Polizei-Einsätze 2016

29. Dezember 2016 10:40; Akt: 29.12.2016 11:34 Print

100'000 Fr im Auto und der geblitzte Blitzkasten

Ein Mann mit einem UFO-Führerschein, ein verwaistes Auto mit 100'000 Franken Bargeld – im Jahr 2016 gab es diverse kuriose Einsätze für die Polizei.

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Jeden Tag haben die Polizeikorps in der Schweiz mit ganz normalen kleinen und grossen Notlagen der Bevölkerung zu tun. Doch immer wieder kommt es vor, dass sogar altgediente Polizisten bei ihren Einsätzen staunen.

100'000 Franken im Auto
Das Jahr begann mit einem auf dem Pannenstreifen parkierten und unverschlossenen Auto im Kanton St. Gallen. Eine Patrouille fand darin 100'000 Franken in einem Couvert – und den 31-jährigen Halter nicht weit entfernt zu Fuss: Ihm war das Benzin ausgegangen. Der Grund für den Haufen Bargeld in seinem Auto: Er hatte ein Erbe in der Höhe von 70 bis 90 Millionen Franken angetreten und in einem Treuhandbüro 100'000 Franken abgeholt. Von der Polizei gefragt, warum er bloss einen Mittelklassewagen fahre, antwortete der 31-Jährige: «Mir sind die materiellen Werte nicht so wichtig.»

Geblitzter Blitzkasten
In Arlesheim BL auf der A2 blitzte die Polizei einen Mitarbeiter einer Blitzkasten-Firma. Das Auto wurde beim Arisdorftunnel gleich von beiden Seiten abgelichtet. Kurios: Das Auto transportierte einen 100'000 Franken teuren Blitzkasten.

Betrunkener braucht Hilfe
Im Februar klingelte es eines Morgens um 5.30 Uhr bei der St. Galler Stadtpolizei: Ein Betrunkener hatte vergessen, wo sein Auto steht und bat um Hilfe. Eine Patrouille half ihm beim Suchen, stellte aber gleichzeitig fest, dass der 43-Jährige einen Wert von 1,43 Promille aufwies. Als der Mann sich trotzdem hinters Steuer setzen wollte, griffen die Beamten ein.

Ortsunkundiger Autodieb
Anfang März klaute ein 22-jähriger Mann ein Auto aus einer Werkstatt in Luzern – vor den Augen der Mechaniker, die sofort die Verfolgung aufnahmen. Der Autodieb kannte sich aber in der Gegend nicht aus, fuhr geradewegs in eine Einbahn und dort in einen Poller, 50 Meter vom Tatort entfernt. Die Angestellten hielten ihn fest, bis die Polizei kam. Dieser gegenüber gab der Dieb an, er habe jemanden besuchen wollen.

Ziegen in falscher Fahrtrichtung
Im selben Monat musste die Luzerner Polizei wegen einer seltsamen Meldung ausrücken: Autofahrer meldeten auf der A2 tierische Verkehrsteilnehmer: Zwei Ziegen spazierten seelenruhig auf der Autobahn herum – dazu noch in falscher Fahrtrichtung. Der Hirte fing zusammen mit der Polizei das Ausbrecherduo ein.

Touristen mit teurem Traktor
Dass Touristen aus Katar sich nicht mit hiesigen Bodenbeschaffenheiten auskennen, beweist der Vorfall im März in Thal SG: Sie lenkten ihren Maserati auf eine Wiese, um die Aussicht zu fotografieren. Allerdings versank dabei das edle Gefährt im weichen Untergrund. Ein Polizist «mit Gefühl fürs Gaspedal», wie es die Polizei ausdrückte, konnte das Auto wieder auf den rechten Weg lenken. Den Flurschaden bezahlten die dankbaren Touristen übrigens direkt dem Bauern in bar.

Zu breite Ladung
Mit dem Auto unterwegs war im April auch ein 44-jähriger Mann, dessen Ladung der Thurgauer Polizei auffiel: Eine 2,5 Meter breite Spanplatte, die der Lenker quer auf dem Dach befestigt hatte. Die Platte überragte das Auto auf beiden Seiten um einen halben Meter. Lösung: Der Mann musste zur Säge greifen – erst dann durfte er weiterfahren.

Ohne Ausweis zum Prozess gefahren
Ein angeklagter Raser fuhr im Juli im Kanton Luzern ohne gültigen Fahrausweis und mit gestohlenen Nummern­schildern zu seinem eigenen Gerichtstermin. Der 25-jährige Schweizer wurde nach der Verhandlung auf einem Parkplatz in der Nähe des Gerichts festgenommen.

Zweijährige sperrt Grosi aus
Im August musste die Polizei in Chur zum Rammbock greifen, um eine ausgesperrte Grossmutter vom Balkon zu befreien. Ihre zweijährige Enkelin hatte sie aus Versehen ausgesperrt und die Wohnungstür konnte das Kleinkind den von den Rufen der Grossmutter alarmierten Nachbarn nicht öffnen. Da kein Schlüsseldienst verfügbar war, brachen Polizisten die Tür schliesslich mit einem Rammbock auf.

Gestatten, Diplomat Jesus Zen Droid
Bei einer Verkehrskontrolle eines Sattelschleppers in Giswil OW kam die Polizei im August aus dem Staunen nicht heraus: Ein 35-jähriger Schweizer präsentierte den verdutzten Beamten einen Fahrausweis, der ihm unter anderem auch das Fliegen von UFOs erlaubte. Angeblich sei er ein Diplomat der kleinen Insel Peilz am Genfersee. Sein Name: Jesus Zen Droid. Schliesslich gab der Mann an, dass seine Ausweise zu seiner selbst erfundenen Künstlerfigur gehören. Noch kurioser: Der Mann führte einen gültigen Führerausweis mit sich – zeigte diesen den Polizisten aber nicht.

Gras-Dealer angezeigt
In Brig dürfte die Polizei aus dem Kopfschütteln ebenfalls nicht herausgekommen sein. Ein 19-jähriger Mann zeigte seinen Gras-Dealer an, weil dieser ihm die bestellte und bereits bezahlte Ware nicht geliefert hatte. Er selbst fing sich eine Anzeige wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

Falsch parkiert
Und in Düdingen FR wäre ein Dieb unbehelligt geblieben, wenn er bloss sauber parkiert hätte. Da sein Auto aber schräg in den Parkfeldern stand und er noch im Wagen sass, kontrollierte ihn die Polizei. Dabei kam raus: Die Nummernschilder waren gestohlen, der Lenker besass keinen Führerschein und Geld hatte er auch noch geklaut.

(num)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spaniel am 29.12.2016 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Radarkasten in Fahrt

    Das Foto mit dem Radarkasten finde ich wirklich Hitverdächtig! Ob er Rabatt bekommen hat?

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  • greenlife-ch am 29.12.2016 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    UFO Ausweis

    ja, muss ein sehr spannender Job sein!!?

  • SonjaA am 29.12.2016 11:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einschluss!

    In meiner unmittelbaren Nachbarschaft passierte auch etwas Kurioses: Die Frau eines meisten hässigen Sizilianers, sie ist Schweizerin, hatte die Nase von den ewigen Stänkereien ihres Mannes voll und wollte sich einen gemütlichen Abend machen. Sie sperrte ihn in der Garage ein, er war mit Auto polieren beschäftigt. Durch seine lauten Schreie und Geklopfe wurde aber die Polizei alarmiert, welche den vor Wut schäumenden Mann vorsichtshalber mit auf den Posten nahm. Wie es weiterging weiss ich nicht, aber sie gehen zusammen einkaufen, scheint wieder alles in Ordnung zu sein, ohne blaue Augen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Spaniel am 29.12.2016 12:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja die Radarfallen

    Einer meiner besten Freunde regte sich fürchterlich auf als direkt vor seiner Haustüre ein neuer Radarkasten fest montiert wurde. Aber nicht doch in unserem Quartier etc. Sauerei ... Wochen später habe ich ihn angerufen und seine Frau war am Telefon. Sie eröffnete mir dass ihr Mann - meine Freund - im Moment sehr ungehalten wäre. Gelinde ausgedrückt. Ich konnte wirklich ein Lachen nicht unterdrücken als er mir mitteilte: "Ich Tubel bin von der Hauseigenen Radarfalle geblitzt worden"

  • Zauberfuchs am 29.12.2016 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hihihi

    Danke für diesen Beitrag! Haben bei einigen wirklich lachen müssen! Und die Herren aus Katar sind wirklich hochanständig, den Schaden direktbar zu begleichen. Wow!

  • Jb2 am 29.12.2016 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    l2p

    Wem ist alles das "learn to play" im kennzeichen aufgefallen? :D

  • Lola am 29.12.2016 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Ort

    Seit wann sind der Arisdorftunnel und die A2 in Arlesheim?

  • Levis am 29.12.2016 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    :)

    Glückwunsch, Sie haben eine 100'000 Fr wertvollen Kasten gewonnen.