Antonella Patitucci

19. Dezember 2018 18:31; Akt: 19.12.2018 19:24 Print

«Ich wurde selbst mehrmals gestalkt»

In einem Instagram-Video äussert sich Antonella Patitucci zum inszenierten Stalking-Vorfall. Dabei räumt sie auch Fehler ein.

Sie habe die Stalking-Opfer nicht blossstellen wollen, betont Influencerin Antonella Patuticci in ihrem Instagram-Video. (Video: Instagram)
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Nach dem Aufruhr über den inszenierten Stalking-Vorfall im Rahmen einer Kampagne für Stalking-Opfer meldete sich die Protagonistin auf ihrem Instagram-Account zu Wort. Es gehe in der Kampagne nicht um sie oder dass sie die echten Stalking-Opfer habe blossstellen wollen, bekräftigt Antonella Patitucci. «Die wahren Opfer sagen mir alle danke.» Und die Influencerin verrät: «Ich wurde mehrmals gestalkt.»

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Jeder, der selbst schon einmal Opfer von Stalking geworden sei, wisse, wie frustrierend es sei, mangels Strafbestand nichts dagegen machen zu können. Sie gebe für den Kampf um einen Strafbestand für Stalking ihren Kopf her. «Wenn alle diese Message verstehen würden, könnten wir eine riesige Petition einreichen, und es würde sich endlich etwas ändern», ruft sie ihre Follower auf.

«Konnte Team nicht kontrollieren»

Die Kampagne namens Netzschatten entstand in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Diese fordert in einer Petition einen Strafbestand für Cyber-Stalking. Patitucci steht aber zugleich dazu, dass die Herangehensweise an das Thema falsch gewesen sei. «Im Hintergrund gab es ein riesiges Team, das ich nicht kontrollieren konnte.»

Die Fake-Accounts, die teilweise auch sexistisch seien, habe sie nicht selbst erstellt, so die Influencerin. «Auch die dämonischen Gesichter im Video habe ich nicht inszeniert.» Geplant gewesen sei, die Kampagne erst am Dienstag aufzulösen. «Am Sonntagabend setzte ich aber einen Stopp und ging offline.» Sie habe sich dafür eingesetzt, dass die Kampagne früher aufgelöst werde.

Zum Schluss nimmt Patitucci die Influencer in die Pflicht. Jetzt hätten diese die Möglichkeit, ihre Reichweite zu nutzen und die Kampagne zu unterstützen, betont sie.«Ich finde es mega schade, dass jetzt die Leute, die sonst immer so nett sind und etwas wollen, nichts Gutes machen. Es zeigt einfach wieder mal ganz viel.» Ob es denn so sei, dass immer zuerst jemand sterben oder etwas explodieren müsse, damit ein Thema ernst genommen werde, fragt sie. Eine Interview-Anfrage von 20 Minuten lehnte Patitucci ab.

(bz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mona am 19.12.2018 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Influencer ignorieren

    Bitte ignoriert Influencer, lasst diesen Trend untergehen. Eine ewige Selbstdarstellung unterstützen, nein Danke

  • Marius am 19.12.2018 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    Dauerwerbesendung

    Offenbar handelt es sich hier um eine Dauerwerbesendung für diese Möchtegerninfluencerin. Was kostet sowas?

  • Andi am 19.12.2018 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Buah

    Dann höre doch einfach auf damit, dein ganzes Leben zu posten!

Die neusten Leser-Kommentare

  • RegnumBohemiae 1182 am 20.12.2018 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verwechslung

    Es ist falsch, wenn man glaubt, dass man ein Star ist, wenn man gestalkt wird, ein Star ist man, wenn man etwas aussergewöhnliches kann! Also steht die Frage nach deinem Können nach wie vor im Raum

  • Mutti am 19.12.2018 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte macht mich berühmt

    Einen Skandal könnte ich auch liefern: Ich habe meiner Schwiegertochter zu Weihnachten gedünstete Kätzchen serviert. Das ist zwar erfunden, aber darum doppelt so schlimm.

  • Bonifatz am 19.12.2018 20:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    No respect

    Respekt muss verdient sein. Ohne Internet wäre diese Dame genau gleich wie alle anderen. Respekt gibt es von meiner Seite für alle hart arbeitenden die auch wirklich etwas tun und nicht nur am Pc herumsitzen und meinen das einfache Geld so verdienen zu können. Wer nichts wirklich kann verdient keine spezielle Form von Aufmerksamkeit.

  • Chris86 am 19.12.2018 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abo

    So eine hübsche symphatische Frau. Mein Abo hat sie :)

  • Manfred am 19.12.2018 20:19 Report Diesen Beitrag melden

    Nur nützen tut es nichts

    Habe mich beschwert da Swisscom je älter man ist je lieber völlig sinnlos einen Techniker schickt obwohl nur der Router den Geist aufgab und 2Tage später kam dann die Rechnung von mehreren Hundert Franken obwohl ich der Hotline mitteilte das der Router defekt wahr sagten sie das ich unbedingt einen Techniker brauche?