Schönheitschirurg Meyer-Fürst

26. Februar 2015 16:46; Akt: 26.02.2015 16:57 Print

«Ich werde noch dieses Jahr wieder operieren»

Weil er bei Schönheitsoperationen gepfuscht haben soll, darf der Zürcher Chirurg Peter Meyer-Fürst nicht mehr operieren. Jetzt nimmt er erstmals Stellung.

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Der 78-jährige Zürcher Schönheitschirurg Peter Meyer-Fürst geriet immer wieder mit Negativschlagzeilen in die Medien. 2007 wurde er vom «Kassensturz» mit einer versteckten Kamera gefilmt, die seine fragwürdigen Behandlungsmethoden aufdecken sollte. Dabei blieb es nicht. Erst kürzlich wurde Meyer-Fürst erneut vorgeworfen, bei Operationen gepfuscht zu haben. Auch bei 20 Minuten hatten sich etliche Frauen gemeldet, die angeblich Opfer des Chirurgen wurden. Ob sie tatsächlich vom Zürcher Arzt operiert worden sind, konnte bisher nicht belegt werden.

Schliesslich hat das Gesundheitsdepartement des Kantons Zürich im Januar ein Aufsichtsverfahren eingeleitet, gestützt auf die Anzeige der 19-jährigen Larissa M.*, die sich in der Tagesklinik von Meyer-Fürst die Brüste hatte verkleinern lassen. Diese Klinik wurde mittlerweile geschlossen, nachdem sich die junge Frau an den «Kassensturz» gewandt hatte.

Aussage gegen Aussage

Im Gespräch mit der «Weltwoche» nimmt Meyer-Fürst nun erstmals Stellung. Die Anschuldigungen gegen ihn seien haltlos, viele der vermeintlichen Opfer Trittbrettfahrer. Im Fall von Larissa M., die den Chirurgen schliesslich anzeigte, habe der «Kassensturz» einseitig berichtet und wesentliche Fakten weggelassen. So sei sie mehreren wichtigen Nachkontrollen ferngeblieben, habe viel zu früh ihre körperlich anspruchsvolle Arbeit wieder aufgenommen und sei trotz der Komplikationen in die Ferien gefahren. Dieser Belastung habe die Wunde nicht standgehalten, sagt er. Ausserdem habe die Patientin die angeordnete Einnahme der verschriebenen Antibiotika nur teilweise eingehalten.

«Kassensturz»-Chef Wolfgang Wettstein kontert jedoch. Larissa M. habe alle Anweisungen befolgt und sei lediglich ein einziges Mal nicht zur Nachbehandlung gegangen, allerdings hatte sie sich vorab entschuldigt. Auch die Schonzeit von vier bis sechs Wochen habe sie eingehalten. Erst nach fünf Wochen sei sie wieder arbeiten gegangen. Einen Beleg dafür habe Wettstein allerdings nicht vorweisen können.

Klage gegen Akteure

Dass er gepfuscht habe, weist Meyer-Fürst ganz klar von sich. «Bei mir gibt es weit weniger Vorfälle als bei den anderen, die Leute rennen bei mir einfach immer an die Öffentlichkeit», sagt er zur «Weltwoche». Dass Larissa M. mit ihrer Anzeige Erfolg haben wird, glaubt er nicht. Im Fall einer anderen Patientin, deren Ohren nach einer Korrektur teilweise abgestorben sind, sei er bereit, die Konsequenzen zu tragen. Die Ursache müsse von einer unabhängigen Stelle untersucht werden.

Meyer-Fürst holt jetzt zum Gegenschlag aus. Er sei daran, eine Klage gegen all jene einzureichen, die zum Entzug seiner Bewilligung beigetragen haben. Er wolle seine Ehre zurück. Und der 78-Jährige glaubt an seinen Erfolg: «Ich versichere Ihnen, dieses Jahr noch werde ich wieder im Operationssaal stehen – und alle, die die Hetzjagd gegen mich angezettelt haben, werden im Gefängnis sitzen.»

(vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • frau am 26.02.2015 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    niemals

    nie im leben würde ich bei so einem alten doktor hinhalten...

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  • llz am 26.02.2015 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    old man

    78! Der Mann sollte besser in Pension gehen!!

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  • Mr Silikon am 26.02.2015 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wohl eher nicht!

    Blind von der eigenen Unfähigkeit!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zürcher am 27.02.2015 23:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alterstest

    Wieso muss ich mit 70. zum Auto Alterstest und solche Ärzte dürfen einfach weiter machen , wer prüft den Mann auf Demenz ?

  • Hua Hin am 27.02.2015 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sak Stark

    Peter Meyer Fürst dieser Könnte sich auch bei mir unters Messer legen um eine Schönheits OP vorzunehmen schliesslich habe ich vor 50 Jahren in der Lehre als Heizungsbauer und war immer sakstark in meinem Beruf.

  • Yolanda am 27.02.2015 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Unvernünftiger sturer Rentner

    Mit 78 Jahren sollste man so vernünftig sein, um in Pension zu gehen. Erst recht, wenn einem so viele Fehler passieren. Und zudem geht es da um Menschen, die verunstaltet und leiden müssen.

    • Sascha am 27.02.2015 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Zu alt für op

      Der gehört ins altersheim und hat nichts mehr in einem operationssaal zu suchen. Und wenn dem staat schweiz was an uns bürgern und patienten was liegen würde, dann wären auch chirurgen mit 65 in pension

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  • Tobi von Baden am 27.02.2015 09:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich?

    Es wäre doch mal interessant zu wissen, wer denn sonst noch bei dem Herrn war und ob es auch zufriedene Kunden gegeben hat. Ich glaube nicht mehr alles was ich lese... Die Frau die sich die Brust verkleinern liess ist deutlich übergewichtig - wenn sie etwas abgenommen hätte, wären die Brüste auch kleiner geworden. Dass sie hierfür zu bequem war und einfach mal eben eine Operation macht passt doch irgendwie dazu, Termine nicht wahrzunehmen! Vielleicht hat sie das ganze unterschätzt. Ich weiss einfach nicht ob ich das glauben soll, was sie sagt, ehrlich!

  • Dame am 27.02.2015 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Erfahrungen

    Ich habe mir vor 2 Jahren bei ihm die Brüste machen lassen und muss sagen, ich bin mehr als zufrieden! Es gibt einige Punkte die MUSS man nach der OP beachten, wer dies nicht macht, der muss halt auch mit Konsequenzen rechnen. Es gibt viele Ärzte die halb so alt sind , und regelmässig einiges mehr versauen. Wie viele werden im Spital falsch operiert? Das falsche Bein, zu viel oder zu wenig. und trotzdem gibt es nicht so einen Aufstand wenn etwas passiert. Wer operiert werden muss und es geht etwas schief, dann war es Unglück. Wer operiert werden will und es geht etwas schief, dann Päch gha !

    • Penelope am 27.02.2015 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dame

      Liebe Dame man kanns auch so sehen ; wenn die OP gelingt ist der Arzt super, falls es schief geht, ist der Patient schuld !

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