Prozess Rupperswil

13. März 2018 10:22; Akt: 13.03.2018 13:23 Print

«Wenn Sie das lesen ... das vergesse ich nie mehr»

Der Prozess gegen Thomas N. läuft. Das Interesse ist riesig. Auch Privatpersonen sind vor Ort.

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Die Gerichtszeichnung zeigt Thomas N. zusammen mit Verteidigerin Renate Senn (rechts). Das Bezirksgericht Lenzburg tagt in den Räumlichkeiten der Mobilen Polizei in Schafisheim – unweit des Tatorts in Rupperswil. Strenge Eingangskontrolle: Hier gibt es einen Personen-Check wie am Flughafen. Dienstag, 7 Uhr: Eintreffen der Prozessteilnehmer. Dienstag, 6.30 Uhr: Zugangskontrolle für die Prozessteilnehmer am Bezirksgericht in Schafisheim. Der Prozess wird von in- und ausländischen Medien verfolgt. Nur kurz erhellte sich am frühen Morgen der Himmel. Danach war es wieder kalt und nass. Die Journalisten warten gebannt, bis die privaten Personen eintreffen, die den Prozess live verfolgen werden. Der Prozess um den Vierfachmord von Rupperswil findet im Gebäude der Mobilen Polizei in Schafisheim AG statt. Aus Platzgründen verhandelt das Bezirksgericht Lenzburg den Fall in diesem Saal. Neben 65 akkreditierten Medienvertretern verfolgen 35 Privatpersonen die Verhandlung. Der heute 34-jährige Schweizer Thomas N. hat die Tat nach seiner Festnahme im Mai 2016 gestanden. Amtliche Pflichtverteidigerin: Die Aargauer Rechtsanwältin Renate Senn ist Spezialistin für Strafrecht und verteidigt den geständigen Täter. Bekannte beschreiben ihn als Einzelgänger: In diesem Haus in Rupperswil wohnte der Täter. Thomas N. wurde fünf Monate nach der Tat gefasst: Barbara Loppacher, leitende Staatsanwältin, informiert in Schafisheim über die Festnahme. (13. Mai 2016) In einem Rucksack, den die Polizei bei der Durchsuchung im Haus des Täters fand, fanden sich eine Pistole, Fesseln und Klebeband. (13. Mai 2016) Die Tat: Am 21. Dezember 2015 wurden in Rupperswil AG eine Mutter, ihre 13- und 19-jährigen Söhne und die 21-jährige Freundin des älteren Sohnes ermordet. Kriminaltechniker am Tatort. Ein Brand sollte die Spuren am Tatort verwischen. (21. Dezember 2015) Zuvor hatte der Täter die 48-jährige Carla S. gezwungen, an einem Bancomaten 10'000 Franken abzuheben. (21. Dezember 2015) Eine Sonderkommission aus rund 40 Ermittlern bearbeitete den Fall. Barbara Loppacher und Markus Gisin, der Leiter der Aargauer Kriminalpolizei. (18. Februar 2016) Die Polizei tappte lange im Dunkeln: Die Aargauer Behörden setzten eine Prämie von 100'000 Franken aus für Hinweise, die zur Festnahme des Täters führen könnten. (18. Februar 2016) Die Tat schockierte die Gemeinde Rupperswil: Bewohner gedenken der Opfer mit Kerzen. (24. Dezember 2015)

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Neben den Journalisten sind 35 Privatpersonen zur Verhandlung zugelassen.

Jürg Bergmann gibt eine Einschätzung ab und sagt, wie er sich fühlte, als er die Details zur Tat erfuhr:

Auch dieser Jus-Student nimmt am Prozess teil:

Roland Wenger hat jahrelang mit Thomas N. im Fussballclub zusammengearbeitet. Er verfolgt den Prozess ebenfalls vor Ort.

Nicole Payllier, Sprecherin der Gerichte des Kantons Aargau, sagt, welche Dimension der Prozess hat.

(Video: 20 Minuten/Murat Temel)

(hal)