Trockenheit

16. Juli 2018 20:47; Akt: 16.07.2018 23:02 Print

«Es müsste über Wochen stark regnen»

Auch der Starkregen hilft gegen die aktuelle Trockenheit nicht. Um die Grundwasserspiegel anzuheben, brauche es viel mehr Niederschlag, sagt ein Experte.

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Die Wiesen färben sich gelb und braun, die Salate der Bauern verwelken noch auf dem Feld und die Waldbrandgefahr steigt. In weiten Teilen der Schweiz herrscht Trockenheit, daran ändern auch die massiven Niederschläge vom Sonntagabend nichts.
«Wirklich stark geregnet hat es nur im Jura und in den Alpen, im Mittelland war der Regen eher ein Tropfen auf den heissen Stein», sagt Manfred Stähli von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL).

Viele Kantone hätten bereits Anfang Monat tiefe Grundwasserspiegel gemeldet, und seither habe sich die Lage noch verschärft. In einer solchen Situation brauche es viel Niederschlag, um die Grundwasserpegel wieder in den normalen Bereich zu bringen. «Es muss über Wochen stark regnen, je nach Lage sogar bis zu einen Monat lang. Eine solche Entspannung ist jedoch nicht in Sicht.»

Austrocknung sei schon sehr hoch

Zusammen mit ETH und Bund betreibt die WSL ein Trockenheitsportal. Die Prognose: In den Regionen Zürich, Ostschweiz und Tessin droht ein hohes Feuchtigkeitsdefizit. Die Situation sei noch nicht so schlimm wie im Hitzesommer 2003, damals habe es im Frühling noch weniger geregnet, was die Situation im Sommer verschärft habe. Die Austrocknung sei im vergleich mit dem Hitzesommer 2015 aber bereits «sehr hoch».

Für diese Woche seien aber immerhin zahlreiche Schauer und Gewitter prognostiziert worden. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar. «Die aktuellen Monatsvorhersagen prognostizieren bis Anfang August überdurchschnittliche Temperaturen und keine klare Tendenz für den Niederschlag», schreiben die Forscher.

Stähli warnt: «Je länger grosse Niederschlagsmengen ausbleiben, desto kritischer wird die Situation beim Grundwasser.» Bauern hätten bereits Probleme, ihre Felder genügend zu bewässern. «Beim Trinkwasser sind wir jedoch weit von einer Knappheit entfernt.»

(the)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pit61 am 16.07.2018 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Regen

    Aber bereits nach einem Tag Regen würde unsere Spassgesellschaft wieder jammern.

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  • Negan am 16.07.2018 23:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewitter

    Ich freue mich auf sämtlichen Regen und jedes Gewitter. Dass die Temperaturen wenigstens ein paar Tage auf ein angenehmes Niveau sinken und der Trockenheit entgegenwirken

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  • Nadine am 16.07.2018 23:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sommergewitter

    Ich bin um jeden Regen froh. Die Wiesen sind überall braun und auch viele Sträucher sind dürr. Mir tun auch die Tiere leid, die auf Wasser angewiesen sind. Die Bauern haben es ebenfalls schwer bei dieser Trockenheit!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Patrick am 22.07.2018 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Man sieht ja wie die Gesellschaft....

    Verblödet ist und wohlstandsverdrossen. In der Badi werden (vor allem von reichen Expats) die Duchen einfach laufen gelassen. Jeder wäscht seinen SuV Panzer jeden 2. Tag mit dem wertvollen Trinkwasser. Die Politik müsste dagegen steuern und die Millionen Liter Wasser recyclen die täglich die Duschen herab laufen. In 20 Jahren werden wir sicher dazu gezwungen werden. Auch verbrauchs abhängige Nebenkosten sollten kommen. Wer Wasser wie Müll behandelt sollte dafür teuer bezahlen. Aber man sieht ja wie die Leute heutzutage ja den Abfall in den See anstatt in den Mülleimer werfen.

  • Regentrude am 19.07.2018 01:59 Report Diesen Beitrag melden

    nicht nur ein Märchen

    Die Regentrude von Theodor Storm kommt mir seit Tagen immer wieder in den Sinn. Eine wirklich lesenswerte Geschichte. Es wiederholt sich alles. Möge es bald einmal regnen, damit die Natur, Tier und Mensch nicht darunter leiden müssen.

  • Petrus & Paul am 18.07.2018 04:16 Report Diesen Beitrag melden

    Lasse es regnen

    Den Bauern geht das Futter aus..

  • maja naef am 17.07.2018 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    ewiges Gejammer geht mir auf den ...

    regnet es wird gejammert ist es schön wird gejammert. wer soll da diese Berichte noch ernst nehmen.

    • Eidgenossin am 18.07.2018 05:36 Report Diesen Beitrag melden

      @maja naef

      Es jammert niemand .Das Klima hat sich drastisch verändert die Sommer sund mit 30 Grad und mehr zu heiss das sind Wüstentemperaturen wo nicht hierher gehören! Die Ozonschicht ist dünn geworden und dieSonne brennt gnadenlos runter!Das macht einem Sorgen. Früher waren die Sommer keine 30 Grad und die Winter waren kalt. Jetzt ist alles zu warm zu heiss. Wir Menschen haben das verursacht.

    • Linda am 18.07.2018 05:59 Report Diesen Beitrag melden

      @maja naef

      Wenn Sie sich so aufregen warum lesen und kommentieren Sie denn?

    • play am 18.07.2018 13:46 Report Diesen Beitrag melden

      @Eidgenossin

      Wir hatten vor 30 Jahren in der Schule ab 35 Grad einen sogenannten Hitzetag gehabt. Nicht sehr oft, doch manchmal bekamen wir deshalb frei. Nur weil man es Ihnen so sagt, heisst es nicht, dass 30 Grad im Sommer nicht normal sein würden. Unglaublich was Propaganda mit manchen Menschen anstellen kann.

    • Eidgenossin am 18.07.2018 16:05 Report Diesen Beitrag melden

      @play

      Das sehen sie komplett falsch ich war vor 30 Jahren ebenfalls in der Schule und ich kann berichten das die Sommer erträglich waren da hatte es keine Temperaturen von 30 grad und mehr . Wir brauchten kein Hitzefrei. Das Klima hat sich bedenklich drastisch geändert die Sommer zu Heiss die Winter zu warm. Das ist keine Propaganda wie Sie mir vorwerfen sondern eigene Erfahrung. Die schuld an dieser extremen Klimastörung trägt einzig und allein der Mensch mit seiner Umweltverschmutzung!

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  • G.R. am 17.07.2018 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Salat oder Zuckerrüben?

    Dieses Salatfeld sieht aus wie Zuckerrüben!? Welche Salatsorte ist es denn?