Mathias Reynard

05. Dezember 2011 23:59; Akt: 06.12.2011 01:00 Print

«Habe keinen politischen Graben gespürt»

von Andy D. Veraguth - Der Sessionsstart des neu gewählten Parlaments war gestern ein ganz besonderer Moment für Mathias Reynard. Im Interview erzählt der jüngste Nationalrat von seinen Gefühlen bei der Eröffnungsrede und seinem Piercing.

storybild

Nationalrat Mathias Reynard. (Key)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Herr Reynard, Sie durften gestern als Jüngster im Parlament die Eröffnungsrede halten. Waren Sie nervös?
Mathias Reynard: Zuerst fühlte ich einen unglaublich grossen Druck und starke Emotionen. Als ich merkte, dass es gut lief, spürte ich eine grosse Zufriedenheit.

Worüber haben Sie in Ihrer Rede gesprochen?
Ich sprach darüber, wie ich mir die Schweiz von morgen vorstelle. Ich träume vom Zusammenhalt zwischen den Generationen, Regionen und sozialen Unterschieden in unserem Land. Bald aber ist ausgeträumt und meine Arbeit als Nationalrat beginnt.

Wie steht es denn mit dem politischen Zusammenhalt in der Schweiz?

Ich habe im Parlament keinen politischen Graben gespürt. Sicher aber wird sich das Klima ändern, sobald der Normalbetrieb Einzug hält. Aber auch wenn man unterschiedliche Standpunkte hat, sollte man Respekt für andere Meinungen zeigen. In meiner Zeit als Walliser Kantonsrat hat die Zusammenarbeit mit Bürgerlichen stets gut geklappt. Ich bin sicher, dass das auch in Bern klappen wird.

Sie tragen ein Piercing im Gesicht, sind Sie nicht zu alt dafür?

Ich glaube nicht, ich bin erst 24 Jahre alt. Ich werde es behalten.