Flug mit Swiftair

30. Juli 2014 08:47; Akt: 30.07.2014 13:39 Print

«Im Flugzeug wars laut, es stank und tropfte»

von Sarah Weissmann - Nach dem Absturz von Flug AH5017 in der Wüste von Mali erzählt eine Schweizerin, was sie auf einem Swiftair-Flug mit dem gleichen Flugzeugtyp erlitten hat.

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Manuela Völlmy (35) flog Anfang Juli zusammen mit ihrer Familie in die Sommerferien nach Rhodos. Die junge Mutter hatte den Flug bei der griechischen Fluggesellschaft Aegean gebucht, da diese als sehr sicher gilt. Als die Familie am Flughafen Zürich eincheckte, war es allerdings vorbei mit der Vorfreude.

«Wir erhielten die Meldung, dass der Flug mehr als zwei Stunden Verspätung haben wird», erzählt Völlmy. Was für die 35-Jährige nicht so tragisch war. Doch: «Als wir sahen, dass anstelle eines Airbus A320 der Aegean ein alter McDonnell Douglas MD-83 der Swiftair für uns bereitstand, wären wir am liebsten wieder nach Hause gefahren.»

Das Flugzeug sei schon von aussen betrachtet in einem sehr schlechten Zustand gewesen, und als sie eingestiegen seien, sei es noch schlimmer geworden. «Es hat fürchterlich gestunken und die Tür des Notausgangs sah erschreckend aus», sagt Völlmy. Sie sei verbeult gewesen und ein Teil der Dichtung habe gefehlt.

«Das war das erste und letzte Mal»

«Uns war gar nicht wohl bei dem Gedanken, dass wir jetzt damit fliegen müssen.» Kurz vor dem Start hätten die Flugbegleiter versucht, die besagte Tür zu schliessen. Dies habe jedoch eine ganze Weile gedauert. «Unter der Tür wurden irgendwelche Eisenstangen eingeklemmt. Ich bin mir nicht sicher, ob die wirklich dahin gehörten oder ob sie nur dazu da waren, damit die Tür zubleibt», so Völlmy.

Dann wurden die Motoren gestartet und das Flugzeug hob ab. Und der Horror wurde noch schlimmer. Völlmy erzählt, dass es im Flugzeug extrem laut gewesen und ein unangenehmes Pfeifen zu hören gewesen sei. Die Sicherheitsgurte hätten geklemmt und von der Decke habe es zu tropfen begonnen – vermutlich wegen der Klimaanlage.

Als die Maschine heil auf Rhodos landete, waren Völlmy und ihre Familie überglücklich. «Das war das erste und das letzte Mal, dass wir mit einer MD-83 der Swiftair geflogen sind.» Als die junge Mutter zwei Wochen später von dem Flugzeugabsturz über Mali hörte, war sie geschockt. «Bei diesen Zuständen bin ich aber leider nicht erstaunt.»

Völlmy hofft nun, dass die alten McDonnell-Douglas-MD-83-Flugzeuge nicht mehr länger gebraucht werden. Die Fluggesellschaft Swiftair wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen. Swiftair hatte den Flug AH5017, der in Mali abstürzte, für die Air Algérie durchgeführt. Warum es zum Unglück kam, ist noch unklar.

Sind Sie auch schon mit diesem Flugzeugtyp der Swiftair geflogen und können uns von Ihren Erfahrungen erzählen? Dann schreiben Sie uns ein E-Mail an folgende Adresse:
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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • B.O.Bachter am 30.07.2014 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Journalistische Unsorgfalt

    Es braucht keine grosse Recherche, um diese Aussagen als abslouten Humbug zu entlarven: «Unter der Tür wurden irgendwelche Eisenstangen eingeklemmt. Ich bin mir nicht sicher, ob die wirklich dahin gehörten oder ob sie nur dazu da waren, damit die Tür zubleibt» Bei diesen Eisenstangen handelt es sich um die Einhängevorrichtung der unter einer Kunststoffabdeckung an der Tür befestigten Notrutschen. Zudem kann keine Luft ins Flugzeug strömen, da in der Kabine ein Überdruck herrscht. Allenfalls ist es entweichende Luft... Note 1, Frau Weissmann, setzen!

  • Joe am 30.07.2014 09:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Moment mal...

    Undichte Türe und es strömt Luft ins INNERE? Sind die im Tiefflug geflogen?

  • Blatti am 30.07.2014 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    Wartung

    Solange die Wartung richtig gemacht wird, ist auch eine MD-83 noch sicheres Flugzeug. Wenn aber da gespart wird, ist jedes Flugzeug unsicher. Diese Wartungsintervalle sind ja vorgeschrieben, die Frage ist, ob die eingehalten wurden und ob und wie es von den entsprechenden Behörden überprüft wurde.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marie am 30.07.2014 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    Besserwisser und Nörgler

    Was sich hier nicht alles tummelt: angebliche Piloten, die man nach den ersten 2 Wörtern als KEINE enttarnt, angehende Piloten, die keine Ahnung von hereinströmender Luft haben, technische Wunderkinder der Lüfte und des Grounds. Es ist manchmal nicht einfach, Pilot zu sein. Aber nicht im Zusammenhang mit unserer Tätigkeit sondern dann, wenn man solch etwas eigenartige Kommentare liest. Es ist so amüsant wie deprimierend.

  • Tyrannski am 30.07.2014 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    @Lena unten

    Auf dem selben Flug? Da steht anfangs Juli und kein genaues Datum. Die Beobachtungen von Frau Völlmy mögen vielleicht etwas simpel ausgedrückt sein; ausserdem scheint sie keine Fachperson zu sein. Aber SIE qualifizieren sich auch nicht gerade.

  • Brumm am 30.07.2014 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Ist die lebensmüde?

    Alles ist schlecht aber trotzdem reinsitzen und mitfliegen, da scheint jemand lebensmüde zu sein.

  • mk am 30.07.2014 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flugzeug

    Ich war bei diesem Flug auch anwesend...und ausser das es ein bisschen laut war im Flugzeug habe ich nichts von dem Ganzen mitbekommen. Wenn das Flugzeug wirklich in einem riskanten Zustand gewesen währe, hätten sie uns damit auch nicht in die Luft gelassen.

  • Peter am 30.07.2014 12:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super bericht!

    Ja klar, luft drang in den flugzeug rumpf ein! Hallo das ist kein auto! Wenn das bei einem flugzeug in reiseflughöhe passieren würde, wäre diese flugzeug niemals bis nach rhodos gekommen! Und nur weil das flugzeug alt aussieht ist es noch lange nicht unsicher! Ich erinnere an die superconny. Damals war es auch üblich, bzw bei diesem typ war es üblich, dass während dem flug mal ein motor ausfiel, aber auch die sind damals sicher gelandet. Bis ein flugzeug abstürzt braucht es sehr viel!