Schicksal

10. April 2019 16:55; Akt: 11.04.2019 13:53 Print

«Ich bin Mami und heimlich Escort»

von D. Pomper - Sandra sagt: Dank ihrem Nebenjob als Escort könne sie ihren Kindern mehr bieten. Hauptsächlich mache sie den Job aber zum Spass.

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Sandra ist Escort-Girl und Mutter. Bild: 20minuten

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Eigentlich führt Sandra* ein bürgerliches Leben im Kanton Bern. Die 30-Jährige arbeitet hauptberuflich in der Logistik und als Sozialarbeiterin. Sie hat zwei kleine Kinder und ist single. Doch ein- bis zweimal pro Monat taucht sie in eine andere Welt ein, von der niemand etwas weiss. Sandra arbeitet als Escort-Girl.

Motivation

«Solange meine Kinder klein sind, will ich keine Beziehung. Auf Sex will ich dennoch nicht verzichten. Als Escort treffe ich spannende Männer, die mich verwöhnen. Sie laden mich zum Essen, ins Kino oder in ein Luxushotel ein. Ich kann in eine Welt eintauchen, zu der ich sonst keinen Zugang hätte.»

Männer

«Klar sind die Männer nicht immer Bodybuilder. Oft sind sie älter. Aber das mag ich.»

Dienstleistungen

«Massieren, gemeinsam duschen, küssen. Sex gehört dazu, passiert aber nicht zwingend. Leichte SM-Spiele mit Peitsche sind okay. Würgespiele würde ich aber nie zulassen. Manchmal schmusen wir auch nur und schauen TV.»

Geld

«Für eineinhalb Stunden mit einem Mann erhalte ich 550 Franken. Davon gehen 30 Prozent an meine Agentur.»

Kinder

«Mit dem Geld, das ich zusätzlich als Escort verdiene, kann ich meinen Kindern etwas kaufen, oder wir können damit in die Ferien gehen. Klar könnte ich auch in einer Bar arbeiten. Aber dann hätte ich gar keine Zeit mehr für meine Kinder. Ich will auch einmal zu Hause sein.»

Prostitution

«Im Gegensatz zu Prostituierten stehen wir Escorts nicht auf der Strasse und warten, bis jemand kommt. Wir haben auch nicht mehrere Männer in einer Nacht. Das würde mich ekeln. Ausserdem machen wir den Job nicht des Geldes wegen. Sondern weil wir Spass daran haben.»

Negative Erfahrungen

«Gewalt oder Ähnliches habe ich zum Glück noch nie erlebt. Verärgert war nur einmal ein Mann, der drei Stunden massiert werden wollte.»


*Name von der Redaktion geändert.

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