Grüne bejubeln Wahlsieg

02. November 2019 15:48; Akt: 02.11.2019 15:51 Print

«Wir gehören in den Bundesrat»

Parteipräsidentin Regula Rytz wiederholt ihre Forderung nach einem Sitz der Grünen im Bundesrat. Und sie zollte den Jungen für ihr Engagement Respekt.

Mit langanhaltendem Jubel und einer Standing Ovation für Parteipräsidentin Regula Rytz haben die Grünen am Samstag in Bern ihren Wahlsieg vom 20. Oktober gefeiert.
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Grüne, SVP und BDP haben am Samstag an ihren ersten Delegiertenversammlungen nach den Eidgenössischen Wahlen Bilanz gezogen. Während die Grünen sich auf die Schultern klopfen konnten, leckten SVP und BDP ihre Wunden.

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Sollen die Grünen einen Bundesratssitz erhalten?

Mit langanhaltendem Jubel und einer Standing Ovation für Parteipräsidentin Regula Rytz feierten die Grünen am Samstag in Bern ihren Wahlsieg vom 20. Oktober. Mit dem Erfolg sei aber auch Verantwortung verbunden, betonte Rytz in ihrer Ansprache.

Die Grünen seien nun «eine Volkspartei», die sich für eine ökologische, soziale und weltoffene Schweiz einsetzen wolle. Die Erwartungen an die Partei seien hoch. Neu werde auf Bundesebene eine Links-Mitte-Politik möglich sein. Dafür brauche es aber die Zusammenarbeit mit anderen Parteien.

Rytz bekräftigte vor den Delegierten erneut die Forderung nach einer grünen Vertretung im Bundesrat. Die Partei befinde sich in «intensiven Diskussionen» wie die Chancen für die Grünen bei der Bundesratswahl am 11. Dezember stünden.

Katerstimmung bei der SVP

Die Delegierten der SVP blickten im zürcherischen Niederglatt selbstkritisch auf die nationalen Wahlen zurück, aus denen die Partei als grösste Verliererin hervorging. Die SVP gehe bereits zum sechsten Mal in Folge als mit Abstand stärkste Kraft aus den Wahlen hervor, erklärte Parteipräsident Albert Rösti. Trotz der «durchaus schmerzlichen Verluste» bedürfe die SVP folglich keiner Wertediskussion.

Oberstes Ziel sei es nach wie vor, den Rahmenvertrag mit der EU zu verhindern, um die Freiheit der Schweiz zu erhalten, sagte Rösti. Weiter gelte es, mit der Begrenzungsinitiative die Zuwanderung zu bremsen. Und schliesslich müssten mit einem «voraussichtlich nötigen Referendum» gegen das CO2-Gesetz höhere Steuern, Gebühren und Abgaben verhindert werden.

Wo im Wahlkampf Fehler passiert sind, will Rösti «ohne Tabus» analysieren. Bereits könne festgestellt werden, dass die Wähler insbesondere jene abgestraft hätten, die nicht auf Parteilinie gewesen seien und sich interne Streitigkeiten leisteten. Eigeninteressen müssten in Zukunft im Interesse des Parteierfolgs hinten angestellt werden, forderte der Parteipräsident.

BDP sucht Fraktionsgemeinschaft

Der Rückblick auf die Wahlen sei für die Delegierten der BDP schmerzhaft, stellte Parteipräsident Martin Landolt am Samstag in Salenstein TG fest. Die BDP hätte in der kommenden Legislatur wieder diejenige Rolle übernehmen wollen, die ihr auf den Leib geschrieben sei, sagte Landolt gemäss Mitteilung - nämlich jene als «lösungsorientierte Schnittstelle in der Mitte». Die Partei wolle weiterhin nach vorne schauen.

Die BDP hat mit den Wahlen Fraktionsstärke verloren. Lediglich drei Sitze sind der Partei im Nationalrat geblieben. Jetzt gehe es darum, eine Fraktionsgemeinschaft zu suchen, verschiedene Gespräche seien im Gang, die nun konkretisiert würden, erklärte Landolt den Delegierten.

Auf die Kantonalparteien soll eine Fraktionsgemeinschaft laut Landolt keinen Einfluss haben. Die Partei müsse deshalb eine Struktur und eine Organisation finden, in der die zahlreichen Mandatsträgerinnen und Mandatsträger in den Kantonen und Gemeinden weiterhin eine politische Heimat hätten.

«Wir gehören in den Bundesrat»

(kat/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Organisches Wachstum am 02.11.2019 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Schauen wir mal und sehen wir dann!

    Kaum im Parlament angelangt, kommen bereits die Fuehrungsansprueche. Zuerst mal 4 Jahre Leistungen zeigen und dann die naechsten Wahlen abwarten.

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  • Gegen grün am 02.11.2019 13:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hochmuth

    Diese noch grünen Grünen sind so was von Unverschämt. Bisher keine Leistung ab schreien nach einem Bundesrat. Diese Grünen haben bisher die Zauberformel immer abgelehnt, und nun soll ein Grüner in den Bundesrat. Geht gar nicht.

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  • Wahlmüder am 02.11.2019 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Die gehören nicht in den Bundesrat

    Die Grünen gehören zu Greta Punkt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dösel am 10.11.2019 01:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grüne on den BR?

    Die Grünen gehören nicht in den BR, sondern auf die Bäume, solange es noch welche hat. Die Zunahme verdanken sie alleine dem 16-jährigen Gtetchen und nicht ihrer eigenen Eitelkeit

  • Papa tomi am 07.11.2019 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Endlich haben wir Generation aus den 68 unsere Vertreter. Wir bilden jetzt eine Hippie Bruderschaft für die Zukunft der Schweiz

  • Mike am 07.11.2019 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    Never ever

    Nie und nimmer kein Millimeter den Grünen das wäre der Untergang der Schweiz !

  • puffi am 06.11.2019 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Grün darf nie, nie regieren!

    Der schönen Schweiz darf alles passieren nur eines nicht eine oder einen Grünen in der Landesregierung.

    • Deichgraf am 07.11.2019 08:01 Report Diesen Beitrag melden

      Alarm

      Eine Atomkatastrophe, ein Meteoriteneinschlag, ein Erdbeben der Stärke 8.9, alles ist besser als ein/e grüne/r Bundesrat/-rätin.

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  • Schnidrig am 05.11.2019 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Statistik

    Nach diesen Wahlen haben wir nun eine neue Statistik: anhand der Grünenwahl können wir sehen, wieviel Wähler von Politik nichts verstehen.

    • Deichgraf am 05.11.2019 14:29 Report Diesen Beitrag melden

      Schnoddrig

      Nach diesem Kommentar kann man sehen, dass Sie von Demokratie und freier Meinungs- und Willensäusserung nichts verstehen oder zumindest nichts davon halten.

    • Eidgenossin am 05.11.2019 19:47 Report Diesen Beitrag melden

      @Schnidrig

      Sehr guter Kommentar,Schnidrig! Ich bin voll und ganz Ihrer Meinung!

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