Mutter von Isabella T.

04. Februar 2018 20:11; Akt: 05.02.2018 07:53 Print

«Ich habe Angst, meine Tochter zu sehen»

Die Polizei hat im Zusammenhang mit der getöteten Isabella T. einen Verdächtigen verhaftet. Die Mutter glaubt nicht an eine gerechte Strafe.

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Isabella T.* (20) ist tot. Sie wurde in einen Teppich gerollt in einem Waldstück in Zezikon TG aufgefunden. Kurz vor ihrem Verschwinden hielt sie sich in einer Wohnung auf, nur wenige Kilo­meter vom Fundort ihrer Leiche entfernt. Beim Mieter der Wohnung handelt es sich laut «Tele Züri» um einen 36-jährigen Südamerikaner. Er wurde Ende November offenbar im Zusammenhang mit Drogendelikten festgenommen, dann aber wieder auf freien Fuss gesetzt.

Ein Nachbar sagte dem Sender, der Mann sei durch seine aggressive und laute Art aufgefallen. Am Donnerstag hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Ob es sich beim Verhafteten um den 36-jährigen Mieter handelt, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft war für 20 Minuten nicht erreichbar. Es gilt die Unschuldsvermutung.

«Ich weiss nicht, ob ich das kann»

Ob es sich beim Verhafteten um den Mann handelt, mit dem Isabella T. zuletzt auf einem Foto in einem Zürcher Club zu sehen war, ist ebenfalls noch nicht klar. Der Mann war für 20 Minuten nicht zu sprechen. Violeta T., der Mutter der getöteten Isabella, bringt die Festnahme eines Verdächtigen keinen Trost. «Meine Tochter ist tot», sagt sie zu 20 Minuten. «Egal, zu was der Täter verurteilt wird: Er lebt, er kann essen, er kann trinken.»

Die Staatsanwaltschaft habe der Familie mittlerweile erlaubt, ihre verstorbene Tochter zu sehen, sobald der Leichnam freigegeben sei. Ihr Mann wolle das tun, sagt Violeta T. «Ich habe Angst. Ich weiss nicht, ob ich das machen kann.» Der Leichnam von Isabella sei nicht mehr ihr Kind, das sie gekannt habe.

Sie wolle dem Täter nun in die Augen schauen. Sie könne das Vorgefallene nach wie vor nicht richtig glauben und benötige Antidepressiva. Ihre Hoffnung ruhe darauf, dass der Täter zur Rechenschaft gezogen werde, sagt Violeta T.

(ehs)