P-26

07. September 2009 19:24; Akt: 07.09.2009 19:27 Print

«Geheimarmee» muss nicht mehr schweigen

Für die Veteranen früherer Widerstandsorganisationen wie dem Projekt 26 (P-26), die später als «Geheimarmee» bekannt wurden, gilt keine Schweigepflicht mehr.

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Verteidigungsminister Ueli Maurer hat dies am Montag im Namen des Bundesrats aus Anlass einer Interpellation von Theo Maissen (CVP/GR) im Ständerat festgehalten und gleichzeitig den damals Beteiligten herzlich gedankt. Die Widerstandsorganisation sei bei Bekanntwerden etwas in ein schiefes Licht geraten, sie sei aber immer klar geführt und ein Beispiel wirklich generalstabsmässiger Vorbereitung gewesen.

Maissen hatte um eine Klarstellung der Geheimhaltungsvorbehalte gebeten, weil die Schweigepflicht für die Mitglieder dieser Kaderorganisationen, die bei einer Kapitulation der Armee und einer Besetzung der Schweiz aktiv geworden wären, nie aufgehoben worden sei. Zudem gebühre diesen Männern und Frauen Dank, weil sie im Ernstfall grössten Risiken ausgesetzt gewesen wären. Nicht gefolgt ist Maurer aber Maissens Wunsch, den Veteranen noch einen Brief zu schreiben. Der Bundesrat wolle es beim offiziellen Dank und der offiziellen Entbindung von der Geheimhaltung belassen, sagte Maurer. Es gebe nämlich Veteranen dieser Organisationen, die nicht persönlich adressiert werden möchten. Man wolle keinen Zwist in Familien treiben und nachträglich grosse Diskussionen auslösen, sagte Maurer. Widerstandsorganisationen existierten in der Schweiz von 1940 bis 1991.

(ap)