Schweinegrippe

29. Juni 2009 17:42; Akt: 29.06.2009 17:49 Print

Schweiz-Reisende können untersucht werden

Um die Einschleppung neuer Krankheiten wie der Schweinegrippe zu verhindern, hat das Bundesamt für Gesundheit auf den 1. Juli Einreisemassnahmen angepasst. Airlines müssen Passagierdaten herausgeben. Auch eine Kontaktkarte für Einreisende wird möglich.

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Auf diesen Kontaktkarten müssten anreisende Passagiere ihre Personalien, Sitz- und Flugnummer, die Reiseroute, die ständige Adresse und ihre Kontaktadresse während des Aufenthalts in der Schweiz angeben, teilte das BAG am Montag mit.

Dass alle Passagiere jeweils diese Karte ausfüllen müssen, ist nicht vorgesehen. Jedoch will das BAG diese Möglichkeit haben, sollte es die epidemologische Situation erfordern.

Gesundheitsangaben bei der Einreise

Bei Erkrankungen, welche nach einem Flug festgestellt werden und die gefährlich für die öffentliche Gesundheit sind, verlangt das BAG von den Fluggesellschaften künftig die Herausgabe der Passagierdaten. Und nicht nur die Airlines sind zur Mitarbeit verpflichtet, sondern alle Gesellschaften, welche grenzüberschreitend Personen transportieren.

Untersuchungen werden möglich

Im Bedarfsfall können bei der Einreise Gesundheitsangaben erhoben werden. Im Gegensatz zu den Kontaktkarten enthalten diese Fragebogen Angaben zum aktuellen Gesundheitszustand, so dass Erkrankte und möglicherweise Ansteckende gezielt erfasst und zum Arzt geschickt werden können.

Macht es die Situation erforderlich, kann das BAG medizinische Untersuchungen anordnen. Dies ermöglicht mittels nicht-invasiver Untersuchungen - etwa einer Temperaturmessung - Personen mit Symptomen bereits bei der Einreise zu erkennen.

Meldepflicht ausgeweitet

Im weiteren verschärfte das Bundesamt auf den 1. Juli die Meldepflicht für die neue Grippe A (N1N1), die Schweinegrippe. Demnach müssen alle Ärztinnen und Ärzte Verdachtsfälle innert eines Tages dem Kantonsarzt melden. Bisher bestand Meldepflicht nur bei den Ärzten in Spitälern.

Die Labors müssen neu auch nicht bestätigte Fälle innerhalb eines Tages dem Kantonsarzt melden. Das dient zur Aufhebung von getroffenen Massnahmen, etwa einer Isolation. Die Meldungen erfolgen mit vollem Namen der Betroffenen. Mit der Ausweitung reagiert das BAG auf die Ausbreitung der Schweinegrippe.

(sda)