Umfrage

09. Dezember 2011 15:36; Akt: 09.12.2011 15:39 Print

«Zuppiger sollte als Nationalrat zurücktreten»

Bruno Zuppiger hat seine Kandidatur für den Bundesratssitz zurückgezogen. Doch ist das Vertrauen in den SVP-Nationalrat komplett dahin? Die Bevölkerung ist sich uneins.

(Video: M. Bangerter / Interview: P. Rüegg)
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Am Donnerstag gab SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger bekannt, dass er sich als Bundesratskandidat zurückziehe. Die von der «Weltwoche» publik gemachte Affäre um eine Erbschaft zwang ihn zu diesem Schritt. Nun fordert unter anderem «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel seinen Rücktritt auch als Nationalrat. Das halten jedoch viele der von 20 Minuten Online Befragten für eine überstürzte Handlung. «Solange man nicht sicher ist, was er getan hat, kann er bleiben», meint eine Passantin. Klar war hingegen, dass die SVP beim Überprüfen ihres Kandidaten geschlampt hat: «Man hätte mehr Details prüfen sollen. Wahrscheinlich hat er aber auch nicht alles erzählt», vermutet einer der Befragten.

Nachfolger mit schlechten Aussichten

Nach nicht einmal einer Woche mit Zuppiger als offiziellem Bundesratsanwärter musste die SVP am Donnerstag bereits einen Ersatzkandiaten aufbieten. Der Nationalratspräsident Hansjörg Walter wird anstelle von Zuppiger nächste Woche ins Rennen steigen. Vor drei Jahren war er bereits Sprengkandidat von Mitte-links und unterlag mit nur einer Stimme gegen Ueli Maurer. Dennoch hielten ihn in unserer Umfrage die wenigsten für einen geeigneten Kandidaten: «Er tut mir ein bisschen leid, und ich glaube, er hat keine Chance», sagt eine junge Mutter. Einig war man sich auch, dass die Partei momentan ein Image-Problem hat. «Klar hat sie das, aber das hat sie meines Erachtens schon länger», meint ein älterer Herr mit einem Schmunzeln. Wie schwer die Partei unter dem Fall Zuppiger zu leiden hat, zeigt sich bei den Bundesratswahlen am nächsten Mittwoch.

(pru)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Strassenwischer am 10.12.2011 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Vor der eigenen Türe

    Es würden wohl so einige Sessel frei in unseren Räten und in den Parteiführungen, wenn alle grossen und kleinen Vergehen und Fehltritte ans Tageslicht kämen. Dies ist aber nicht nur bei unseren Politikern der Fall. Schaut auch doch mal vor der eigenen Türe um, auch dort gibt es auch einiges wegzuwischen....

  • Rudi Raus am 09.12.2011 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Mit gleichen Ellen messen!

    Ganz klar zurücktreten, was die SVP von anderen in solchen Situationen verlangt muss sie dann selber auch bei sich praktizieren.

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  • Nicht Linker-Wähler am 09.12.2011 20:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wer wirft den "1. Stein".

    Wer von Uns ohne Schuld dasteht, egal wie schwerwiegend Sie ist, werfe den "1. Stein". Oha, da wurden in den Kommentaren und von den Medien schon etliche Steine geworfen. Alles Leute, die NOCH NIE etwas falsches gemacht haben. Bsp: In der Steuererklärung etwas "vergessen" oder "etwas" zuviel aufgeschrieben? Aber eben, Mainstream bedeutet aktuell: Alle gegen die SVP.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sonja Menzi am 10.12.2011 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keiner ist fehlerlos

    Natürlich ist es nicht gut, was da gelaufen ist. Ich finde es aber auch nicht in Ordnung, wenn man Herr Zuppiger jetzt einfach fallen lässt wie eine heisse Kartoffel. Bedenkt doch bitte, dass auch eine Familie dahinter steckt und es ist Weihnachtszeit! Wer Ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein,,,,,

  • Mara Maro am 10.12.2011 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Bundesratswahl 2011

    Es sollte aber zwingend auch die Parteispitze, besonders Toni Brunner zurücktreten. Dieses Grossmaul bringt die SVP noch schlimmer in Verruf.

    • Joachim am 10.12.2011 12:38 Report Diesen Beitrag melden

      Anderer Meinung

      Toni Brunner ist an Intelligenz und Kompetenz in diesem Land nicht zu schlagen. Kein Wunder bei seinem Mentor Christoph Blocher.

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  • Strassenwischer am 10.12.2011 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Vor der eigenen Türe

    Es würden wohl so einige Sessel frei in unseren Räten und in den Parteiführungen, wenn alle grossen und kleinen Vergehen und Fehltritte ans Tageslicht kämen. Dies ist aber nicht nur bei unseren Politikern der Fall. Schaut auch doch mal vor der eigenen Türe um, auch dort gibt es auch einiges wegzuwischen....

  • Peter Zimmermann am 10.12.2011 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Wieder einmal typisch: Ein Musterbeispiel wenn MACHT vor dem GESETZ kommt! Reform 91

  • RB am 10.12.2011 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weltwoche mischt sich wieder ein

    Ich finde es interessant was die "Weltwoche" wieder abzieht die Sache liegt schon Jahre zurück und ausgerechnet vor der Wahl machen sie es publik ich habe generell nichts gegen Medienfreiheit nur würde ich gern mal wissen wen die "Weltwoche" politisch unterstützt ?

    • Markus Glanzmann am 10.12.2011 15:46 Report Diesen Beitrag melden

      @R.B.

      Ich denke, die Weltwoche unterstützt politisch niemanden. Es wird journalistisch recherchiert und es werden Missstände aufgedeckt, welche kaum widerlegt werden.

    • Blocheroni am 10.12.2011 17:16 Report Diesen Beitrag melden

      Aber aber

      Die Weltwoche gilt "inoffiziell" klar als SVP- Parteiblatt! Chefredaktor Roger Köppel ist SVP- nah, SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli ist Kolumnist, SVP-Nationalrat Peter Keller Redaktor und nach der Geschichte um die Basler Zeitung wissen wir, dass Blocher auch gern mal Strohmänner einsetzt um die richtigen Besitzverhältnisse zu verschleiern!

    • Jörg Oberli am 11.12.2011 07:48 Report Diesen Beitrag melden

      Weltwoche

      Immerhin steht die Weltwoche der SVP (oder umgekehrt) sehr nahe. Ich glaube es, waren wohl doch die eigenen Leute, welche Zuppiger zu Fall brachten ...

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