Petra Z. über Medienkonferenz

10. Mai 2019 15:40; Akt: 10.05.2019 19:36 Print

«Loredana geht es gut, mir himmeltraurig»

Loredana sagte vor den Medien, es gehe ihr hervorragend. Opfer Petra Z. konnte sich den Auftritt nicht bis zum Ende ansehen.

Der Auftritt Loredanas im Video.
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Loredana Zefi hat sich am Freitagnachmittag zu den Betrugsvorwürfen geäussert. Sie sagte, alle Geldzahlungen durch das Opfer Petra Z. seien aus freien Stücken erfolgt. Es habe weder Drohungen noch Zwang gegeben. Sie suggerierte, dass es sich eigentlich um eine Sache ihrer Brüder handle, sie aber zu ihrer Familie halte. «Mir ist alles egal, wenn es um meine Familie geht.» Die Musik, das Geld, der Ruhm. Und sie sagte: «Ich bin glücklich.»

Für Opfer Petra Z.* ein einziger Hohn: «Es ist schön, wenn es ihr gut geht mit meinem Geld. Mir geht es himmeltraurig», sagte sie unmittelbar nach der Pressekonferenz zu 20 Minuten. Als sie das überhebliche Lachen Loredanas gesehen habe, habe sie nicht länger hinschauen können. «Sie hat jegliche Menschlichkeit vermissen lassen.» Sie hoffe, dass ihr das Lachen noch vergehen werde.

«Sie hat mich und meinen Mann terrorisiert»

Die Rapperin habe erneut Lügen erzählt. Die Zahlungen seien keineswegs freiwillig erfolgt. «Sie hat mich und meinen Mann terrorisiert, am Telefon Druck gemacht.» Auch dass sie sich für ihre Familie geopfert haben soll, ist für Z. nur eine Ausrede: «Sonst hätte sie sagen können, dass sie das Geld für ihre Brüder beschaffen müsse.»

Erschrocken sei sie, dass die Justiz die Rapperin ins Ausland habe reisen lassen. Sie hoffe nun, dass das Paar in die Schweiz zurückkomme und dass sie ihr Geld noch zurückbekomme – und zwar die ganze Summe, nicht nur die 350’000 Franken, die der Anwalt angeboten habe.

Loredana hat im Hotel Emerald in Pristina Stellung zu den Enthüllungen von 20 Minuten genommen. Sie weilt nach eigenen Angaben wegen eines Videodrehs im Kosovo. Mit zunehmender Dauer der Pressekonferenz wirkte die Rapperin zusehends gereizt. Schliesslich brach sie die Pressekonfernez ab und lief aus dem Saal.

* Name der Redaktion bekannt

(20 Minuten)