Grosses Angebot

02. Juni 2015 11:18; Akt: 02.06.2015 14:28 Print

15'000 Teenager suchen noch eine Lehrstelle

In der Schweiz werden mehr Ausbildungsstellen angeboten, als es Schulabgänger gibt. Doch nicht in allen Branchen sind die Aussichten rosig.

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Die Chancen für die jugendlichen Stellensuchenden sind intakt. Ein Jugendlicher sucht sich im Bildungsinformationszentrum BIZ Mappen mit Informationen über verschiedene Berufe aus. (Bild: Keystone)

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Die Situation auf dem Schweizer Lehrstellenmarkt hat sich innert Jahresfrist kaum verändert. Wie schon im Vorjahr übertrifft das Angebot an offenen Lehrstellen die Nachfrage seitens der Jugendlichen, wie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) am Dienstag mitteilte.

Die Erhebung zeigte, dass sich hochgerechnet 71'500 (Vorjahr: 73'000) Jugendliche für eine Lehrstelle interessierten. Die befragten Unternehmen meldeten wie im Vorjahr ein Angebot von rund 80'000 Lehrstellen.

22'500 offene Stellen

Diese Angaben weisen laut SBFI darauf hin, dass die diesjährige Lehrstellenvergabe ähnlich weit fortgeschritten ist wie letztes Jahr. Eine Zusage für eine Lehrstelle hatten am Stichtag hochgerechnet rund 50'500 Jugendliche. Das sind 1000 weniger als im Vorjahr. Allerdings ist die Anzahl Jugendlicher, die sich für eine Lehrstelle interessieren, ebenfalls gesunken.

Die Aussichten für die rund 15'000 Jugendlichen, die im April noch keine Zusage für eine Lehrstelle hatten, sind intakt. Die Unternehmen meldeten noch 22'500 offene Lehrstellen.

Viele Lehrstellen im Baugewerbe, wenige im Büro

Angebot und Nachfrage sind aber in vielen Fällen nicht deckungsgleich: In den Branchen Büro und Informationswesen, Druck, Design und Kunstgewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Informatik übersteigt die Nachfrage das Angebot an Lehrstellen. Umgekehrt übertrifft das Lehrstellen-Angebot die Nachfrage etwa im Baugewerbe, bei Dienstleistungen, in der Landwirtschaft, im verarbeitenden Gewerbe und im Verkauf.

Das Lehrstellenbarometer wird zweimal jährlich, im April und im August erhoben. Für die aktuelle Hochrechnung wurden vom 1. April bis zum 4. Mai 2834 Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren telefonisch befragt. Bei 7100 Betrieben erfolgte zudem eine schriftliche Befragung.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rheintal am 02.06.2015 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Lehrmeister

    Lehrstellen hat es mehr als genug. Nur leider zu wenig geeignete Schüler. Wenn ich nur schon Bewerbungen lese, zig Schreibfehler, Hobby: chillen/Ausgang/shoppen und ein Zeugnis das zu heulen ist. Dazu noch ein unmögliches Auftreten, zu spät erscheinen etc. Ich habe die Nase gestrichen voll nach zwanzig Jahren Lehrlingsausbildung. Es gibt nebst den sehr vielen schwarzen Schäffchen auch wenige weisse......

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  • Doni am 02.06.2015 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Pro Lehre

    Auch wenn man anschliessend -so wie ich auch- keine einzigen Tag auf dem gelernten Beruf arbeitet, ist es dennoch eine umfassende Erfahrung, von der im späteren Berufsleben immer wieder profitiert werden kann.

  • juaa am 02.06.2015 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    es gibt für jeden abgänger eine stelle

    nur einfach in den "falschen" bereichen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • schlechte lehrbetriebe überall? am 03.06.2015 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    nie wieder

    läck bin ich froh, habe ich die lehre schon ein paar jährchen hinter mir. ich hatte wenigstens noch einen anständigen lehrbetrieb. aber da wo ich jetzt arbeite haben die lehrlinge viel zu wenig arbeit und wenn dann machen sie nur blöde kleinarbeiten, die mit dem arbeitsalltag nicht viel zu tun haben. niemand nimmt sich zeit für sie, und dann wundern sich alle, warum unsere lehrlinge immer relativ schlecht abschneiden bei der LAP. die tun mir echt leid! also wenn das heute überall so ist, dann hätte ich überhaupt keinen bock auf eine lehre!

  • Der Gipser am 03.06.2015 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    Vorurteile

    Woher kommt eigentlich das Vorurteil, dass KV Leute einen einfachen Job haben? Ich denke die machen viel schneller mal täglich Überstunden bis um 7 oder 8 Uhr als Handwerker, die immer schon um 16:30 nach Hause gehen.

    • Fritz am 03.06.2015 13:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ansichtssache

      Und woher kommt das Vorurteil, das Handwerker immer schon um 16:30 Uhr gehen?

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  • Informatiker 3.LJ am 03.06.2015 01:46 Report Diesen Beitrag melden

    Stellt mehr Fragen! Zeigt Interesse!

    Da ich quasi alle Schnupperlehren in den letzten 2 Jahren bei uns durchgeführt habe, kann ich den angehenden Lehrlingen nur zu folgendem Raten: Stellt mehr Fragen! Bei vielen habe ich das Gefühl, dass das Interesse zwar vorhanden wäre, doch wird einfach alles abgenickt und die arbeiten erledigt. Auch wenn es nur um eine Schnupperlehre geht und nicht um eine Lehrstelle, kommt ihr doch in den Betrieb um etwas über den Beruf zu erfahren.

  • Sara am 02.06.2015 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lehrstellensuche

    Ich starte in diesem Sommer eine Lehre als Kauffrau. Die Lehrbetriebe im KV haben sehr hohe Anforderungen was wir können müssen. Sie erwarten das wir Schnupper gewesen sind bevor man sich bewirbt. Die Lehrfirmen die das sagen, nehmen aner selber keine Schnupperlehrlinge. ich habe mich ebenso als Pharmaassistentin für eine Schnupperlehre interessiert. Ich glaube ich habe in 3 verschiedenen apotheken angerufen und 2 zusagen bekommen. was ich wiederum im KV nicht hatte. 50 telephone und keine einzige Schnupperlehre. habe dann aber trotzdem noch eine gefunden.

  • Schweizer Bürger am 02.06.2015 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Nationale Stellenbörse

    Wie sieht es nach der Lehre aus, Adieu Job willkommen auf dem RAV. Die Lehrlinge werde nur ausgebeutet weil sie günstig sind und jede blöde Arbeit machen müssen. Wichtig währe eine Nationale Stellenbörse wo sich alle die einen Job suchen registrieren können. Wird ein Job nachgefragt hat ein Zuwanderer keine Chance auf ein Visum. Und da ist ganz klar Angebot und Nachfrage geregelt. Es gibt so viel verschiedene Jobbörsen da kennt man sich schon bald nicht mehr aus.

    • Nico Meier am 02.06.2015 21:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      gute Idee

      Ich unterstütze diese Idee. Menschen die bereits in der Schweiz wohnen sollten bei Stellenangeboten immer den Vorrang vor Zuwanderern haben!

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