mit dem Status quo abgefunden zu haben, die Stimmung im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal war jedenfalls eher aufgeräumt als aufgeregt.

Die Verabschiedung der abtretenden SP-Bundesrätin Micheline Calmy- Rey ging im Stimmenwirrwarr unter. Erst als SVP-Fraktionschef Caspar Baader um 8.30 Uhr von der Bundesversammlung ein Bekenntnis zur Konkordanz forderte, waren die angeregten Gespräche verstummt.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rönz am 14.12.2011 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eidgenossen

    Die "Schweizer" wählen SP. Die Eidgenossen wählen SVP! Leider gibt es immer mehr "Schweizer"!

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  • Paul am 14.12.2011 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Staatsmännisch

    Staatsmann Maurer hat gezeigt was er unter Staatsmännisch versteht. Nicht anwesend bei seiner Wahl, Wahlentscheidung des Parlaments als Schwarzer Tag taxieren..... Es kann nun wieder die alte Platte der SVP aufgelegt werden anstelle bei Problemlösung gemeinsame Lösungen zu finden

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  • Zukunftsgläubiger am 14.12.2011 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte aufräumen

    Bitte Herr Spuler und Herr Jenny, räumen sie auf . Der Zürcher Flügel mit BBB und M muss gehen, sonst werden die wichtigen Geschäfte im Parlament weiterhin massiv gestört. In der Schweiz wurde und wird keine Oppositionspolitik betrieben, schon gar nicht wegen eines umtriebigen Milliardärs.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Michel Garon am 14.12.2011 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BR Ueli Maurer hat wenig Stil

    Beschämend, einfach nur beschämend der Auftritt von Ueli Maurer. Hier zeigt sich ganz unverblümt, was unser Verteidigungsminister von Kollegialität hält - es wäre zumindest stilvoll gewesen, das gesamte Wahlprozedere gemeinsam mit dem Kollegium mitzuverfolgen ... Lieber Herr BR Maurer: hätte es nicht gereicht, erst kurz nach abgeschlossener Wahl aller BR Ihre Aufwartung bei der Basis zu machen.

  • Dario Känel am 14.12.2011 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    Sachpolitik

    Ich hoffe für uns Schweizer das endlich wiede Sachpolitik gemacht wird und nicht diese kraftraubende Geld verschwendende Personal Politik wie sie heute leider immer mehr vorkommt. Zur Strategie der SVP kann ich nur sagen im Kindergarten wechselt man alle 2 Minuten die meinung nicht im Parlament!

  • Bruno Hochuli am 14.12.2011 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Maurer enttäuscht schwer

    Was Herr Maurer im Hotel Kreuz von sich gegeben hat, wirft ein zweifelhaftes Licht auf ihn. So wie er sich äußerte, macht es ihm keine Freude im Bundesrat mitzuarbeiten. Wenn es so ist, wäre er besser gleich zurück getreten. So wäre ein Verhinderer weniger vorhanden.

  • Max Heiniger am 14.12.2011 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Partei wird das überleben

    Als SVP-Mitglied muss ich feststellen, dass die Schweiz wirklich neu tickt. Die jüngere Vergangenheit hat das mehrfach gezeigt. Um endlich wieder einmal konsequent zu sein, müsste die SVP nun in die Opposition gehen und zwar ohne Wenn und Aber. Also ohne Regierungsbeteiligung.

  • Paul am 14.12.2011 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Staatsmännisch

    Staatsmann Maurer hat gezeigt was er unter Staatsmännisch versteht. Nicht anwesend bei seiner Wahl, Wahlentscheidung des Parlaments als Schwarzer Tag taxieren..... Es kann nun wieder die alte Platte der SVP aufgelegt werden anstelle bei Problemlösung gemeinsame Lösungen zu finden

    • Gilbert Esseiva am 14.12.2011 14:41 Report Diesen Beitrag melden

      Staatsmännisch

      Richtig. Nicht nur nicht staatsmännisch sondern auch stillos und unkollegial, speziell sein offline Kommentar gegenüber dem SRG Vertreter im Hotel Kreuz. Schade!

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