Schweizer Städte

18. Dezember 2016 11:49; Akt: 18.12.2016 12:10 Print

Übergriffe an Silvester – Polizei erhöht Präsenz

Nach den letztjährigen Übergriffen an Silvester stockt die Kölner Polizei ihr Aufgebot um ein Zehnfaches auf. Doch auch in Schweizer Städten wird gewaltig aufgerüstet.

storybild

«Viel mehr Polizisten als beim letzten Jahreswechsel»: Polizeifahrzeug der Stadtpolizei Zürich auf der Polyterrasse der ETH Zürich. (31. Dezember 2015) (Bild: Walter Bieri)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Silvester vor einem Jahr: Rund um den Kölner Hauptbahnhof werden Frauen von Männergruppen bedrängt und bestohlen. Auch in der Stadt Zürich kommt es zu mehreren sexuellen Übergriffen. Derartige Szenen sollen sich dieses Jahr nicht wiederholen. Köln verzehnfacht an Silvester die Zahl der Polizisten (20 Minuten berichtete), und auch Zürich stockt auf.

«Wir werden viel mehr Leute als beim vergangenen Jahreswechsel im Einsatz haben», sagt Marco Cortesi von der Stadtpolizei Zürich in der «Schweiz am Sonntag». Eine Zahl will er aus taktischen Gründen nicht nennen, doch seien die Polizisten vor allem in Zivil unterwegs.

18 Verfahren in Zürich

In Zürich gingen letztes Jahr mehrere Anzeigen ein, die Staatsanwaltschaft führte 18 Verfahren. «Trotz intensiver Ermittlungen gelang es aber nicht, die Täter zu identifizieren, weshalb die Verfahren eingestellt wurden», sagt Staatsanwalt Daniel Kloiber in der «Schweiz am Sonntag.»

Auch andere Korps stocken auf, wie Recherchen von SonntagsBlick zeigen. Die Kantonspolizei St. Gallen wird laut «Sonntagsblick» die Silvesterfeierlichkeiten mit zusätzlichen Patrouillen begleiten. «Natürlich reagieren wir auf solche Vorfälle und beziehen diese in die Planung mit ein», sagt auch Bianca Liechti von der Stadtpolizei Winterthur. Diese werde die Feier «mit einem entsprechenden Aufgebot» begleiten.

Sensibilisierung in Schaffhausen und Bern

Die Schaffhauser Polizei will über eine allfällige Aufstockung nicht informieren. «Das Wissen über die Vorfälle, wie sie in Köln stattgefunden haben, fliesst aber sicher in die Planung mit ein», sagt Sprecherin Cindy Beer. Und auch bei der Berner Kantonspolizei ist man auf das Thema sensibilisiert. «Bei den grösseren Anlässen mit erhöhtem Menschenaufkommen sind die Dispositive immer etwas höher als sonst», sagt deren Sprecher Christoph Gnägi im «Sonntagsblick».

(chi)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René B. am 18.12.2016 03:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber wahr

    Leider ist so etwas Heutzutage tatsächlich nötig. Dennoch wird es wohl wieder viele geben die das nicht wahrhaben wollen. Danke für diese Bereicherung.

  • Oliver am 18.12.2016 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neue Zeiten...

    Ist das nun die Antwort auf die veränderte Sicherheitslage in Europa? Ist dies etwa eines der Resultate der vielzitierten 'Kulturbereicherung'? ...Aber viele mögen sich vielleicht eher die Frage stellen: Darf er das überhaupt? Darf er überhaupt eine solche Frage stellen?...ja ist denn das 'politisch korrekt'? Meine Kritik gilt der Politik des Verschweigens und Vertuschens von Ereignissen, Statistiken und sonstigen Fakten, so wie es auch nach 'Köln' noch immer getan wird! Wer Probleme ausblendet kann auch keine lösen!

  • Zombiestaat am 18.12.2016 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wer bezahlt es?

    klasse, wie weit sind wir dank unserer Politik gekommen! Wie kommt es erst noch? bald können wir nicht meh nach 21 Uhr auf die Strasse ohne Angst haben zu müssen!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andi Fire am 18.12.2016 16:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zivilcourage

    Wenn alle selbstverliebten Selfiejunkies mal den Kopf über die Handykante heben würden,hätte es wieder Platz für Zivilcourage.

  • L T am 18.12.2016 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie schlimm kommt es noch?

    Vielen Dank an alle Gutmenschen, BR und Politiker vor allem FDP und SP. Wir waren mal ein sicheres Land und heute müssen wir überall von der Polizei beschützt werden. Traurige Entwicklung.

  • Donna M. am 18.12.2016 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbsthilfe

    Ist es nicht beschämend was aus der Schweiz geworden ist? Ich habe mit Kampfsport begonnen und rate das jeder Frau. Denn wir müssen uns solche Grabschereien definitiv nicht gefallen lassen. Ein Dankeschön dafür nach Bern. Ihr habt ja alles im Griff mit eurer Rosa-Brille Politik oder?

  • Caro123 am 18.12.2016 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig...

    ...das das nötig ist in unserer schönen Schweiz. Und wer darf das bezahlen? Natürlich wieder der Steuerzahler.

  • Zekjiri Fadilj am 18.12.2016 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..

    ach was das hatt mit asyl nichts zum tun ...immer wo grosse ansammlungen sind gibt es übergriffe.

    • Zekjiri Fadilj am 18.12.2016 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Zekjiri Fadilj

      an dislike merke ich da habe ich recht gehabt weil dass passt euch natürich wieder nicht.

    • Mr. Spock am 19.12.2016 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Zekjiri Fadilj

      Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Lebe lange und in Frieden.

    einklappen einklappen