Ausgeraubter Geldtransporter

18. Juli 2018 15:28; Akt: 19.07.2018 12:42 Print

2,3 Millionen Franken in Keller in Lyon aufgetaucht

Maskierte hatten im Waadtland einen Geldtransporter ausgeraubt und eine Frau entführt. Jetzt ist ein Teil der Beute in Frankreich gefunden worden.

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Die Tochter eines Geldtransporter-Fahrers wurde im Februar 2018 im französischen Lyon von Männern entführt, die vorgaben, Handwerker zu sein. Der Vater musste ihnen die gesamte Ladung seines Geldtransporters überlassen, sodass die 22-Jährige wieder freikam. Es soll sich laut Ermittlern um 20 bis 30 Millionen Franken gehandelt haben.

Nun tauchte in einem Keller in Lyon ein Teil der Beute dieses Raubüberfalls wieder auf, wie «20minutes.fr» berichtet. Bei einem 44-jährigen Mann seien 2,3 Millionen Franken gefunden worden.

Versteckte der Mann das Geld für jemand anderen?

Der Mann wurde Ende Juni festgenommen, da er des Raubes und der Entführung verdächtigt wird. Er sagte aus, dass er das Geld für jemand anderen verstecken würde. Die Polizei klagte ihn wegen Verschleierung von Tatsachen an. Die Untersuchungen der Polizei laufen weiter. Bisher wurden keine weiteren Verdächtigen in diesem Fall verhört.

Der Raub fand im Februar in Chavornay VD statt. Der Fahrer des Geldtransporters wurde nach der Entführung der Tochter von einem der Täter kontaktiert und gezwungen, von der Autobahn A1 abzufahren und auf einem Parkplatz anzuhalten.

Vater arbeitete für Schweizer Firma

Mehrere maskierte und bewaffnete Männer raubten dort den Transporter aus und flohen anschliessend. Die entführte Tochter wurde am Abend am Rand einer Strasse der französischen Gemeinde Tramoyes östlich von Lyon gefunden.

Der Fahrer des Geldtransporters lebt laut Medienberichten im französischen Annemasse östlich von Genf und arbeitet für eine Schweizer Firma für Geldtransporte. Vater und Tochter wurden nach dem Raub vorübergehend festgenommen. Sie wurden verdächtigt, die Entführung und die Lösegeldzahlung fingiert zu haben.

(sil)