Frauenfussball-Förderung

13. November 2019 18:18; Akt: 13.11.2019 19:24 Print

Freundinnen von Florijana sammeln 10'000 Franken

Die Freundinnen der verstorbenen Nati-A-Spielerin Florijana Ismaili setzen sich für den Frauenfussball ein. Nun starteten sie ein Crowdfunding.

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Die Freundinnen der verstorbenen Nati-A-Spielerin Florijana Ismaili setzen sich für den Frauenfussball ein. Nun starteten sie ein Crowdfunding. «Erst hatten wir das Ziel, 4000 Franken für das im Dezember in Bern geplante Hallenturnier zu sammeln», sagt Melanie Müller. Dieser Betrag sei aber bereits zwei Tage nach Start der Aktion am 4. November erreicht gewesen. Nun hätten sie den Betrag auf 12'000 Franken erhöht, um für die nächsten anstehenden Veranstaltungen keine separaten Crowdfunding-Aktionen machen zu müssen. «Wir haben nun bereits 10'100 Franken zusammen. Das übertrifft unsere Erwartungen», sagt Müller am Mittwochnachmittag. Gentiana Morina, ... ... Melanie Müller und ... ... Stephanie Erne lernten Ismaili über die Jahre beim Fussballspielen kennen. Müller hat mit Ismaili zusammen auch in der Nationalmannschaft gespielt. Ziel des von ihnen gegründeten Vereins ist, das Engagement Ismailis für den Frauenfussball weiterleben lassen. Diese ist am 29. Juni dieses Jahres bei einem tragischen Badeunfall am Comersee mit 24 Jahren verstorben. «Wir sind bereit, alles zu geben, um dem Frauenfussball die Anerkennung zu schenken, die er verdient hat! – Bist du es auch?» Mit diesen Zeilen machen die drei Gründerinnen auf der Webpage auf eine Crowdfunding-Aktion aufmerksam, die sie lanciert haben. Mittlerweile hätten sie auch schon Anfragen von Sponsoren erhalten, die ihren Verein und sein Anliegen unterstützen wollten. Dies sei wichtig, so Müller, denn der Frauenfussball erhalte im Gegensatz zum Männerfussball noch immer weniger Beachtung. «Ich habe zwar schon das Gefühl, dass es von Jahr zu Jahr etwas besser wird.» Aber es bleibe noch viel zu tun bei der Förderung des Frauenfussballs. «Helfen würde es auch, wenn die Männer uns unterstützen würden und wir öfter im Stadion spielen könnten», sagt Müller.

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Drei Fussballerinnen gründeten den Verein Florijana Ismaili – FI9, um den Frauenfussball in der Schweiz zu fördern. Er ist nach der Young-Boys-Spielerin Ismaili benannt, da diese eine gemeinsame Freundin war. Dies berichtet Tele Bern.

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Gentiana Morina, Stephanie Erne und Melanie Müller lernten Ismaili über die Jahre beim Fussballspielen kennen – Müller hat mit Ismaili zusammen auch in der Nationalmannschaft gespielt.

Crowdfunding

Ziel des von ihnen gegründeten Vereins ist, das Engagement Ismailis für den Frauenfussball weiterleben zu lassen. Diese ist am 29. Juni dieses Jahres bei einem tragischen Badeunfall am Comersee mit 24 Jahren verstorben.

«Wir sind bereit, alles zu geben, um dem Frauenfussball die Anerkennung zu schenken, die er verdient hat! Bist du es auch?» Mit diesen Zeilen machen die drei Gründerinnen auf der Webpage auf eine Crowdfunding-Aktion aufmerksam, die sie lanciert haben. Mit den Einnahmen sollen Hallenturniere, Fussball-Fördertrainings für Mädchen oder auch Trainingscamps finanziert werden.

«Unsere Erwartungen wurden übertroffen»

«Erst hatten wir das Ziel, 4000 Franken für das im Dezember in Bern geplante Hallenturnier zu sammeln», sagt Müller. Dieser Betrag sei bereits zwei Tage nach Start der Aktion am 4. November erreicht gewesen. Deshalb hätten sie den Betrag auf 12'000 Franken erhöht, um für die nächsten anstehenden Veranstaltungen keine separaten Crowdfunding-Aktionen machen zu müssen.

«Wir haben nun bereits 10'100 Franken zusammen. Das übertrifft unsere Erwartungen», sagt Müller am Mittwochnachmittag. Das Ziel sei zwar noch nicht erreicht, aber sie seien zuversichtlich, dass sie es bis zum Ende der Aktion schaffen würden. Mittlerweile hätten sie auch schon Anfragen von Sponsoren erhalten, die ihren Verein und sein Anliegen unterstützen wollten.

Fussball als Männerdomäne

Dies sei wichtig, so Müller, denn der Frauenfussball erhalte im Gegensatz zum Männerfussball noch immer weniger Beachtung. Da die Frauenspiele wegen des geringeren Interesses von weniger Zuschauern besucht würden, seien wiederum auch die Sponsoren weniger interessiert, selbst bei Nationalliga-A-Spielen.

«Ich habe zwar schon das Gefühl, dass es von Jahr zu Jahr etwas besser wird.» Aber es bleibe noch viel zu tun bei der Förderung des Frauenfussballs. «Helfen würde es auch, wenn die Männer uns unterstützen würden und wir öfter im Stadion spielen könnten», sagt Müller. Denn dies habe ebenfalls einen Einfluss auf die Zahl der Zuschauer. «Aber an der Unterstützung der Männer fehlt es zurzeit noch ein bisschen.»

Förderung im Namen von Ismaili

Deshalb würden sie sich nun selbst für den Frauenfussball einsetzen. «Wir wurden bereits vor dem tragischen Tod von Florijana im Leistungssport immer wieder damit konfrontiert, wie wichtig Förderung ist. Aber zuvor war es Florijana, die sich diesen Dingen angenommen hat.» Sie hätten sich erst jetzt damit so richtig auseinanderzusetzen begonnen, weil sie nun das Ziel Ismailis, die Förderung des Schweizer Frauenfussballs, im Gedenken an sie weiterverfolgen möchten.

Ismaili wurde 2014 zum ersten Mal ins Nati-Kader berufen. Sie absolvierte 33 Spiele und nahm an der WM 2015 teil. Seit dem Jahr 2011 spielte sie für die Young Boys aus Bern.

(ihr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hgidl am 13.11.2019 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Randsportart

    Na ja, die Forderungen nach einer höheren Entschädigung im Frauenfussball die in den letzten Tagen in den Medien zu lösen waren, sind ja durchaus ehrenhaft. Es muss aber auch aus kaufmännischer Und wirtschaftlicher Sicht betrachtet werden. Von nichts kommt nichts! Wenn keine Zuschauer kommen, keine lukrativen Werbeverträge abgeschlossen werden, kommt auch kein Geld rein, ergo, lassen sich auch keine hohen Lohnforderungen finanzieren. Der Frauenfussball teilt somit das Schicksal von Randsportarten. Primär müssten aber die grossen Clubs ins Portemonnaie greifen, nicht die Öffentlichkeit!

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  • Burgdorfer P am 13.11.2019 20:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn's keiner dem Spiel zuschaut...

    ... dann fliesst auch keine Werbung. Ergo kein Geld zum Auszahlen. Ist doch einfach, oder ??

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  • N.Ursing am 13.11.2019 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    In stillem GeDenken.Dann schreiben.

    Wäre ein berühmter NatiSpielER verstorben,wären die Kommentare vor mir nicht so beschämend und würdelos.Die Gleichstellung von Mädchen/Frauen in einer von Männer dominierenden Sportart finde ich toll und ganz bestimmt im Sinne von Florijana.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • pretty_licka am 14.11.2019 14:35 Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Sydthekid am 14.11.2019 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt Projekt unterstützen!

    Übrigens, das Projekt und somit der Frauenfussball kann auf der Crowdfunding Plattform I believe in you unterstützt werden! ;-)

  • Ferdinand am 14.11.2019 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Bewegung

    Für das Geld gehe ich 2 Mal in den Nachtclub und weg isses. Kann mir nicht vorstellen, dass man damit etwas bewegt.

  • Polenta am 14.11.2019 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Spielerinnen mitspenden

    Hätte jede Spielerin des Nati-Kaders selber Fr. 500.- gespendet, dann wären sie sofort auf Fr. 10'000 gekommen. Aber das generiert weniger Aufmerksamkeit in den sozialen Medien.

    • ironie am 14.11.2019 15:01 Report Diesen Beitrag melden

      was?

      weil die ja so viel kohle machen und nicht noch ein leben neben dem fussball haben...

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  • Peter Enis am 14.11.2019 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist so

    Frauenfussball hat wenig Beachtung weils niemanden interessiert...