Sex-Umfrage

07. Oktober 2019 16:17; Akt: 07.10.2019 17:13 Print

«Unrasiert könnte ich nicht mit ihr schlafen»

Ein Grossteil der Schweizer erwartet, dass der Sexpartner rasiert ist. Experten erklären, woher der Trend kommt und was ihn gefährlich macht.

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Die grosse Sex-Umfrage von 20 Minuten zeigt, dass 73 Prozent der Schweizer erwarten, dass ihr Sexualpartner mindestens teilweise rasiert ist. Mehrere Leser erklären, warum sie sich selbst zwischen den Beinen rasieren und worauf sie bei ihrer Partnerwahl achten.

Umfrage
Rasieren Sie sich den Intimbereich?

«Ich beherrsche die Intimrasur perfekt. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, mit meiner Partnerin zu schlafen, wenn sie nicht rasiert ist», sagt Leser David. Für ihn fühle sich rasierte Haut viel hygienischer und sauberer an. Ähnlich hält es Leserin Mia: «Ich bin immer rasiert respektive gewaxt. Egal ob ich ein Date oder einen Partner habe.» Sie rasiere sich für sich selbst und weil sie das Gefühl der Haarlosigkeit im Intimbereich möge.

Bei Männern ist Intimbehaarung eher akzeptiert

Andere nennen neben dem Sauberkeitsaspekt auch den Oralverkehr als Grund für die Vollrasur: «Ich empfinde Haare als unschön und wenn ich dann welche im Mund habe oder sie gar zwischen den Zähnen eingeklemmt sind, ist das super eklig», sagt Adrian. Wieder andere heben die «magische» Wirkung der Rasur hervor. Laut einigen Lesern wirkt der Penis nach der Rasur um einige Zentimeter grösser. Das sei ein netter Nebeneffekt.

Während Männer eher klare Vorstellungen haben, wie das Gegenüber im Intimbereich auszusehen hat, sind Frauen toleranter. «Selber enthaare ich mich minutiös. Von meinem Partner erwarte ich, dass er sich auch etwas pflegt. Blank ist aber kein Muss», findet Leserin Leila. Auch andere setzen beim männlichen Geschlecht keine Vollrasur voraus. Ein Mann müsse behaart sein, das sei doch männlicher, heisst es etwa.

«Körpereigener Geruch ist unbeliebt»

Doch warum rasieren sich Männer und Frauen im Schritt und setzen das auch bei ihrem Sexpartner voraus? Laut Sexualpädagogin Elisabeth Keller-Nussbaumer hängt es in erster Linie mit der Ästhetik zusammen: «Es ist wie mit der Haarentfernung an den Beinen - die Intimrasur hat sich mittlerweile in unserer Gesellschaft verankert. Auf die Behaarung reagieren viele Menschen mit Ekel, während eine glatte Rasur als schön gilt.» Sexologe Klaus Heer sagt, dass die intime Sauberkeit heute strikt gekoppelt mit einer sauberen Rasur sei. Dabei sei die Empfindlichkeitsgrenze vor allem beim Oralsex sehr hoch. «Körpereigener Geruch ist unbeliebt, besonders wenn die Sexorgane in einem Haarbusch stecken. Schamhaare im Mund mag man auch nicht.»

Doch die Glattrasur hat nicht nur Vorteile: Laut Keller-Nussbaumer können durch die Rasur Entzündungen entstehen, welche auch eitern könnten. Zudem könnte Juckreiz auftreten. «Auch werden bei einer einer weiblichen Vollrasur ‹Unregelmässigkeiten› bei den Genitalien sichtbar- wie beispielsweise grosse Schamlippen», erklärt die Sexualpädagogin. Dies habe zur Folge, dass sich immer mehr Menschen unters Messer legen. Die Rede ist von einem kosmetischen Eingriff, bei dem sich Frauen operativ die Schamlippen korrigieren lassen. «Das fände ich persönlich sehr traurig, da dieser Eingriff sinnlos und mit Risiken verbunden ist», so Keller-Nussbaumer. Wie lange der Trend noch bestehen bleibe, sei nicht voraussagbar. Heer wagt eine Prognose: «Ich kann mir vorstellen, dass es wieder mal kippt und man es geil findet, der Natur freien Lauf zu lassen.»

(juu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Auch Experte am 07.10.2019 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    die Experten von Nichts

    bitte nehmt doch alle eure Experten zusammen und werft sie in eine Mülltonne.

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  • Peter am 07.10.2019 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und Männer hatten trotzdem Freude

    In den 80ern war keine Damen im Playboykalender rasiert

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  • M.H. am 07.10.2019 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Probleme

    es gibt Probleme auf der Welt die selber geschaffen werden müssen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Arabella am 07.10.2019 20:35 Report Diesen Beitrag melden

    Scandi-Man

    Bei einem Mann fände ich das richtig abstossend. Allgemein gefallen mir Männer nicht, die zu "aufgetakelt" sind. Die schönsten Männer gibt es in Skandinavien. Richtige Kerle eben, dort sieht man keinen in weissen Hosen und Goldkettchen. Zum Glück bin ich mit einem Dänen verheiratet und der kommt mit Sicherheit nie auf die Idee, sich irgendwelche Haare zu rasieren ausser die im Gesicht. Und auch das eher nachlässig ;-)

  • Legologo am 07.10.2019 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Urwald und bluttes Hühnchen...

    sind nichts für mich. Aber eine schöne Landebahn oder einfach eine kurzgeschnittene Wiese ist doch schön :-) Oder sind wir alle schon "ver-pornorisiert" und fremdgesteuert, wie Dinge zu sein hätten und was gesund sei usw. pauschal auf alle - und das obwohl es uns genaugesehen ja immer schlechter geht?(!)

  • Ueli Schweizer am 07.10.2019 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurige Realität

    Wenn der gepflegte Körpergeruch bei der Sexualität nicht mehr erwünscht ist, ja dann ist wohl die Liebe zum Partner verloren gegangen oder nie wirklich angekommen.

  • Lola am 07.10.2019 20:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei Männern

    Find ich die Körperbehaarung ok und wenn ein Mann gepflegt aussieht, ist es auch nicht schlimm, wenn er ein wusch unter den armen hat, leider vergessen viele, dass man schneller stinkt. Untenrum sieht ein Mann ohne Behaarung nicht wirklich wie ein Mann aus, aber es sollte nicht gerade ein wuschel sein. Bei Frauen finde ich es hingegen absolut unhygienisch, ungepflegt und ecklig, wenn man unter den Armen Haar hatte und bei der ersichtlichen Bikinizone. Aber jedem dasseine, hat ja zum Glück nicht jeder den gleichen Geschmack.

  • Kurt am 07.10.2019 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wohlfühlen

    ist da wichtigste im EIGENEN Körper! Der Partner ist dann auch unpassend sobald er dieses Wohlgefül zum nachteil des Gegenübers ändern will!