Penisverlängerung

10. März 2020 16:56; Akt: 11.03.2020 12:45 Print

«Ich habe meinen Penis um 6 cm verlängert»

von Jacqueline Straub - J. B. versuchte, mit Penispumpen und Cremen sein bestes Stück zu verlängern. Weil alles nichts nützte, hat er sich nun in Zürich den Penis operieren lassen.

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Jedes Mal, wenn sich J. B.* einen Pornofilm ansah, blieb sein Blick am besten Stück des Protagonisten hängen. Auch in der Umkleidekabine oder in der Sauna verglich er sich mit anderen Männern. Er schaute dann auf seinen eigenen Penis, der im schlaffen Zustand 7,5 Zentimeter mass. Die durchschnittliche Penislänge liegt zwischen sieben und acht Zentimetern. «Das macht schon etwas mit einem. Mein Urologe sagte mir zwar, dass ich einen normal grossen Penis habe, er schien mir aber doch etwas klein zu sein», erklärt B. Also strich er sich mit Cremen ein, kaufte eine Penispumpe und machte Stretch-Übungen, bei denen der Penis von Hand gedehnt wird. Jahrelang. Doch der Erfolg blieb aus. «Das ist doch alles Lug und Betrug», sagt J. B. rückblickend.

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«Der Penis ist halt ein Männlichkeitssymbol»

Schlechte Erfahrungen aufgrund der Grösse seines Geschlechts habe er nie gemacht, sagt B. Frauen hätten ihm ab und zu sogar Komplimente gemacht. «Ich wollte aber das Maximale rausholen. Der Penis ist halt ein Männlichkeitssymbol.» Ein längerer Penis würde zu einem höheren Status unter Männern beitragen. Also entschied sich der 60-Jährige aus dem Raum Zürich zu einem radikalen Schritt: Er beschloss, seinen Penis verlängern und verdicken zu lassen. Doch sein Urologe kannte keinen Chirurgen, der eine solche Operation in der Schweiz durchführen konnte. Schliesslich stiess er auf den Schönheitschirurgen Deniel Kish aus Zürich.

«Es braucht natürlich viel Vertrauen in den Schönheitschirurgen. Es geht ja schliesslich um mein bestes Stück. Da reist man nicht einfach ins Ausland, nur weil es dort günstiger ist.» Knapp 12'000 Franken zahlte B. für die OP. Angst vor Risiken, etwa vor einem entstellten Penis, Infektionen, Erektions- und Sensibilitätsstörungen, hatte B. keine. Er kenne durchaus Geschichten, bei denen eine OP schiefgelaufen sei und der Penis danach sogar noch kürzer gewesen sei oder es durch die Fettunterspritzung zu Unregelmässigkeiten gekommen sei.


«Acht Wochen darf ich keinen Sex haben»

Vor sechs Wochen war es so weit. B. erhält eine Vollnarkose. Chirurg Kish entnimmt ihm Eigenfett aus seinem Bauch und spritzt es ihm in den Penis. Dann durchtrennt er am Schambein die Halterbänder des Penis, was zur Verlängerung des Penis führt. Als B. nach der eineinhalbstündigen Operation aufwacht, ist er glücklich, spürt aber Schmerzen im Bauch. «Die ersten zwei Wochen nach der Operation waren sehr unangenehm. Mein Penis war sehr geschwollen, ich musste weite Hosen tragen und konnte nur breitbeinig sitzen.» Die Narben werden in ein paar Wochen nicht mehr zu sehen sein. Acht Wochen sollte er keinen Sport treiben und keinen Sex haben. «Es ist schrecklich. Aber ich halte die Anweisungen des Arztes ein.»

«Diese paar Zentimeter schenken mir Attraktivität und Vitalität»

B.s Penis ist im Ruhezustand nun 13 cm lang und hat 4,5 cm mehr Umfang. «Diese paar Zentimeter schenken mir Attraktivität und Vitalität. Sie geben mir neues Selbstbewusstsein», sagt er und lächelt. Wenn er sich im Spiegel anschaue, fühle er sich nun männlicher und schöner. «Ich liebe meinen längeren und dickeren Penis.» Von der OP weiss nur seine Partnerin. «Ich habe es für mich gemacht und nicht, um meinen Penis anderen vorzuführen», so J. B.

In zwei Wochen dann darf J. B. das erste Mal nach seiner Penis-Operation wieder mit seiner Partnerin schlafen. «Ich kann es kaum erwarten. Es wird sicher fantastisch.»

*Name der Redaktion bekannt

Mitarbeit: Matthias Gröbli