Preisüberwacher

14. November 2019 07:44; Akt: 14.11.2019 13:34 Print

ÖV-Billette sollen um zwei Prozent günstiger werden

Bahnbetreiber müssen ab 2021 weniger für die Bahninfrastruktur zahlen. Darum müssten nun auch die Billette günstiger werden, so der Preisüberwacher.

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Schweizer Bahnkunden sollen von der vom Bundesrat beschlossenen Senkung der Trassenpreise profitieren. Dies fordert Preisüberwacher Stefan Meierhans in seinem aktuellen Blog.

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Sollen SBB & Co. die Preise nun rasch senken?

Der Bundesrat hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass die Bahnbetreiber ab Anfang 2021 für die Benützung der Schieneninfrastruktur jährlich 90 Millionen Franken im Jahr weniger zahlen sollen. Die Landesregierung will mit der Massnahme mehr Güter auf die Schiene bringen.

Rasche Weitergabe gefordert

Meierhans fordert nun, dass die «folgerichtigen Preissenkungen» auch rasch an die Kunden weitergegeben werden sollten – denn dasselbe sei bei den Erhöhungen in den letzten Jahren passiert. Er fordert, dass die Billettpreise um mindestens zwei Prozent sinken.

«Die Trassenpreise wurden vor zwei Jahren um 100 Millionen Franken erhöht. Die Branche setzte Preiserhöhungen von drei Prozent auf die Billettpreise durch. 2012 waren es gut fünf bei einer Trassenpreiserhöhung von 200 Millionen Franken.» Aus dieser Logik müssten deshalb Preissenkungen von zwei Prozent realisiert werden.

Über eine Preissenkungen wird die ÖV-Branche im Februar diskutieren. Meierhans: «Ich bin gespannt, wie meine diesbezügliche Anfrage an die Branche vom August 2019 beantwortet wird.»

Das sagt die Tariforganisation

«Wir prüfen derzeit, wie und in welchem Ausmass wir die Preissenkungen weitergeben», sagt Thomas Ammann, Sprecher der nationalen Tariforganisation ch-direct. Ein Entscheid falle im Frühling 2020. Der Prozess sei indes nicht so einfach, wie ihn der Preisüberwacher darstelle. «Von günstigeren Trassenpreissen profitieren nur die Bahnunternehmen. Wird nun der Normaltarif gesenkt, betrifft dies sämtliche Transportunternehmen, also auch Bus- oder Schiffbetriebe», sagt Ammann.

Ein weiterer Punkt sei das Zusammenspiel zwischen Kantonen und den ÖV-Anbietern. Es gebe nämlich neben der Möglichkeit, die tieferen Preise direkt an die Kunden weiterzugeben, auch die Möglichkeit, die Kantone, die ÖV-Leistungen bestellen, zu entlasten. «Das würde dann zu einer Steuerentlastung der Bürger führen», sagt Ammann. Vor diesem Hintergrund prüfe man nun, welcher Weg Sinn mache.

(sda/pam)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan am 14.11.2019 08:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Niemals

    Die werden die Preise nicht senken.

    einklappen einklappen
  • Andrea am 14.11.2019 08:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich!

    Na, das wäre endlich mal wenigstens ein kleiner Schritt in die richtige Richtung des ÖVs!

  • timo am 14.11.2019 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nein

    die subventionen sollen um 2% reduziert werden. 50% ist subventioniert. ein schritt richtung kostenwarheit. mein auto zahle ich auch selber.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Housi vo Bigetu am 15.11.2019 17:56 Report Diesen Beitrag melden

    Aha!

    Das darf ja nicht wahr sein! Jetzt wo Alle mehr ÖV wollen! Aha, aber bezahlen will Niemand! Wenn der ÖV billiger wird, dann müssen Autobahnvignetten und der Benzinpreis auch Runter! Wer mehr ÖV will soll das auch bezahlen!

  • D.K. am 15.11.2019 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Qualität....

    ... der SBB wieder hergestellt ist, dann sehe ich da keine Notwendigkeit, die Preise zu senken. Ganz im Gegenteil. Es sollten einfach mal ALLE für die Leistung bezahlen, auch Kinder, wie alt auch immer, ganz egal. Aber eben, wenn es dann qualitativ wieder stimmt. Einfach mal aufhören mit immer billiger, das führt einfach nirgendwo hin.

  • Sabrina am 15.11.2019 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Steuerentlastung+

    Ich bin für den weg der Steuerentlastung der kantone. Der grund ist einfach. Es profitiert jeder wenn es direkt geschieht werden die leute die einzelfahrten nutzen oder nur bestimmte strecken wifd der Preiss sicher nicht angepasst da profitieren nur die mit abo. Zudem steht auch den Autofahrern ein gewisser teil zu da sie die Bahn quer subvensionieren. Sie sollten von dieser Entlastung auch profitieren.

  • Kenner am 15.11.2019 08:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tilo

    Tilo Milano cel Erstfeld auch ein Saustall. Es kann nicht sein das TI Urner Kunden immer den Anschluss verpassen in Göschenen ab 15.Dez macht mann wider so einen Mist. Saft Laden. Leitung von Tilo ist Haarstreubend.

  • Thunderfoot am 15.11.2019 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Schon interessante Logik

    Schon interessant, dass bei Senkungen "alles so kompliziert sei" aber bei den Erhöhungen alles so einfach ist...