Ulrich Giezendanner

27. Juni 2011 22:59; Akt: 28.06.2011 15:15 Print

2 Stunden länger arbeiten – bei gleichem Lohn

von Hans Peter Arnold - Um die Stärke des Frankens zu bekämpfen, fordert Nationalrat Ulrich Giezendanner von den Angestellten mehr Arbeit zum gleichen Lohn. Die Skepsis aber ist gross.

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Längere Arbeitszeit auch in Giezendanners Unternehmen? (Giezendanner)

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SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner wirbt für ein ungewöhnliches Mittel, um die Frankenstärke zu bekämpfen. «Wir müssen zwei Stunden pro Woche länger arbeiten – bei gleichem Lohn», forderte er in einer Diskussionssendung auf Tele Züri. So könnte die Produktivität gesteigert werden. Zudem seien weniger Unternehmen gezwungen, Teile der Produktion ins Ausland zu verlagern. Giezendanner – in seinem Unternehmen in Rothrist kennt man dazu noch keine Pläne – fordert die Gewerkschaften auf, seiner Idee im Sinne einer befristeten Massnahme zuzustimmen. Die Gewerkschaften können aber ­dieser Idee kaum etwas abgewinnen. «Wir stellen uns dagegen», so Ewald Ackermann vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB). «Die Arbeitnehmenden sollten diese Suppe bestimmt nicht auslöffeln, weder mit Lohnkürzungen noch mit längeren Arbeitszeiten.»

«Es gibt keine allgemeinen Rezepte», warnt auch Thomas Daum, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes. Eine befristete Erhöhung der Arbeitszeit sei nur die letzte Möglichkeit – die «Ultima Ratio». Sie erfordere den guten Einbezug der Mitarbeitenden und funktioniere auch dann nicht in jedem Fall. Wenn eine Unternehmung konkurrenz­fähig bleiben wolle, müsse sie ständig Produktivitätssteigerungen realisieren, gibt Daum zu bedenken. Dies reiche allerdings nicht aus, um den scharfen und raschen Anstieg des Frankens zu kompensieren.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike Moser am 28.06.2011 17:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Verkauf Standart

    Also im Verkauf ist das Standart immer mehr Arbeiten für gleichen Lohn! Aber da sagt niemand was! Soll er doch mal von ca. 4000.-Brutto mit Familie Leben!

  • Karsten am 28.06.2011 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    Immer dasselbe

    Unglaublich. Haben die Unternehmen Schwierigkeiten, sollen es die Angestellten ausbaden. Haben die Unternehmen aber riesen Gewinne (der Euro war ja auch mal hoch!!) dann Sacken die Unternehmer das Geld selber ein! Auf Deutsch: Verluste sollen die Arbeitnehmer tragen, Gewinne die Arbeitgeber. Von mir ein: Nein Danke

  • Bi-Del am 28.06.2011 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Produktivität?

    Es geht wie immer darum, die Gewinne zu privatisieren und die Verluste zu sozialisieren. Die SVP ist immer dann sozial eingestellt, wenn es darum geht die eigenen Verluste auszugleichen. SUPER!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tomi H am 21.07.2011 00:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso die Arbeiter???

    Steuern bei den Reichen erhöhen!!!!!!!!! Lasst uns Arbeiter in Ruhe wir haben schon genug gearbeitet!!! Wenn die Oberschicht sich für was besseres hält dann sollen sie es doch besser machen. Und die lieben Krawattenträger sollen mal was leisten. Wir Arbeiter sind es ja schliesslich die Familie haben und nicht die Manager. Vielleicht mal einen Monat auf Boni verzichten, das solltet ihr ja wohl überleben.

  • Viktor am 29.06.2011 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wir arbeiten schon am Meisten!

    Und so wird den Frank noch teurer. Wir sich schon diese, welche auf diese Kontinent am meisten arbeiten. Wann beginnen die Griecher zu arbeiten anstatt zu randalieren? Warum tun sie das, sie haben viel bessere Bedingungen (Stunden pro Woche, Pensionsalter)als wir oder? Wenn die Nationalbank den Frank senken wollte hätte sie es schon Lange getan, zum Beispiel durch Euros kaufen... und damit Geld verlieren. Der Frank ist hoch, weil es uns gut geht, seien wir froh und dankbar!

  • Klaus E am 29.06.2011 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Besser Managerlöhne kürzen

    Wie wäre es, wenn man anstatt den Arbeitern mehr Arbeitszeit abzuverlangen, den Managern einfach mal 10% weniger Lohn auszahlt? Oder man kürzt die Dividendenausschüttungen um einen gewissen Prozentsatz. Das dürfte wohl eher hinkommen.

    • marinko am 01.07.2011 23:15 Report Diesen Beitrag melden

      reegeln machen die Mächtigen

      weil die die Geld haben die Regeln bestimmen und das Volk hat ruhig zu sein, vorausgesetzt er möchte sein Job behalten,

    einklappen einklappen
  • Ventydue am 29.06.2011 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Aus zwei werden vier....

    .... damit seine Fahrer die Ruhezeiten dann auch einhalten können.

  • V.S am 29.06.2011 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die spinnen

    Ja aber so sonst ist noch alles ok!kann sich mal einer vorstellen wie das im verkaufs bereich gehen soll?gewisse konsumgeschäfte bezahlen schon minderwärtig!aber das volk wird uf dieses thema ziemlich skeptisch reagieren!