Crans-Montana VS

21. Februar 2019 21:55; Akt: 22.02.2019 00:25 Print

140'000 Fr für Kinder von verschüttetem Patrouilleur

Die Bergbahnen von Crans-Montana und ihr Hauptaktionär wollen die Kinder des Lawinenopfers mit einem Fonds unterstützen.

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Zwei Tage nach dem Lawinenunglück in Crans-Montana VS haben am Donnerstag um 14.23 Uhr im Skigebiet zahlreiche Menschen mit einer Schweigeminute des Opfers gedacht. Genau zu dieser Zeit hatte sich das Unglück ereignet, das einen Pistenpatrouilleur das Leben kostete.

Kurz darauf liessen die Bergbahnen von Crans-Montana verlauten, dass sie die Kinder des Verstorbenen mit 140'000 Franken unterstützen wollen. Das Geld sei für «ihre Ausbildung und Entwicklung» gedacht. 100'000 Franken stammen vom Hauptaktionär der Bergbahnen, der Familie des tschechischen Milliardärs Radovan Vitek. Die restlichen 40'000 Franken kommen von der Bergbahngesellschaft selbst. Wer möchte, kann zudem ebenfalls einen Beitrag leisten.

«Eine sehr gute Sache»

Daniele De Giorgi, Vizepräsident des Verbands Swiss Ski Patrol in der Romandie und im Tessin, freut sich: «Das ist eine gute Entscheidung. Wenn es von Herzen kommt und die Mittel da sind, ist es eine sehr gute Sache.»

Der Mitarbeiter der Bergbahnen kam bei einem Rettungseinsatz ums Leben. Der 34-jährige Franzose kümmerte sich am Pistenrand um eine verletzte Person auf der geöffneten Skipiste, als diese von den gewaltigen Schneemassen überrollt wurde.

Der Mann wurde in kritischem Zustand mit einem Helikopter in das Spital von Sitten geflogen, wo er später verstarb. Der Patrouilleur arbeitete seit neun Jahren für die Bergbahnen des Walliser Ferienorts. Er hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder.

Untersuchung läuft

Die Lawine donnerte am frühen Dienstagnachmittag in der Region La Plaine Morte talwärts. Dabei wurde die Piste Kandahar auf einer Länge von etwa 400 Metern verschüttet. Drei weitere Menschen wurden ebenfalls von der Lawine erfasst und leicht verletzt.

Nach der Tragödie stellt sich die Frage nach der Verantwortung. Die Walliser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung zu den Umständen des Unglücks eingeleitet.

(20minutes/vro/sda)