Nathalie Wappler

06. November 2018 07:08; Akt: 06.11.2018 07:08 Print

«SRF-Chefin muss die Nähe zum Volk suchen»

Die neue SRF-Direktorin Nathalie Wappler erbt bei SRF viele Baustellen. Politiker sind zuversichtlich.

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Der SRF-Verwaltungsrat hat Nathalie Wappler Hagen zur neuen SRG-Direktorin ernannt. Nathalie Wappler Hagen freue sich ausserordentlich über ihre Wahl, wie sie an der offiziellen Pressekonferenz sagte. Es werde extrem wichtig sein, wie man sich in Zukunft präsentiere, so die 50-Jährige. Gilles Marchand, Generaldirektor der Generaldirektor der SRG SSR freut sich sehr, Wappler in der SRG Geschäftsleitung willkommen zu heissen. «Zurzeit mangelt es nicht an Herausforderungen, der sich das SRG zu stellen hat», so Marchand an der PK. Der Service Public solle sich stärker von den privaten Medien und ihren Inhalten unterscheiden, so Wappler Hagen. CVP-Nationalrat Martin Candinas freut sich, dass Wappler dem Service public eine grosse Bedeutung geben möchte: «Ich bin zuversichtlich, dass die SRG mit ihrer Wahl die richtige Entscheidung getroffen hat.» Auch für Edith Graf-Litscher (SP), Präsidentin Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen, ist klar, was Wappler jetzt anpacken muss: «Die SRF muss näher zu den Leuten kommen und vor allem das junge Publikum erreichen. Wappler muss die Leute besser greifen und erreichen, dass sich auch Junge mit der SRG identifizieren.» Zurückhaltender gibt sich FDP-Nationalrat Thierry Burkart. «Ich bin gespannt und gebe ihr gerne die Chance», sagt Burkart. Er hofft, dass Wappler die SRG weiterbringt und ein Gespür für die Bevölkerung entwickelt: «Bei der No-Billag-Abstimmung hat die SRG zwar Zuspruch erhalten, allerdings gibt es viele Kritiker. Auf die sollte Wappler zugehen.»

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Die Frage über die Nachfolge von SRF-Direktor Ruedi Matter ist geklärt. Nathalie Wappler-Hagen (50) wird das Amt übernehmen. Aktuell arbeitet Wappler noch als Programmdirektorin beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). 2005 war sie bereits einmal für das SRF in verschiedenen Funktionen tätig. Zuletzt war sie auch Teil der SRF-Geschäftsleitung.

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SRG-Direktor Gilles Marchand erklärte, Wappler zeichne sich durch eine analytische Denkweise, langjährige Erfahrung in der Medienbranche und überzeugende Führungskompetenzen aus. Er stellte aber auch klar: «Zurzeit mangelt es nicht an Herausforderungen, der sich das SRG zu stellen hat.»

Wie Sie SRF in die digitale Zukunft führen möchte, erklärte Wappler in einem Interview mit 20 Minuten: «Wir müssen das Profil von SRF schärfen und nach der No-Billag die Alleinstellungsmerkmale des Service public betonen.»

«Sie wird schnell ein Gefühl für die Bevölkerung entwickeln»

Bei Medienpolitikern kommt die Ernennung Wapplers gut an. CVP-Nationalrat Martin Candinas freut sich, dass sie dem Service public eine grosse Bedeutung geben möchte: «Ich bin zuversichtlich, dass die SRG mit ihrer Wahl die richtige Entscheidung getroffen hat.» Für Candinas ist es wichtig, dass Wappler die Nähe zum Volk sucht. «Sie muss schnell ein Gefühl für die Bevölkerung und deren Anliegen entwickeln. Der richtige Weg ist es, eine Nähe zu den Zuschauern aufzubauen», so Candinas.

Auch für Edith Graf-Litscher (SP), Präsidentin Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen, ist klar, was Wappler jetzt anpacken muss: «Die SRF muss näher zu den Leuten kommen und vor allem das junge Publikum erreichen. Wappler muss die Leute besser greifen und erreichen, dass sich auch Junge mit der SRG identifizieren.» Mit der Umstrukturierung in der SRG müsse sie auch darauf achten, dass sie das Unternehmen wieder erfolgreich in die Zukunft bringe. Alleine würde sie das allerdings nicht schaffen: «Ich traue ihr das zu, allerdings benötigt sie dafür ein starkes Team im Rücken», sagt Graf-Litscher.

«Die SRG grossen Zuspruch erhalten.»

Zurückhaltender gibt sich FDP-Nationalrat Thierry Burkart. «Ich bin gespannt und gebe ihr gerne die Chance», sagt FDP-Nationalrat Thierry Burkart. Er hofft, dass Wappler SRF weiterbringt und ein Gespür für die Bevölkerung entwickelt: «Bei der No-Billag-Abstimmung hat die SRG zwar Zuspruch erhalten, allerdings gibt es viele Kritiker. Auf die sollte Wappler zugehen.»

Über die genaue Übergabe zwischen Wappler und Noch-Direktor Matter wird in den nächsten Tagen informiert. Im Frühjahr 2019 soll sie ihre neue Herausforderung als Direktorin antreten.

(nzy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Taeb59 am 06.11.2018 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Suech Natalie, suech!

    Wenn sie als neue Chefin die Nähe zum Volk erst noch suchen muss, hat sie bereits verloren! Denn ohne Gespür für Trends und publikumstaugliche Sendegefässe wird das SRF weiter abstürzen.

  • Pedro Länzlinger am 06.11.2018 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Prognose: Es ändert sich 0, gar nichts

    Ich wette meine erzwungenen Radio- und TV-Steuern darauf, dass sich auch mit der neuen SRG-Chefin genau gar nichts ändert. Wieso auch? 77% der Schweizer findet anscheinend, alles sei perfekt und Veränderungen überhaupt nicht nötig. So what?

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  • Marco Fritsche am 06.11.2018 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    SRF gelöscht und AUS die Maus

    Der Sender ist bei mir gelöscht und ich schau den nicht mehr. Radio ist der SRF auch weg, weil die kopieren nur das von den anderen Privaten. Zahle diese Gebühr für etwas wo ich nicht sehe und nicht sehen o. hören will. Weil dort nichts gescheites kommt und es mir zu Politisch in eine Richtung geht. Sport kann ich bei den anderen Sendern besser sehen und Filme dafür gibt's Netflix, Prime, Sky und Teleclub - BBC ist besser in allem anderen oder auch das ORF ist interessant. SRF ist für mich irgendwo stehen geblieben! Wird sich nichts ändern, alles leeres BLA BLA. Die lernen es nie ..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rolf am 06.11.2018 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nähe zum Volk

    Da freu ich mich auf ihren Besuch.

  • Jörg am 06.11.2018 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Frau Wappler zu welcher politischen Color bekennen sie sich.

  • Claudio46 am 06.11.2018 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SRF

    Ich vermute es wird viel mehr Kultur, weniger Sport und weniger Krimis geben. Sie kommt von der Kultur und ich nehme an, dass sie das am SRF mehr etablieren wird. Zudem heisst es, dass sie nirgends lange bleibt und eine Jobhüpferin ist. Bin gespannt wie es weitergeht mit SRF.

  • Stephan Gempeler am 06.11.2018 20:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ändert sich nichts

    Es wird sich rein gar nichts ändern! Solange wir diese Organisation finanzieren müssen auch wenn man nicht will, wird sich auch mit dieser Frau keine Änderungen ergeben! Das Geld ist ja da und man kann es ausgeben wie man will!

  • Celine C. am 06.11.2018 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    zu viel Fett angesetzt

    Die neue Chefin sollte den völlig überdimensionierten Laden mal auf ein vernünftiges Mass gesundschrumpfen. Aber so lange die üppigen Gelder zwangsweise eingetrieben werden, wird sich nichts ändern. Ein neuer Anlauf für eine Initiative - 200 Fr. Zwangsgebühr sind genug - wäre eine Möglichkeit Ihre Suche nach Nähe zum Volk zu unterstützen.